5 Mythen über das Rauchen, die einfach nicht verschwinden wollen
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5 Mythen über das Rauchen, die einfach nicht verschwinden wollen

Über das Rauchen gibt es eine Vielzahl von Mythen. Kein Wunder, Süchtige legen sich oft ihre ganz eigenen Wahrheiten zurecht. Hier erfahren Sie, was hinter den fünf größten Raucher-Mythen steckt.

1. Rauchen ist entspannend

Im Gegenteil – Rauchen fördert körperlichen Stress sogar: Adrenalin wird ausgeschüttet, der Puls steigt, die Blutgefäße verengen sich. Das, was Raucher als Entspannung erleben, rührt vom Aufladen des Nikotinspiegels her. Dadurch wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Das Ganze ist also bloß ein simpler chemischer Trick. Stellen Sie sich am besten einmal selbst die Frage: Sind Nichtraucher wirklich so viel gestresster als Raucher?

2. Zwei bis drei Zigaretten am Tag schaden nicht

Mit jeder Zigarette werden dem Körper 30.000 Erbgutschäden oder DNA-Mutationen zugeführt, die zu Krebs führen können. Die meisten dieser Schäden repariert der Körper selber, aber viele auch nicht. Darum stirbt jeder vierte Raucher an Kehlkopf-, Zungen- Rachen- oder Lungenkrebs. In Deutschland sind das 110.000 Tote pro Jahr.

3. Tabak ohne Zusätze ist gesünder

Von gesund kann im Zusammenhang mit Tabak keine Rede sein. “Natürlicher“ Tabak und die entsprechenden Zigaretten enthalten zwar keine Zusatzstoffe wie Ammoniumchlorid, Feuchthaltemittel, Schellack oder Karamell, durch die die Zigarette besser schmeckt und der Rauch tiefer eingeatmet werden kann. Dennoch enthält der Rauch dieser Zigaretten immer noch etliche krebserregende und andere Krankheiten fördernde Giftstoffe, wie zum Beispiel Kohlenmonoxid, das bei der Verbrennung entsteht.

4. Sportler sind weniger gefährdet

Wer Sport treibt, dessen Körper ist fitter und besser gegen Giftstoffe aus Zigaretten gewappnet. Auch diese Behauptung gehört eher ins Reich der Märchen und Mythen. Als Raucher hat man beim Sport sogar ein höheres Risiko einen Herzstillstand zu erleiden. Da bei sportlicher Betätigung das Blut vor allem in die Muskeln fließt und weniger in Herz und Hirn, können sich die verengten Blutgefäße von Rauchern als tödlich erweisen.

5. Raucher können jederzeit aufhören

“Ich kann jederzeit aufhören, wenn ich will.” Ein Satz, mit dem Raucher ihre Sucht gerne weniger dramatisch erscheinen lassen. Wahr ist er nicht. Die Rückfallquote von frischgebackenen Nichtrauchern ist sehr hoch. Gerade einmal sechs Prozent der Raucher schaffen es nach dem Rauchstopp auch dauerhaft von ihrem Laster loszukommen, wie eine US-Studie herausfand. Wenn Sie jedoch ernsthaft versuchen wollen, vom blauen Dunst loszukommen, finden Sie Anlaufstellen zur Raucherentwöhnung direkt unter diesem Artikel.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SM
Autor/-in
Sascha Müller
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