Was feiert man an Ostern? Tradition und verrückte Bräuche aus aller Welt

An Ostern vermischen sich viele verschiedene Bräuche mit christlicher Tradition. Warum wir Ostern feiern und welche Osterbräuche es weltweit gibt, erfahren Sie hier!

Warum gibt es Ostern?

Ostern ist das wichtigste Fest im christlichen Kalender. Am Ostersonntag feiern Gläubige die Auferstehung von Jesus Christus – am dritten Tag nach seiner Kreuzigung am Karfreitag. Bereits einen Tag vorher am Gründonnerstag, versammeln sich Menschen, um in der Kirche dem letzten Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern zu gedenken.

Der Karfreitag ist in der christlichen Tradition dann ein Tag der Ruhe – hier bleiben die Geschäfte geschlossen und das Nachtleben verstummt für einen Moment. An diesem Tag gedenken Christen der Kreuzigung Jesu. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag findet der dritte Gottesdienst der Osterwoche statt. In der abgedunkelten Kirche, die den Tod Christi symbolisiert, wird ein Licht als Zeichen der Auferstehung entzündet. Der Tod ist durch die Auferstehungsgeschichte im christlichen Glauben nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang.

Osterbräuche in Deutschland

Eingeleitet wird das Osterfest aber schon lange vorher, um genau zu sein 40 Tage vor Ostern. Dann beginnt nämlich die Fastenzeit, die von Aschermittwoch bis zur Osternacht dauert. In dieser Zeit verzichten Christen auf verschiedene Nahrungs- und Genussmittel, um Buße zu tun und die Seele zu reinigen. Das Fasten, “40 Tage ohne”, erfreut sich zunehmender Beliebtheit – viele wollen auch abseits der religiösen Komponente ausloten, ob sie längere Zeit auf Liebgewonnenes verzichten können.

Der Osterhase ist das wohl bekannteste Ostersymbol in Deutschland. Doch warum versteckt der Hase bunt bemalte Eier? Die Erklärung geht auf vorchristliche Bräuche zurück. Hase und Eier gelten als Symbole der Fruchtbarkeit – passend zum Frühling und zur Auferstehung. Das Verstecken und Suchen bunter Eier fand schließlich im 19. Jahrhundert als Familientradition Einzug ins allgemeine Osterbrauchtum.

Vielerorts wird das traditionelle Osterfeuer am Karsamstag entzündet. Es dient der symbolischen Abwehr von Bösem. Teilweise befindet sich im Feuer auch eine Puppe oder ein Baumstamm stellvertretend für Judas Iskariot, den Jünger, der Jesus verraten hat. Bei einem christlichen Osterfeuer entfacht der Priester am Feuer zusätzlich die Osterkerze – ein Sinnbild für die Auferstehung.

Osterbräuche rund um den Globus

In Lateinamerika, Spanien und Italien finden zu Ostern feierliche Umzüge statt. Angeführt von Heiligenfiguren, ziehen die Einwohner durch die Straßen. Bei diesen Prozessionen kommen häufig sogenannte Pinatas zum Einsatz – bunte Figuren, gefüllt mit Süßigkeiten. Kinder zerschlagen die Figuren mit Stöcken, um an ihren köstlichen Inhalt zu gelangen.

In Bulgarien hingegen gibt es ein besonders Spektakel – hier duelliert man sich mit Ostereiern. Die Eier werden zwar auch hier hartgekocht und bunt gefärbt. Nach dem Kirchgang versammeln sich die Gläubigen jedoch zur Eierschlacht. Demjenigen, dessen Ei dabei nicht zerbricht, steht ein erfolgreiches Jahr bevor.

Noch mehr skurrile Osterbräuche aus aller Welt finden Sie in unserer Infografik:

Eine Mischung aus christlicher Tradition und Aberglaube – Osterbräuche weltweit!