Minimalistisch leben: 10 Tipps für Minimalismus-Einsteiger

"Weniger Kram, mehr Lebensfreude", so in etwa lässt sich Minimalismus zusammenfassen. Dafür müssen Sie nicht all Ihr Hab und Gut verkaufen und in eine Hütte im Wald ziehen. Auch kleine Veränderungen schaffen Freiheit – vor allem im Kopf. Mit diesen Tipps können Sie anfangen, minimalistisch zu leben.

1. Weniger ist mehr: Nichts in doppelter und dreifacher Ausführung

“Weniger ist mehr” ist das Credo des Minimalismus und der simpelste, aber effektivste Tipp von allen. Mal ehrlich: Brauchen Sie wirklich drei verschiedene Paare schwarzer Pumps oder tragen Sie am Ende nicht doch immer nur Ihr Lieblingspaar? Dann können die anderen nämlich getrost weg. Vor allem brauchen Sie kein viertes Paar. Ähnliches gilt für die 30 Kaffeetassen im Schrank und die gefühlt 500 Kulis, die sich über sämtliche Schreibtischschubladen verteilen.

2. Klasse statt Masse

“Qualität statt Quantität” ist in vielen Lebenslagen ein guter Rat und gilt auch beim Minimalismus. Wenn Sie minimalistisch leben wollen, ist der Klamotten-Shopping-Trip ein guter Ansatzpunkt für Anfänger: Lassen Sie sich nicht von billiger Wegwerfmode verführen. Investieren Sie lieber ein bisschen mehr in ein hochwertiges Teil, an dem Sie lange Freude haben.

3. Ausmisten

Wo wir gerade schon beim Thema Klamotten sind: Der Kleiderschrank ist ein guter Startpunkt, um den Minimalismus nicht nur in den Kopf, sondern auch in die Wohnung zu holen: Alles, was Sie seit einem Jahr nicht mehr getragen haben, ist ein guter Kandidat für den Flohmarkt oder den örtlichen Sozialladen. Wenn Sie sich von Kleidung eher schwer trennen können, beginnen Sie die minimalistische Verschlankungskur Ihrer Wohnung im Keller oder auf dem Dachboden – dort findet sich immer ungenutzter Kram, von dem Sie sich sicher leichter trennen können.

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4. Keine Werbung

Kleben Sie einen “Bitte keine Werbung”-Aufkleber auf Ihren Briefkasten. Das spart Papiermüll und reduziert die Verführung, doch etwas zu kaufen, was Sie am Ende eigentlich gar nicht brauchen.

5. Büchereiausweis

Leseratten kennen das Problem: Das Bücherregal platzt aus allen Nähten und der Stapel mit Will-ich-unbedingt-noch-lesen-Büchern wächst stetig. Aber mal ganz ehrlich: Wie viele der Bücher in Ihrer Wohnung haben Sie mehr als einmal gelesen?

Der Minimalismus-Tipp für Bücherwürmer: Besorgen Sie sich einen Büchereiausweis. Die Ausleihe ist definitiv günstiger als der Kauf; oft sogar kostenlos. Auch öffentliche Büchertauschschränke sind eine schöne Idee: Sie stellen ein bereits gelesenes Buch rein und nehmen sich dafür ein anderes mit. So haben Sie immer wieder ein neues Buch, horten aber nicht immer mehr.

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6. Einkaufszettel

Planen Sie Ihren Einkauf. Die Essenz des Minimalismus ist ein bewusstes Leben, deshalb: Überlegen Sie genau, was Sie im Laufe der Woche kochen wollen und was Sie dafür brauchen. Schreiben Sie einen Einkaufszettel und kaufen Sie ausschließlich, was auf dem Zettel steht. Das spart Zeit, Geld, Nerven und Müll.

7. Schieben Sie Kaufentscheidungen auf

Wenn Sie etwas kaufen wollen, zücken Sie nicht sofort die Kreditkarte. Warten Sie ein bis zwei Monate. Sollten Sie es dann noch immer haben wollen: Kaufen Sie es. Die Chancen stehen aber gut, dass Sie nach einigen Monaten merken, dass Sie auch ganz ohne dieses Teil auskommen. Bei großen, teuren Anschaffungen lassen Sie sich ruhig ein halbes Jahr Zeit.

8. Leitungswasser

Getränkekisten nehmen viel Platz weg und sind dabei nicht mal dekorativ. Einwegpfandflaschen belasten auch noch die Umwelt. Die einfache Lösung: Wasser aus der Leitung. Wenn Sie gern Mineralwasser mögen, ist ein Wassersprudler eine gute Investition.

9. Desktop aufräumen

Digitaler Minimalismus-Tipp für Anfänger: Räumen Sie Ihren Desktop auf. Dateien, die Sie nicht mehr brauchen, landen im Papierkorb – alles andere sortieren Sie am besten in Ordnern, damit Sie es bei Bedarf schnell wiederfinden. Das geht schnell und gibt Ihnen ein gutes, aufgeräumtes Gefühl.

10. Bargeld statt EC-Karte

Kaufen Sie möglichst nur mit Bargeld ein: Wenn Sie wirklich fühlen, wie Sie Ihr hart verdientes Geld aus der Hand geben, denken Sie zweimal darüber nach, ob sich das lohnt.