Bahn zum Weglachen: Die größten Pannen
(3)

Bahn zum Weglachen: Die größten Pannen

„Sänk ju for träwelling wis Deutsche Bahn“: Eigentlich ja eine nette Sache, wenn man am Ende seiner Zugreise per Lautsprecherdurchsage verabschiedet wird, gebrochenes Englisch hin oder her. Manch ein Bahnreisender wird den freundlichen Abschiedsgruß aber eher als Hohn empfunden haben – wenn er eine Bahnpanne am eigenen Leibe miterleben durfte. Wir haben einige haarsträubende Missgeschicke zusammengesucht. Vorsicht bei der Abfahrt!

Jeder vergisst mal was

Da staunten sie nicht schlecht, die Wartenden am Bahnsteig, als der ICE 684 im Oktober 2013 einfach durch den Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe durchraste und nicht hielt, wie planmäßig vorgesehen. Der Lokführer, so die Bahn, hatte den Halt „schlichtweg vergessen“. Nicht so schlimm, kann ja mal vorkommen. Wie am Folgetag, als ein ICE auf dem Weg von Köln nach Berlin durch den Bahnhof Gütersloh bretterte, statt zu halten.

Alles okay in Bad und WC

2013 war insgesamt kein gutes Jahr für Bahnreisende – zumindest nicht, wenn sie die Zugtoiletten aufsuchen mussten. Im April steckte ein 52-Jähriger im Kloraum eines Regionalexpresses fest, weil sich das Türschloss partout nicht mehr öffnen ließ. Die Feuerwehr rückte an und befreite den Mann in Dortmund aus seinem Gefängnis.

Wer im Juli 2013 im Regionalzug von Köln nach Hamm unterwegs war, durfte keine schwache Blase haben: Sämtlich Toiletten waren unbenutzbar. Immerhin hatte der Zugbegleiter per Lautsprecherdurchsage einen Rat parat: Man könne sich ja im letzten Waggon in leere Flaschen erleichtern…

Prima, was für ein Klima!

Ein Dauerbrenner in der Pannen-Historie der Bahn sind Klimaanlagen, die bei Hitze schlapp machen. Im Juli 2010 fielen innerhalb weniger Tage die Kühlanlagen von 50 Fernzügen der Bahn aus. In einem ICE brachen mehrere Schulkinder zusammen, das Unternehmen musste etwa 27.000 hitzegeplagten Fahrgästen Entschädigungen in Höhe von fast vier Millionen Euro zahlen.

Das Problem mit den hitzeempfindlichen Klimaanlagen verfolgt die Bahn bis heute. Ende Juni 2016 mussten gleich mehrere Passagiere in einem Regionalexpress der Berliner Linie 5 wegen Hitzeschock behandelt werden. Der Grund: In mehreren Abteilen waren bei hochsommerlichen Temperaturen die Klimaanlagen ausgefallen…

Wie finden Sie diesen Artikel?