Windschutz für die Terrasse: Möglichkeiten und Tipps
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Windschutz für die Terrasse: Möglichkeiten und Tipps

Ein wirksamer Windschutz für die Terrasse ist unersetzlich. Denn auch der schönste Spot, um draußen zu sitzen, hilft nichts, wenn der Wind durch jeden Winkel pfeift. Wir beschreiben Ihnen die Möglichkeiten und geben Tipps, wie Sie sich auf Ihrer Veranda selbst vor steifen Brisen schützen können.

Holzelemente als Windschutz

Ein sinnvoller Windschutz sollte zwischen 1,80 und zwei Metern hoch sein, um die Zugluft von Ihrer Terrasse auszusperren. Eine der üblichen Lösungen besteht aus Holzelementen, die Sie zum Beispiel in verschiedenen Größen und Ausführungen im Baumarkt kaufen können.

Wenn Sie einen solchen Windschutz selber bauen, werden die Holzelemente dann an Pfosten befestigt, die in Betonfundamenten stecken. Diese Fundamente sollten mindestens 60 Zentimeter tief in den Boden ragen, ein Pfostenschuh aus Stahlblech für die entsprechende Pfostendicke sorgt für Stabilität. Die Varianten sind vielfältig: Elemente aus Fichte, Tanne, Bambus oder Schilfrohr bieten für jeden Geschmack das Richtige. Auch Rankstäbe und -Gitter aus Holz bieten sich an, an denen Kletterpflanzen wie Efeu oder Clematis die Lücken füllen. Wichtig: Verzichten Sie auf einen komplett geschlossenen Windschutz. Kommt kein Wind durch die Elemente, entstehen auf der windzugewandten Seite Verwirbelungen.

Mauern als Windschutz

Sie sollten gründlich bedenken, ob massive Mauern tatsächlich geeignet sind, Ihre Terrasse vor Wind zu schützen. Vor allem die Optik passt nicht in jede Umgebung, wobei viel davon abhängt, welches Material sie verwenden. Aber ob Sandstein, Backstein oder Beton, jede gemauerte Konstruktion hat denselben Nachteil wie ein Windschutz aus Holz, der keinerlei Luft durchlässt: Auf der dem Wind ausgesetzten Seite Ihrer Vorrichtung kommt es zu Luftwirbeln. Als durchlässige Variante einer Mauerkonstruktion bietet sich eine Mauer aus mit Steinen gefüllten Drahtkörben an, auch Gabionen genannt. Dadurch, dass die Steine durch ihre unterschiedliche Form nicht deckungsgleich aufeinanderliegen, bleiben Lücken und Spalten, die eine Windzirkulation ermöglichen.

Hecken als Windschutz

Als Windschutz meist weitaus effektiver als die gebauten Alternativen sind Hecken, die Ihre Terrasse vor Wind bewahren. Hecken haben gleich mehrere Vorteile. Zum einen hält ihre unebene Fläche den Wind optimal ab. Eibe oder Scheinzypresse bietet mit ihrer Dichtheit sowohl im Winter als auch im Sommer guten Schutz. Der andere Vorteil liegt in der Durchlässigkeit, welche die Hecke trotz ihres Schutzfaktors aufweist. So kann es erst gar nicht zu Verwirbelungseffekten kommen.

Mobiler Windschutz

Auch ein Windschutz aus nicht fest installierten Elementen hat in vielen Fällen seine Vorteile. An Spots zum Beispiel, an denen die Windrichtung oft wechselt, ist ein mobiler Windschutz durchaus von Vorteil. Ohne viel Aufhebens und größere Anstrengungen kann das entsprechende Element genau dahin platziert werden, wo es gebraucht wird – schon haben Sie auf der Terrasse vor dem Wind Ihre Ruhe und können unter besten Bedingungen ausspannen.

Viele Varianten der mobilen Helfer aus Materialien wie Holz, Glas oder Kunststoff sind so stabil konstruiert, dass sie auch stärkerem Wind trotzen. Darüber hinaus ist ein mobiler Windschutz auch dann optimal, wenn Sie als Mieter nicht die Erlaubnis haben, eine feste Vorrichtung zum Schutz vor der Brise zu installieren.

WE
Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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