Verjüngungskur für den Kochbereich: Neue Küchenfronten
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Verjüngungskur für den Kochbereich: Neue Küchenfronten

Irgendwann nagt an jeder Küche der Zahn der Zeit: Ist ein kompletter Austausch zu teuer, können neue Küchenfronten die Lösung sein. Sie kosten nicht nur deutlich weniger als eine komplett neue Einbauküche, sondern lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick sogar ohne professionelle Hilfe anbringen.

Lebensmittelpunkt in vielen Häusern – die Küche

In vielen Wohnungen und Häusern fungiert die Küche als Herzstück – in ihr wird gekocht, gegessen, geredet – mit anderen Worten gelebt. Mit der Zeit nutzen sich vor allem die Küchenfronten ab oder lösen sich und die Farbe wirkt alt und verbraucht. Trotzdem möchte man an einem funktionierenden System nichts ändern. Ohnehin bleibt die größte Hürde das Geld, eine neue Küche kann so viel wie ein Pkw kosten. Neue Küchenfronten bieten an dieser Stelle eine sinnvolle Alternative. Sie kosten weniger, peppen die Küche ordentlich auf und lassen sich individuell planen.

Materialen und Möglichkeiten mit neuen Küchenfronten

Neue Küchenfronten bieten Möbelhäuser, Onlineshops und Tischler an. Eine neue Küchenfront über einen Onlineshop zu bestellen, ist für geschickte Heimwerker eine Option, da bei der Montage und beim Aufmaß selbst Hand angelegt werden darf. Wer ohnehin gerne selbst bastelt, spart mit einem Onlineshop Zeit und Geld. Das Prinzip bleibt bei jeder Renovierung gleich, der Küchenkorpus bleibt erhalten, Fronten und Griffe werden ausgetauscht. Möglichkeiten bieten sich dabei viele, ob dunkler Landhausstil oder moderne Glanzfronten, neue Küchenfronten geben dem wichtigen Raum ein ganz neues Gesicht.

Zum Einsatz kommen dabei verschiedene Materialien. Die meisten Fronten werden aus mitteldichten Faserplatten, so genannten MDF-Platten mit einer Stärke von 18 bis 22 Millimeter hergestellt. Fichtenholz wird bei hohen Temperaturen und hohem Druck mit synthetischen Klebemitteln verbunden. MDF-Platten bieten im Vergleich zu vielen anderen Holzwerkstoffen einige Vorteile. Hohe Biege-, Querzug- und Schraubfestigkeit zeichnen MDF-Platten aus, ebenso wie ihre Belastbarkeit. Auch bei Feuchtigkeit und Hitze in der Küche punkten die MDF-Platten mit ihrer hohen Temperaturbeständigkeit und problemlosen Pflege. Als Beschichtung der Fronten dient eine PVC- oder PPE-Folie in verschiedenen Varianten.

Neue Küchenfronten aus Massivholz, teurer aber länger haltbar

Wer ein bisschen tiefer in die Tasche greifen möchte, kann seine Küche auch mit Echtholzfronten verschönern. Massivholzfronten halten länger und bestehen meist aus drei Schichten. Lack veredelt die Fronten und schützt das Holz. Manche Firmen bieten eine Versiegelung mit Naturölen an, die auch im Schiffsbau zum Einsatz kommen. Ein dreischichtiger Aufbau aus verschiedenen Hartölen schützt die Fronten in diesem Fall vor Fett- und Wasserspritzern.

Wichtig – das richtige Aufmaß

Zum Ausmessen der neuen alten Küche sollte man sich genügend Zeit nehmen. Folgende Bausteine müssen vermessen werden:

  • Türen,
  • Schubladenfronten,
  • Klappen,
  • Eckblenden,
  • Dekorblenden,
  • Sockelblenden,
  • Wandblenden,
  • Sichtseite.

Formulare und Anleitungen helfen mit dem richtigen Aufmaß und bei der Konfiguration der neuen Küche. Wer sich unsicher ist, sollte einen Fachberater oder Tischler hinzuziehen.

FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
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