Terrasse pflastern: Mit guter Planung zum Erfolg
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Terrasse pflastern: Mit guter Planung zum Erfolg

Wenn Sie Ihre Terrasse pflastern wollen, stürmen Sie nicht gleich in den nächsten Baumarkt, um Pflastersteine zu kaufen und Geräte auszuleihen. Eine detailgenaue Planung zahlt sich bei diesem Heimwerkerprojekt aus. Nehmen Sie sich deshalb Zeit für eine ausführliche Vorbereitung. Hier lesen Sie, welche Tipps Sie unbedingt beachten sollten.

Die Auswahl der richtigen Pflastersteine

Wenn Sie eine Terrasse pflastern wollen, gilt grundsätzlich: Je kleiner die Fläche, umso kleiner sollten auch die Pflastersteine sein, die Sie verwenden. Am einfachsten und kostengünstigsten gelingt die Terrassenpflasterung in Eigenregie mit Betonsteinen – sie sind mit 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise günstig und lassen sich aufgrund ihrer einheitlichen Form besonders leicht verlegen. Ein paar Nachteile haben Betonpflastersteine allerdings auch: Sie können mit zunehmendem Alter porös werden, metallene Gartenmöbel können Kratzer darauf hinterlassen und Flecken – zum Beispiel von herabgetropfter Farbe – setzt sich schnell in ihnen fest. Hier ist demnach eine regelmäßige Pflege gefragt.

Pflegeleichter, aber auch kostenintensiver sind Natursteinpflaster. Der Klassiker ist und bleibt Granit, da dieses Naturmaterial besonders strapazierfähig und in verschiedenen Farbschattierungen erhältlich ist. Aber auch mit Steinen aus Grauwacke, Quarzit oder Porphyr können Sie Ihre Terrasse pflastern. Für Anfänger ergibt sich allerdings eine entscheidende Tücke: Durch die unregelmäßigen Formen der Pflastersteine ist beim Verlegen ein geschicktes Händchen gefragt. Das sollten Sie in Ihre Planung miteinbeziehen.

Egal, für welche Art von Pflastersteinen Sie sich entscheiden – zwei Kriterien sollten Sie in jedem Fall erfüllen: Die Steine sollten frostbeständig sein und eine Dicke von etwa sechs Zentimetern aufweisen. Eine Dicke von acht Zentimetern aufwärts ist nur dann nötig, wenn Sie eine Einfahrt pflastern wollen oder der Untergrund befahrbar sein soll.

Beginn der Planung: Die Größe der Terrasse

Die groben Maße Ihrer Terrasse legen Sie selbst fest. Die genaue Größe wird allerdings durch die Pflastersteine bestimmt, die Sie ausgewählt haben. Damit Sie möglichst keine Steine zurechtschneiden müssen, sollten Sie die exakte Größe Ihrer Terrasse an das Verlegemuster der Pflastersteine anpassen – das erleichtert Ihnen die Arbeit später erheblich. Legen Sie im Zweifelsfall einfach eine Probereihe mit den Steinen Ihrer Wahl, dann können Sie die Maße der Terrasse genau bestimmen. Stehen die Maße fest, stecken Sie die Umrisse der Terrasse mit Holzpflöcken, die mit Bindfäden verbunden sind, ab.

Materialien und Maschinen beschaffen

Bevor Sie Ihre Terrasse pflastern können, müssen Sie einen frostsicheren, tragfähigen Untergrund herstellen. Für die Planung besonders wichtig: die richtigen Werkzeuge und Materialien:

  • Spaten/Schaufel für den Aushub
  • Schubkarre für den Abtransport
  • Rüttelplatte (im Baumarkt auszuleihen) zum Verdichten des Untergrunds
  • Wasserwaage zur Kontrolle des notwendigen Gefälles
  • Schotter (Körnung bis ca. 45 Millimeter, für eine Schichtdicke von 14 Zentimetern)
  • Splitt oder Kies (Körnung bis ca. 32 Millimeter, für eine Schichtdicke von 7 Zentimetern)

Nach der Planung: Unterbau richtig anlegen

Der Unterbau einer Terrasse besteht in der Regel aus zwei Schichten: Einer Tragschicht aus Schotter und einer Bettung aus Kies oder Splitt. Um diese anlegen zu können, müssen Sie zunächst die Fläche ausschachten, auf die Ihre Terrasse später entstehen sol. Tragen Sie die Erde in diesem Bereich etwa 30 Zentimeter tief ab und verdichten Sie den verbliebenen Untergrund in drei Durchgängen mit der Rüttelplatte.

Darauf schütten Sie eine 14 Zentimeter tiefe Schicht Schotter auf, die Sie ebenfalls verdichten. Denken Sie schon jetzt daran, ein Gefälle von etwa zwei Prozent vom Haus in Richtung Garten einzubeziehen, damit später das Regenwasser problemlos ablaufen kann. Auf die Schotterschicht, die dem Frostschutz und der weiteren Durchlüftung des Bodens dient, folgt eine sieben Zentimeter tiefe Schicht aus Splitt (alternativ Kies), die als Drainage und Unkrautschutz fungiert und ebenfalls verdichtet werden muss. Behalten Sie auch hier das Gefälle bei!

Terrasse pflastern: Jetzt kann es losgehen

Auf der Splitt- oder Kiesbettung können Sie nun Ihre Pflastersteine verlegen. Neulinge auf diesem Gebiet halten sich am besten an vom Hersteller empfohlene oder mitgelieferte Verlegemuster – so kann in der Regel nichts schiefgehen. Während Sie Ihre Terrasse pflastern, sollten Sie die einzelnen Pflastersteine sorgfältig mit einem Gummihammer festklopfen.

Sind alle Steine verlegt, geht es ans Verfugen. Hierfür kommt Silber- oder Quarzsand infrage, den Sie am besten portionsweise auf die gepflasterte Fläche aufbringen und mit einem Besen diagonal in die Fugen fegen. Zum Abschluss sollten Sie zusätzlich mit der Rüttelplatte über die verlegten Steine gehen, damit diese später nicht absacken oder sich schräg stellen.

Wenn ein Profi Ihre Terrasse pflastern soll, finden Sie direkt unter diesem Text kompetente Ansprechpartner in Ihrer Nähe.

WE
Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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