Sonnensegel für die Terrasse: Tipps zur Terrassenüberdachung
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Sonnensegel für die Terrasse: Tipps zur Terrassenüberdachung

Sonnensegel auf der Terrasse sind eine moderne und vielseitige Alternative zu Sonnenschirm und Markise. Erfahren Sie hier, was Sie bei der Auswahl Ihrer Terrassenüberdachung beachten sollten.

Richtige Auswahl der Terrassenüberdachung: Die Funktion bestimmt das Material

Ein Sonnensegel kann auf Ihrer Terrasse neben dekorativen und Sichtschutzaspekten drei Funktionen erfüllen:

  • Sonnenschutz
  • Hitzeschutz
  • Regenschutz

Leider können Sie nicht alle drei auf einmal haben. Wenn Sie vor Sonne und Hitze geschützt sein möchten, brauchen Sie ein luftdurchlässiges Gewebe. Am weitesten verbreitet ist hierfür sogenanntes HDPE (High Density Polyethylen). Auch leichte Netzgewebe werden mitunter für Sonnensegel verwendet, schützen aber deutlich weniger vor Wärme und UV-Strahlung. Wirklich sicheren UV-Schutz haben Sie mit Segeln, die nach UV Standard 801 zertifiziert sind.

Wenn Sie Schutz vor Sonne und Regen wollen, brauchen Sie ein wasserdichtes Sonnensegel. Diese sind meist aus Polyester oder Acryl, manchmal auch aus Textil mit Teflon- oder Lotusbeschichtung. Aufgrund der fehlenden Luftdurchlässigkeit wird es unter einem solchen Sonnensegel allerdings etwas wärmer auf der Terrasse.

Form des Sonnensegels für die Terrassenüberdachung 

Die Form hängt zum einen von Ihrem Geschmack, aber auch ganz entscheidend von der Fläche ab, die zukünftig im Schatten liegen soll. Wenn Sie nur eine recht kleine Terrasse haben, passt ein Dreieck-Sonnensegel meist recht gut. Trapeze können wunderbar mit der kurzen Seite an der Wand angebracht werden und sich dann zum Garten hin ausbreiten, während rechteckige Sonnensegel vor allem für große Flächen empfehlenswert sind.

Befestigung eines Sonnensegels als Terrassenüberdachung 

Je nach Größe Ihrer Terrasse, den Ausmaßen des Sonnensegels und den sonstigen baulichen Gegebenheiten haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihren neuen Sonnen- und Sichtschutz zu befestigen.

Ein kleiner Tipp: Unter Umständen müssen Sie für die Errichtung einer großen Sonnensegelanlage sogar eine Baugenehmigung einholen. In jedem Fall sollten Sie vor dem Aufbau genau überlegen, wo Sie zu welcher Zeit Schatten haben möchten und das Segeltuch entsprechend ausrichten.

Gerade bei Terrassen bietet es sich an, einige Haltepunkte an der Wand oder an Dachbalken zu montieren. Sie können aber auch leicht nach außen geneigte Haltemasten im Boden verankern, um mehr Freiheit bei der Ausrichtung zu haben. Eine Kombination aus Wand- und Stangenmontage ist ebenfalls möglich. Mit höhenverstellbaren Systemen können Sie das Sonnensegel zudem relativ flexibel ausrichten, wenn die Sonne wandert.

Terrassenüberdachung: Aufrollbares Sonnensegel oder dauerhafte Fixierung?

Grundsätzlich kann ein qualitativ hochwertiges Sonnensegel die ganze Saison über aufgespannt bleiben. Bei richtiger Montage ist auch Regen kein Problem. Lediglich bei starkem Sturm kann es problematisch werden, da dann enorme Kräfte an den Befestigungspunkten ziehen.

Obwohl Sonnensegel einen unaufwändigen Charme versprühen, gibt es unter ihnen echte High-Tech-Modelle: Aufrollbare Sonnensegel verfügen über einen Motor und verschiedene Sensoren, die ständig Wind und Regen messen, um das Tuch bei schlechter Witterung automatisch einzurollen. Eine solche Konstruktion lohnt sich vor allem dann, wenn Sie in einem Gebiet mit wechselhaften Witterungsverhältnissen wohnen und nicht bei jedem starken Sturm eigenhändig Ihren Sonnenschutz auf der Terrasse abbauen wollen.

Zwischen dauerhafter Fixierung und teurer High-Tech-Lösung gibt es auch noch einen Mittelweg: Manche Haltesysteme haben ein sogenanntes Auto-Release-System. Wird der Zug zu stark, löst die Fixierung aus und gibt das Segel frei. So werden Schäden am Sonnensegel und dem Haltesystem vermieden.

SM
Autor/-in
Simon Meyer
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