Schneidebrett ölen: Die richtige Pflege für Ihr Holzbrett
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Schneidebrett ölen: Die richtige Pflege für Ihr Holzbrett

Möchten Sie lange Freude an Ihrem neuen Holzbrettchen haben? Dann sollten Sie das Schneidebrett einölen. Wie das richtig geht, erfahren Sie hier. Auch alte Küchenbretter lassen sich so wieder aufpolieren.

Zuerst die Reinigung: Zu viel Wasser schadet nur

Bevor Sie Ihr Schneidebrett ölen können, muss es sauber sein. Dabei ist weniger mehr: Holz kann sich bei zu starker Feuchtigkeit leicht verziehen oder gar reißen. Deshalb sollten Sie Ihr Holzschneidebrett nie im Spülwasser liegen lassen und auch in die Spülmaschine gehört es nicht. Am besten ist es, wenn das Brett nur sparsam mit Wasser in Berührung kommt.

Schneiden Sie Obst oder Gemüse, reicht es oft, wenn Sie mit einem feuchten Lappen darüberwischen. Muss das Brett sorgfältig gereinigt werden, geben Sie grobes Salz darauf und lassen Sie es etwas einwirken. Schubben Sie es dann mit einer Zitronenhälfte herunter und wischen Sie einmal feucht nach.

Womit darf man ein Schneidebrett aus Holz ölen?

Die Holzbrettpflege ist kein Hexenwerk: Ein bisschen Öl und ein Stück Küchenpapier – mehr brauchen Sie nicht. Übertreiben Sie es nicht, wenn Sie Ihr Schneidebrett ölen: Eine dünne Schicht Öl reicht aus. Nach 24 Stunden sollte sie getrocknet sein. Etwaige Rückstände nehmen Sie mit einem Küchenpapier auf.

Doch welches Öl ist für das Schneidebrett aus Holz überhaupt geeignet? Sie müssen definitiv kein Spezialprodukt kaufen. Stattdessen haben Sie das Pflegeöl vermutlich eh schon in der Küche. Wählen Sie selbst:

  • Leinöl ist besonders einfach in der Anwendung: Es trocknet schnell und schützt das Holz.
  • Kokosöl kommt infrage, wenn Sie seinen unverwechselbaren Duft mögen.
  • Olivenöl nur sehr sparsam nutzen: Es bleibt lange feucht und wenn Sie zu viel verwenden, kann es schließlich ranzig werden und unangenehm riechen.

Von Paraffinöl ist eher abzuraten, weil es weniger umweltverträglich ist. Außerdem streiten sich Experten darüber, ob das Mineralöl wirklich lebensmittelecht und gesundheitlich unbedenklich ist.

Muss man ein neues Schneidebrett ölen?

Beim Kauf eines neuen Schneidebretts sollten Sie einen Blick auf die Verpackung werfen: Ist es behandeltes oder unbehandeltes Holz? Haben Sie ein unbehandeltes Holzschneidebrett gekauft, müssen Sie es vor dem ersten Einsatz einölen: Nachdem das Öl 24 Stunden eingewirkt hat und Sie Überschüsse abgewischt haben, wiederholen Sie den Vorgang noch mal. Danach ist das Brett einsatzbereit.

 Dem Lieblingsbrett sieht man die intensive Nutzung irgendwann an.
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Dem Lieblingsbrett sieht man die intensive Nutzung irgendwann an.

Altes Holzbrett wieder hübsch machen

Ihr Brettchen sieht etwas mitgenommen aus? Dann ist es Zeit für eine Wellnessbehandlung:

  1. Glätten Sie zunächst seine aufgeraute Oberfläche mit feinem Schmirgelpapier
  2. Wischen Sie alle Rückstände sorgfältig ab.
  3. Mischen Sie etwa 100 ml Leinöl und 20 g Bienenwachs zusammen.
  4. Tragen Sie die Mischung gleichmäßig auf das trockene Brett auf.
  5. Nach 24 Stunden wischen Sie gegebenenfalls die Reste ab.

Dank dieser Ölkur erstrahlen auch alte Schneidebretter wieder in neuem Glanz.

Tipp: Eine gute Küche braucht mehr als ein Brett

Es reicht nicht, dass Sie regelmäßig Ihr Schneidebrett ölen – Sie sollten auch für bestimmte Lebensmittel bestimmte Bretter verwenden:

  • Schneidebretter, auf denen Sie Fisch und Fleisch zubereiten, müssen besonders gründlich gereinigt werden. Deshalb bieten sich Holzbretter dafür nicht an. Besser sind Kunststoff, Stein oder Glas.
  • Holzbretter sind prima für Obst und Gemüse, da diese Lebensmittel keine nennenswerte Keimgefahr mitbringen.
  • Auch für stark riechende Lebensmittel wie Zwiebeln sollten Sie ein eigenes Brett verwenden.
  • Stark färbende Lebensmittel wie rote Bete schneiden Sie am besten auf dunklen Brettern.
FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
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