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Eingelaufene Kleidung retten: 3 Hausmittel, die helfen
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Sarah Berger
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Sarah Berger
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Eingelaufene Kleidung retten: 3 Hausmittel, die helfen

Einmal zu heiß gewaschen oder getrocknet und schon ist es passiert: Alles ist eine Spur kleiner geworden. Ihre eingelaufene Kleidung retten können Sie mit drei Hausmitteln: Essig, Babyshampoo und Wasser.

1. Mit Hausmittel Essig eingelaufene Kleidung retten

Ist Ihre Lieblingskleidung aus Wolle eingelaufen, greifen Sie am besten zu Essig. Dieser sorgt dafür, dass sich die zusammengezogenen Fasern wieder lockern und Sie den Pullover in Form bringen können. Mischen Sie dafür im Waschbecken oder in einem großen Eimer lauwarmes Wasser und klaren Essig in einem Verhältnis von 2:1 und lassen Sie Ihr Kleidungsstück circa 25 Minuten darin einweichen.

Wichtig: Es sollte vollständig mit Wasser bedeckt sein. Anschließend rollen Sie es zusammen und wringen es vorsichtig aus.

Aber Achtung: Ausspülen ist keine gute Idee, da der Essig die Fasern auch weiterhin lockern soll. Schütteln Sie das Kleidungsstück gut aus und ziehen Sie bei Bedarf vorsichtig an Ärmeln und Bund, um das Material etwas zu dehnen. Um die eingelaufene Wollkleidung nun wieder in Form zu bringen, stopfen Sie sie mit zusammengerollten Handtüchern aus, bis sie wieder alte Maße angenommen hat.

Achten Sie darauf, dass keine Beulen entstehen, da sonst einige Bereiche stärker gedehnt werden als andere. Entfernen Sie die Handtücher erst dann, wenn der Wollpullover vollständig trocken ist. Gegebenenfalls alle Schritte wiederholen, bis Ihre eingelaufene Kleidung wieder die gewünschte Form hat. Tipp: Lassen Sie Wolle liegend trocknen, so behält das Kleidungsstück die gewünschte Form.

2. Eingelaufene Kleidung retten: Was tun bei Viskose?

Ihnen ist ein Kleidungsstück aus Viskose eingelaufen? Dann sollten Sie Ruhe bewahren und bestenfalls schnell handeln. Zwar handelt es sich bei Viskose um einen relativ empfindlichen Stoff, dennoch ist auch er mit einfachen Hausmitteln zu retten.

Bei einem eingelaufenen Teil aus Viskose können Sie mit den Hausmitteln Wasser, Shampoo und Spülung arbeiten. Dazu sollten Sie zunächst ein Gefäß - beispielsweise eine kleine Wanne oder einen Eimer - mit lauwarmem Wasser befüllen. Geben Sie ein wenig Babyshampoo oder Spülung in das Wasserbecken. Diese Hausmittel können Ihnen dabei helfen, die Fasern des Viskose-Kleidungsstücks wieder in die gewünschte Form zu bringen.

Legen Sie das Viskose-Kleidungsstück im nächsten Schritt in das Becken und lassen es etwa eine halbe Stunde lang einweichen. Bestenfalls versuchen Sie bereits das im Wasser liegende Kleidungsstück ein wenig auseinanderzuziehen, um die Fasern zu lockern. 

Haben Sie das Kleidungsstück im Hausmittel eingeweicht, nehmen Sie das nasse Teil aus dem Wassergemisch heraus und hängen es direkt auf. Die Schwerkraft hilft Ihnen dabei, die Fasern auch beim Trocknungsprozess weiter zu lockern. Da das Kleidungsstück stark tropfen kann, macht es Sinn, Handtücher unterzulegen oder das Teil im Außenbereich aufzuhängen.

Somit erhöhen Sie die Lebensdauer Ihrer Waschmaschine:

3. Jeans: Das Wasser macht’s

Bei eingelaufenen Jeans lautet das Hausmittel Nummer eins: Wasser. Lässt sich Ihre geschrumpfte Hose noch anziehen, tun Sie dies, schließen im besten Fall Knopf und Reißverschluss und setzen sich etwa zehn Minuten lang in Ihre mit lauwarmem Wasser gefüllte Badewanne. Haben Sie keine, legen Sie die Jeans im Waschbecken in ebenfalls lauwarmes Wasser und ziehen Sie sie erst im Anschluss an die zehn Minuten Einweichzeit an.

Die schlechte Nachricht: Lässt sich die Jeans auch nach dem Wasserbad nicht schließen, wird selbst das anschließende Dehnen nicht viel ausrichten können. Dazu tragen Sie die Jeans circa eine Stunde lang und bewegen sich dabei so viel wie möglich. Tipp: Konzentrieren Sie sich besonders auf die zu engen Partien und hängen Sie die Hose im Anschluss zum Trocknen auf.

Zu den Materialien, die besonders schnell einlaufen gehören Viskose, Leinen und Wolle. Bei Kleidungsstücken aus diesen Stoffen sollten Sie in jedem Fall besonders aufpassen.
Zu den Stoffen, die pflegeleichter sind gehören in der Regel Kunstfasern wie Polyester und Polyamid. Diese Materialien bestehen meist aus Chemiefasern, welche robuster sind, aber auch von schlechterer Qualität zeugen. 
Beim Waschen saugen sich die einzelnen Fäden der Kleidung mit Wasser voll und ziehen sich entsprechend zusammen. Wird der Stoff allerdings einer zu starken Hitze ausgesetzt (etwa beim Waschen oder im Trockner), kann es sein, dass sich die Fäden nicht mehr in Form bringen lassen und in ihrer Ursprungsform verharren.
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