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Minze: Pflanzen und Wurzelsperre anlegen leicht gemacht
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Simon Meyer
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Minze: Pflanzen und Wurzelsperre anlegen leicht gemacht

Wenn Sie Minze pflanzen möchten, sollten Sie sich über eine Eigenschaft des wohlduftenden Krauts im Klaren sein: Es wächst unterirdisch sehr stark. Die Wurzeln können anderen Pflanzen Platz und Nährstoffe rauben. Wie Sie die Minze bändigen, lesen Sie hier.

Standort: Halbschattig und geschützt

Widmen Sie Ihrer Pfefferminze einen halbschattigen Standort im Gartenbeet. Die pralle Mittagssonne verträgt der Kraut-Klassiker für Tee und Süßspeisen weniger. Außerdem sind ihm prasselnde Niederschläge und kalte Zugluft ein Graus. In feuchter, nährstoffreicher Erde wachsen die Kräuter im Garten zu kräftigen Pflanzen heran.

Falls Ihr Gartenboden von Natur aus wenig Nährstoffe enthält, können Sie die Erde mit Kompost aufwerten und die Pflanzen ab und zu düngen. Wählen Sie aber nur natürliche Dünger, falls Sie die Minze in der Küche verwenden möchten. Zudem kann etwas Mulch helfen, die Erde feucht zu halten. Für den Anbau im Topf sollten Sie zu torffreier Pflanzenerde greifen. Halten Sie die Pflanze mehrere Jahre, kann es sinnvoll sein, sie an einen neuen Standort mit frischem Boden zu pflanzen.

Minze am Wuchern hindern: So fertigen Sie eine Wurzelsperre an

Während das üppige Wachstum der oberirdischen Pflanzenteile willkommen ist, bildet die Minze unter der Erde wuchsfreudige Ausläufer, die unter Umständen das Wachstum benachbarter Pflanzen behindern. Eine Wurzelsperre schafft Abhilfe. Die ist mithilfe eines Kunststofftopfs schnell angefertigt.

So geht’s: Wählen Sie einen großen Kunststofftopf mit einem Durchmesser von mindestens 30 Zentimetern. Der große Behälter kommt dem Wasserbedarf der Pflanze zugute. Anschließend entfernen Sie den Boden des Gefäßes mit einer scharfen Schere. Dadurch wird zum einen die Wasserversorgung aus dem Unterboden nicht behindert und zum anderen kann Gieß- oder Regenwasser in tiefere Erdschichten sickern.

Im nächsten Schritt setzen Sie Ihre selbstgemachte Wurzelsperre ein: Dafür heben Sie mit einem Spaten ein Loch im Beet aus. Die Wurzelsperre sollte gut hineinpassen und der Topfrand etwa einen Fingerbreit aus dem Substrat ragen.

Nun pflanzen Sie Ihre Minze ein. Füllen Sie den Topf mit Gartenerde auf, topfen Sie die Jungpflanze aus und setzen Sie diese mittig in die Wurzelsperre ein – und zwar so, dass der Wurzelballen des Krauts ebenerdig hineinpasst. Nun schütten Sie noch weitere Erde aus, sodass der Topf bis etwa einen Fingerbreit unter der Oberkante mit Substrat gefüllt ist.

Gießen nicht vergessen

Für einen gesunden Start im grünen Beet gießen Sie Ihre neue Errungenschaft gründlich an. Denken Sie daran, die Pflanze regelmäßig zu wässern. Vor allem bei hohen Temperaturen sollten Sie darauf achten, dass die Erde feucht bleibt. Vermeiden Sie jedoch Staunässe.

Wie Sie Minze und andere Kräuter pflegen und ernten, erklären wir in folgendem Beitrag. Sie interessieren sich für die Küchenkräuter-Pflege auf der Fensterbank? Auch hierfür geben wir Ihnen Tipps.

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Simon Meyer ist ihr Ansprechpartner in Sachen DIY, Heimwerken und Renovieren. Seine Tricks und Tipps für den Garten, Balkon und die Inneneinrichtungen zeigen, wie Sie Ihren Lebensraum ganz einfach verschönern können.
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