Mini-Gewächshaus für den Balkon: Tipps zur Bepflanzung
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Mini-Gewächshaus für den Balkon: Tipps zur Bepflanzung

In einem Mini-Gewächshaus auf dem Balkon lassen sich Pflanzen auch mit wenig Platz hervorragend anzüchten. Richtig gebaut und ausgestattet bietet es die gleichen Bedingungen wie die großen Vorbilder. Hier erfahren Sie wie Sie das kleine Gewächshaus richtig bepflanzen.

Ein Mini-Gewächshaus ist nicht teuer

So klein das Häuschen, so niedrig der Preis. Ein Mini-Gewächshaus für den Balkon gibt es in verschiedenen Ausführungen, meistens aus Kunststoff und mit einem hohen, durchsichtigen Deckel versehen. Häufig kosten die Häuschen nicht mehr als 10 bis 20 Euro.

Sie können sich ein Mini-Gewächshaus auch ganz einfach selbst basteln. Trennen Sie dafür von einem ausgewaschenen Milchkarton, einem Joghurtbecher oder einer Kunststoffflasche den Boden etwa eine Handbreit hoch ab. In den Boden bohren Sie ein paar Löcher, aus denen später überschüssiges Gießwasser entweichen kann. Jetzt füllen Sie den Behälter mit Aufzuchterde und pflanzen die Samen ein. Spannen Sie Frischhaltefolie über das Mini-Beet und fixieren Sie es mit Klebestreifen oder einem Gummiband.

Sorgen Sie für das richtige Klima

Keimlinge lieben Wärme. Auf dem Balkon herrschen jedoch nicht immer die optimalen Temperaturen. Am besten warten Sie für das Aufstellen des Gewächshauses daher die Eisheiligen ab, damit die Pflanzentriebe nicht unter Nachtfrost leiden müssen. Im Frühjahr entwickelt sich dann von allein ein warm-feuchtes Klima unter dem Deckel oder der Folie. Ideal ist für die meisten Pflanzensorten eine Temperatur zwischen 20 und 25 Grad. Eine eingebaute Heizung oder eine Heizmatte, sorgt für gleichbleibend warme Temperaturen, treibt die Kosten allerdings schnell in die Höhe.

So pflanzen Sie richtig auf dem Balkon

Für die Aufzucht von Pflanzen in Ihrem Mini-Gewächshaus bieten sich drei Arten von Böden an: Aussaaterde, Steinwolle und Kokosnusssubstrat. Allen gemeinsam ist, dass sie sehr nährstoffarm sind. Das ist wichtig, damit die Triebe nicht zu schnell in die Höhe wachsen, während die Wurzeln noch nicht stark ausgebildet sind. Bei weniger Nährstoffen und geringerem Wachstum hingegen entwickeln sich kräftigere Pflanzen.

Denken Sie bei der Aussaat daran, den Samen ausreichend Platz zu lassen. Pflanzen Sie zu eng, versuchen sich die Jungpflanzen gegenseitig zu verdrängen. Feuchten Sie das Substrat anschließend mit einer feinen Sprühflasche an und schließen Sie das Mini-Gewächshaus. Da aus dem geschlossenen Haus kein Wasserdampf entweichen kann, müssen Sie anschließend in der Regel nicht noch einmal gießen.

Sind die ersten Pflanzen gesprossen, sollten Sie das Mini-Gewächshaus einmal am Tag drehen, damit das Licht von verschiedenen Seiten kommt und die Pflanzen steil nach oben heranwachsen – zu starken, prächtigen Exemplaren, die jedem Hobbygärtner Freude machen.

SM
Autor/-in
Simon Meyer
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