Kraut- und Braunfäule bei Tomaten vorbeugen: Wichtige Tipps
© Dusan Kostic/fotolia.com
(10)

Kraut- und Braunfäule bei Tomaten vorbeugen: Wichtige Tipps

Hat die Kraut- und Braunfäule Tomaten ersteinmal befallen, ist es schwierig, die Pilzerkrankung wieder loszuwerden. Viel einfacher ist es zum Glück, einem Befall vorzubeugen. Wie das gelingt, verraten die folgenden Tipps.

Ursachen und Symptome der Kraut- und Braunfäule bei Tomaten

Die Braunfäule bei Tomaten hat im Wesentlichen zwei Ursachen: Pilzsporen und Feuchtigkeit. “Phytophthora infestans” nennt sich der Übeltäter, der auch Kartoffeln befällt und dort für die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule sorgt. Die Pilzsporen als Krankheitserreger verbreiten sich durch den Wind über die Luft und lassen sich auf anderen Kartoffel- oder Tomatenpflanzen nieder. Die Braunfäule bricht jedoch nur aus, wenn die Pilzsporen ideale Lebensbedingungen in Form von Feuchtigkeit vorfinden, und daraufhin zu keimen beginnen. Ansonsten werden sie mit dem nächsten Windstoß wieder von den Blättern geweht. Die Sporen können sich zudem auf der Erde rund um die Pflanze niederlassen und durch Spritzwasser beim Gießen auf die Blätter gelangen.

Zunächst machen sich nach Ausbruch der Kraut- und Braunfäule bräunliche Flecken auf den Blättern und am Stängel bemerkbar, später greifen die Sporen auch die Tomatenfrüchte an. Unter dem Blatt kann sich nach einer Weile ein weißlicher Pilzrasen ausbreiten. Schließlich verfärben sich die Blätter schwarz und verwelken, die erkrankten Triebe sterben ab.

Krautfäule vorbeugen: Vor Nässe schützen

Am besten ist es, der Kraut- und Braunfäule von vorneherein kaum eine Chance zu geben. Einerseits können Sie einem Befall vorbeugen, indem Sie Ihre Tomaten vor zu viel Feuchtigkeit und Staunässe schützen. Andererseits können Sie auch einiges dafür tun, den Pilzsporen die Verbreitung zu erschweren. Stellen Sie Ihre Tomatenpflanzen unter ein Vordach oder bauen für sie einen Unterstand. Dieser sollte vor Regen schützen, aber trotzdem Luft durchlassen. Gegen Staunässe hilft ein lockerer Boden mit viel Humus und wenig Lehm oder Ton. Gießen Sie Ihre Tomaten außerdem mit einem weichen Wasserstrahl etwas von der Pflanze entfernt direkt am Boden. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Spritzwasser dabei. Im Gewächshaus müssen Sie regelmäßig lüften, damit sich kein Tau auf den Blättern ansammelt – auch das kann Braunfäule begünstigen.

Ansteckung mit Braunfäule-Pilzsporen vermeiden

Wenn Sie die Tomaten pflanzen, halten Sie zwischen den einzelnen Pflanzen 50 bis 70 Zentimeter Abstand ein – so können sie sich nicht so leicht gegenseitig mit der Krautfäule anstecken. Setzen Sie die Tomaten möglichst weit weg von Kartoffeln ein und wechseln Sie jedes Jahr den Pflanzplatz. Die Geräte, Töpfe und Hilfsmittel, die Sie im Vorjahr für die Tomatenzucht verwendet haben, desinfizieren Sie idealerweise vor der Wiederverwendung mit kochendem Wasser oder einem Gasbrenner. Sonst können sich die neuen Pflanzen an den Sporen ihrer Vorgänger infizieren. Die Tomaten dürfen nicht vom Wind abgeschirmt werden, als direkte Nachbarn kommen daher nur kleinere Pflanzen infrage.

SM
Autor/-in
Simon Meyer
Wie finden Sie diesen Artikel?