Vor 4.000 Jahren legten die Ägypter Kräutergärten an und die alten Römer würzten bereits mit Lorbeer und Rosmarin. In China und Indien sind die historischen Wurzeln der Heilkräuterkunde zu finden und im 9. Jahrhundert – bei den Benediktinern war Gartenarbeit Pflicht – wurden Regeln für den Anbau von Kräutern in den Klostergärten aufgestellt. Die Erfindung der Buchdruckerkunst sorgte letztendlich für eine hohe Verbreitung des „Kräuterwissens“ rund um den Kräuteranbau, die Ernte  - und natürlich die Heilwirkung. 

Kräuteranbau "altmodisch"

Gesellschaftlich erachtete man während der Industrialisierung den Kräuteranbau dann als altmodisch. Kleiner werdende Grundstücke in den wachsenden Städten sorgten zusätzlich zu einer Abwendung des Eigenanbaus. Die Bepflanzung mit Blumen und eine eher freizeitorientierte Gestaltung der verbliebenen Gartenflächen ließen den Kräutergarten zunehmend in Vergessenheit geraten. 

Heutzutage ist der Kräuteranbau jedoch im Trend. Auf der kleinsten Fläche bietet sich Platz – und zunehmend weichen auch auf den Balkonen die Geranien und Petunien den nutzbaren Vertretern der Pflanzenwelt.

Kräuteranbau mit wenig Handgriffen 

Der Frühling hat begonnen und wer einen Garten oder Balkon sein Eigen nennt, macht sich spätestens jetzt Gedanken über neue Projekte. Warum also nicht die Anzucht eigener Küchen- oder Heilkräuter in Angriff nehmen. Mit wenigen Handgriffen präsentieren sich Schnittlauch, Petersilie und Co. viel ansehnlicher als in den Plastiktöpfen vom Supermarkt. 

Praktisch: fast alle Küchenkräuter – ob heimisch oder mediterran – sind sehr genügsame Pflanzen, die neben Licht, Luft und Wasser fast keine Pflege benötigen. Ob in schönen Keramiktöpfen oder Balkonkästen, im Hochbeet oder im Steingarten: Gestalten können Sie einen Kräutergarten nach Ihrem eigenen Geschmack. Die Anerkennung Ihrer Gäste ist Ihnen sicher, wenn das Grillgut in der selbst angebauten Kräutermischung mariniert wurde oder im Mojito die Minze „von da hinten“ schwimmt.

Verwendungen für Ihre Kräuter gibt es viele: 

  • frisch gepflückte Kräuter für Soßen, Quark und Salate
  • selbstgetrocknete Kräutermischungen für den Sonntagsbraten, auch in der kalten Jahreszeit
  • frische und getrocknete Kräuter für Tees und Aufgüsse
  • eingelegte Kräuter für Dips, Pesto und Marinaden
  • Nicht zu vergessen: Omas Duftbeutel für den Kleiderschrank oder das selbstkreierte Potpourri für den frischen Raumduft

Worauf warten Sie also noch, legen wir los! Ach, und falls Sie in der Großstadt leben, liegen Sie mit „Urban Gardening“ überdies voll im Trend!

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