Klee im Rasen entfernen: So bekämpfen Sie ihn richtig
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Klee im Rasen entfernen: So bekämpfen Sie ihn richtig

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, wenn Sie Klee im Rasen entfernen möchten. Lesen Sie hier, wie Sie biologisch einwandfrei vorgehen und auf was Sie alles achten sollten. 

Klee im Rasen entfernen per Vertikutieren und Ausstechen

Klee im Rasen lässt sich gut mit einem Handvertikutierer bekämpfen. Vertikutieren Sie die Kleenester tief in Längs- und Querbahnen. Entfernen Sie dabei so viele Wurzelabschnitte wie möglich. Etwas anstrengender wird es, wenn Sie den Klee flach mit einem Spaten ausstechen.

So gehen Sie beim Klee entfernen vor: 

  • Umstechen Sie zunächst die gesamte von Klee durchzogene Fläche.
  • Tragen Sie die Kleesoden inklusive Wurzelwerk flach ab.
  • Entsorgen Sie den Klee mitsamt Wurzeln auf dem Kompost.
  • Füllen Sie die Mulden mit Mutterboden auf.
  • Verdichten Sie den Boden durch leichtes Andrücken.

Sowohl für die Vertikutier- als auch die Ausstechmethode gilt anschließend:

  • Säen Sie die betroffenen Stellen mit frischen Rasensamen nach.
  • Decken sie die Samen mit humusreicher Erde ab.
  • Halten Sie den Boden gut feucht bis zum Keimen.
  • Düngen Sie den gesamten Rasen, sobald die jungen Gräser da sind.

Für beide Methoden ist zu empfehlen: Nutzen Sie den Frühherbst. Dann ist der Boden noch warm und feucht – und der Klee wächst langsamer.

Klee im Rasen mit der Abdeckmethode entfernen

Langwieriger aber dafür bequemer werden Sie den Klee im Rasen mit der Abdeckmethode los. So gehen Sie vor:

  • Decken Sie mit einer schwarzen Mulchfolie die mit Klee durchsetzten Bereiche ab.
  • Beschweren Sie die Ränder, um die Folie vor Wind zu schützen.
  • Nehmen Sie die Folie nach rund zwei Monaten ab.
  • Hacken Sie den Boden durch, verfestigen Sie ihn leicht und säen Sie mit neuem Saatgut nach.

So beugen Sie Klee im Rasen vor

Eine der Ursachen für Klee im Rasen sind Samenmischungen, die nicht hochwertig genug sind. Verwenden Sie daher bei der Aussaat von Rasen speziell gezüchtete Rasengräser von Markenherstellern, die eine so dichte Grasnarbe bilden, dass sich der Klee von vornherein kaum einnisten kann. Billigmischungen dagegen sind oft auf schnellen Biomassezuwachs anstatt auf einen dichten Wuchs getrimmt. Ein solcher Rasen ist in vielen Fällen bereits nach ein paar Jahren mit Rasenunkräutern durchsetzt.

Auch wenn der Rasen nicht genug Nährstoffe erhält oder nicht genügend gewässert wird, hat Klee beste Chancen, sich festzusetzen und auszubreiten. Auf diese Punkte sollten Sie achten, um dem entgegenzuwirken:

  • eine gute Nährstoffversorgung mit hochwertigem Dünger
  • regelmäßiges Mähen
  • ausreichendes Wässern, vor allem bei Trockenheit
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