Kinder für den Garten begeistern: Spielerisch die Natur entdecken
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Kinder für den Garten begeistern: Spielerisch die Natur entdecken

Ein Garten ist für Kinder herrlich: Sie können hier spielen und toben, aber auch ganz nebenbei die Natur entdecken und die ersten gärtnerischen Arbeiten lernen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Nachwuchs dabei unterstützen können.

Kinder lernen durch Nachahmung


Wenn Sie selbst gern im Garten arbeiten und Ihr Kind in der Nähe spielt, wird es neugierig und schaut sich an, was Sie da machen. Bei spannenden Arbeiten wie Löcher buddeln, Pflanzen einsetzen und gießen können Sie sich schon früh helfen lassen. Erklären Sie in einfachen Worten, was Sie gerade machen.


Natur aus der Nähe entdecken


Wollen Sie Ihre Kinder für die Natur begeistern, machen Sie sie auf die vielen Tiere im Garten aufmerksam: Zeigen Sie Ihnen einen Regenwurm und eine Schnecke, die vielen Insekten, die die Blüten bestäuben, und die Vögel in den Bäumen und Hecken.


Alle Sinne ansprechen


Kinder können im Garten die unterschiedlichsten Dinge lernen. Haben Sie Zeit und Platz dafür, legen Sie unterschiedliche Beete an:


• Das Beet zum Angucken: Hier wachsen schöne, bunte Blumen wild durcheinander. Im Frühling sind das Schneeglöckchen, Tulpen und Osterglocken, im Sommer dann alles, was Sie besonders mögen. Kinder lieben Sonnenblumen! Sie sind groß und schön und liefern später auch noch die leckeren Kerne.
• Das Beet zum Riechen: Hier pflanzen Sie vor allem Kräuter an. Lavendel und Rosmarin, Petersilie, Schnittlauch, Oregano, Thymian, Zitronenmelisse und Salbei riechen stark und eindrucksvoll.
• Das Beet zum Naschen: Kohlrabi, Möhren, Radieschen und Erbsen sind für Kinder viel interessanter, wenn sie gesehen haben, dass sie im Garten wachsen. Und zur Erdbeerernte muss wohl kaum ein Kind extra überredet werden!


Die ersten Schritte


Das, was Kinder schon in einem frühen Alter an der Natur interessiert, ist vor allem das, womit man sich ordentlich schmutzig machen kann. Schon Kleinkinder finden es oftmals toll, beim Umgraben zu “helfen”. Geben Sie ihnen winzige Aufgaben – im Herbst können Sie sie zum Beispiel bitten, ein schönes buntes Blatt zu finden – und loben Sie sie ausgiebig.


Eigener kleiner Garten


Mit einem eigenen Beet können Sie Kindern etwa ab dem Schulalter erste Verantwortung übertragen. Helfen Sie ihnen bei der Entscheidung, was hier wachsen soll, aber lassen Sie ihnen weitestgehend freie Hand. Gut geeignet sind schnell wachsende Pflanzen wie Kresse, sodass sich rasch erste Erfolge einstellen. Weitere langsamer wachsende Blumen und Gemüse brauchen Pflege, bei der Sie auch manchmal unauffällig nachhelfen können, wenn etwas einzugehen droht.


Giftige Pflanzen abschaffen


Und ganz wichtig: Giftige Pflanzen sind in einem Garten, in dem Kinder spielen und werkeln, immer tabu – ganz egal wie alt die kleinen Nachwuchsgärtner sind.

SB
Autor/-in
Sarah Berger
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