Gutes tun im neuen Jahr: 5 einfache Dinge mit großer Wirkung
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Gutes tun im neuen Jahr: 5 einfache Dinge mit großer Wirkung

Es ist Januar und damit Hochsaison für gute Vorsätze. Viele Menschen würden gern etwas Gutes tun, haben aber nicht die Zeit für ehrenamtliches Engagement. Macht nichts, denn mit diesen 5 Tipps können auch Vielbeschäftigte und Couch-Potatoes super easy Pluspunkte fürs Karmakonto sammeln.

1. Laufen für den guten Zweck

“Abnehmen” und “mehr Sport treiben” stehen jedes Jahr ganz oben auf der Topliste der guten Vorsätze. Verbinden Sie das doch direkt mit dem Wunsch, Gutes zu tun. Mit der App “Charity Miles” haben Sie einen Fitnesstracker und spenden beim Joggen ganz nebenbei für jede gelaufene Meile 25 US-Cent – das entspricht etwa 21 Euro-Cent pro 1,6 Kilometer. Und das Beste: Das müssen Sie nicht mal selber zahlen. Die App wird von namenhaften Sponsoren unterstützt und Sie können aus 40 Wohltätigkeitsorganisationen auswählen, wer Ihr Kilometergeld bekommen soll.

2. Fairtrade-Kaffee trinken

Schon beim morgendlichen Kaffee können Sie einen großen Unterschied machen. Wenn Sie Fairtrade-Kaffee kaufen, stellen Sie sicher, dass die Kaffeebauern am anderen Ende der Welt davon auch leben können. Außerdem gewährleistet das Fairtrade-Siegel, dass bei der Produktion keine Kinderarbeit zum Einsatz kam und auch die sonstigen Arbeitsbedingungen menschenwürdig sind.

Das Schöne: Der Umstieg auf Fairtrade-Kaffee macht null Arbeit – Sie greifen beim Einkaufen einfach nur zu einer anderen Packung. Sogar Discounter führen fair gehandelte Produkte im Sortiment. Die sind nämlich nicht mal teurer als guter konventioneller Kaffee. Im Gegenteil:

  • konventioneller Kaffee: 12 bis 18 Euro pro Kilo
  • Fairtrade-Kaffee: 14 bis 22 Euro pro Kilo
  • Kaffekapseln: 40 bis 105 Euro pro Kilo
 Steigen Sie auf Fairtrade-Kaffee um – ist immer noch billiger als Kapseln.
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Steigen Sie auf Fairtrade-Kaffee um – ist immer noch billiger als Kapseln.

3. Frühjahrsputz: Spenden statt wegschmeißen

Beim Ausmisten des Kleiderschranks oder des Dachbodens taucht so einiges auf, was man seit Jahren nicht genutzt hat, aber irgendwie auch zu schade zum Wegschmeißen ist. Statt die Sachen in die Mülltonne zu stecken oder weiter einstauben zu lassen, können Sie sie auch spenden. Den anstrengenden Teil, nämlich das Aussortieren, haben Sie schon hinter sich. Die Sachen irgendwo abzugeben, macht dann auch nicht wirklich mehr Arbeit, als sie in eine Kiste oder zurück in den Schrank zu stopfen.

Doch wohin damit? So gut wie überall gibt es Sozialläden, die von der Diakonie, dem Deutschen Roten Kreuz oder der Wohltätigkeitsorganisation Oxfam betrieben werden. Wenn Sie Kleidung und Haushaltswaren dort abgeben, kommt die Hilfe direkt vor Ort an: Menschen mit wenig Geld können dort günstig einkaufen und die Erlöse fließen wiederum in Förderprojekte. Auch Tierheime nehmen gern Sachspenden: Wenn Miezi das Futter plötzlich nicht mehr mag, Sie aber noch eine ganze Palette im Schrank haben, freut sich der örtliche Tierschutzbund. Auch verschmähtes Spielzeug findet dort begeisterte Abnehmer.

4. Anbieterwechsel bei Geld und Strom

Gutes tun mit nur ein paar Klicks: Wechseln Sie Ihren Stromanbieter und beziehen Sie Solar- und Windenergie statt Atomstrom oder Strom aus Braunkohlewerken.

Auch der Wechsel zu einer anderen Bank kann helfen, die Welt zu retten: Viele Banken spekulieren mit Atomkraft, Waffen und Lebensmitteln und sorgen so für Hunger und Elend. Ethische Banken tun das nicht. Der Wechsel ist dank Zahlungskontengesetz (ZKG) vom September 2016 mittlerweile auch viel einfacher als früher – nicht mal Daueraufträge müssen Sie selbst umschreiben. Geldautomaten, EC- und Kreditkarten gibt’s bei den Ethikbanken genauso wie bei den Großbanken.

5. Leitungswasser statt Plastikflaschen

Das Wasser in deutschen Leitungen hat eine großartige Qualität – oft sogar besser als das Mineralwasser aus dem Supermarkt, das teilweise unter erschreckenden Bedingungen abgefüllt wird. Wenn Sie ohnehin stilles Wasser trinken, können Sie mit Leitungswasser viel Geld sparen und jede Menge Plastikmüll vermeiden. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt. Bonus: Kein nerviges Geschleppe in den fünften Stock mehr. Wenn Sie es lieber spritzig mögen, ist ein Wassersprudler eine tolle Lösung.

FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
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