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Gartenarbeiten im Mai: Bekämpfen Sie Ungeziefer zeitnah
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Gartenarbeiten im Mai: Bekämpfen Sie Ungeziefer zeitnah

Warme Temperaturen und viel Helligkeit, im Mai beginnt im Garten die Hochsaison. Mit den "Eisheiligen" sind Frostperioden endgültig überstanden und die Natur scheint zu explodieren. In keinem anderen Monat verläuft das Pflanzenwachstum dermaßen rasant. Mitte des Monats können frostempfindliche Pflanzen aus ihrem Winterquartier geholt und an ihren Standort im Freien gebracht werden. Das Gärtnerglück scheint unendlich und doch gibt es einen Wermutstropfen: In einem Garten herrscht natürliche Vielfalt und zu dieser gehören Schädlinge. Die gute Nachricht lautet: Sie können gegen sie vorgehen!

Rasenmähen begünstigt Rasenwachstum 

Regelmäßiges Rasenmähen begünstigt das Rasenwachstum, sorgt für Verdichtung und behindert die Ausbreitung von Unkräutern. Im Monat Mai verläuft nicht nur das Wachstum von Zier- und Nutzpflanzen beschleunigt, gleiches gilt für den Rasen. Abhängig vom Wuchs sollte ein bis zwei Mal pro Woche gemäht werden. Um einem negativen Einfluss von Trockenheit und Hitze entgegenzuwirken, sollten Sie Ihren Rasen nicht zu kurz scheren. Eine Schnitthöhe zwischen drei und fünf Zentimetern ist empfehlenswert.

Leicht abgetrockneten Rasenschnitt können Sie kompostieren, alternativ als Mulche auf Ihren Gemüsebeeten ausbringen. Letzteres trägt dafür Sorge die Feuchtigkeit besser zu halten. Durch Verrotten entsteht zusätzlich an Ort und Stelle organisches Düngematerial.

Regelmäßiges Düngen für den kräftigen Wuchs

"Viel hilft viel" gilt nicht für alle Pflanzenarten. Pflanzen haben einen individuellen Nährstoffbedarf, den Sie präzise decken sollten. Der Nährstoffverbrauch wird über die Einteilung in Gruppen - Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer - abgebildet. Zur ersten Gruppe zählen Tomaten, Zucchini und Kürbis, zur zweiten Karotte, Lauch und Aubergine. Die Mehrzahl der Kräuter gehört zur Gruppe der Schwachzehrer. Starke, mittelstarke und schwache Düngergaben nehmen Sie bedarfsgemäß vor.

Gemüse und Kräuter pikieren 

Waren Sie im Vormonat fleißig, gedeihen auf Ihrer Fensterbank Gemüse und Kräuter aus Anzucht. Für ein fortschreitendes Wachstum benötigen sie Raum und Licht. Anfang Mai sollten Sie Ihre Pflänzchen pikieren. Vorsichtig werden sie mithilfe eines Pikierstabs aus ihrem bisherigen Gefäß entnommen und in einen größeren Topf umgesetzt. Für diesen Vorgang verwenden Sie nochmals nährstoffarme Anzuchterde. Auf dieser Basis entwickeln Ihre Jungpflanzen ein kräftiges Wurzelwerk. Vergessen Sie nicht, Ihre Pflanzen kontinuierlich feucht zu halten. 

Schädlinge frühzeitig bekämpfen

Gemäß dem Motto "Wo Licht ist, ist auch Schatten", leben in einem Garten Nützlinge und Schädlinge nebeneinander. Blattläuse, Spinnmilben und Kohlfliegen gehören zu den bekanntesten Schädlingsvertretern. Sie schädigen Zier- und Nutzpflanzen und können für deren Absterben verantwortlich sein. Als bestmöglicher Pflanzenschutz gelten optimale Wachstumsbedingungen, die gesunde und kräftige Pflanzen hervorbringen. Über- und Unterdüngung, Trockenheit und Nässe, Lichtmangel sowie Pflanzenverletzungen ermöglichen Schädlingen leichtes Spiel. Aus diesem Grund gilt es, genannte Ursachen zu verhindern. Geplante Fruchtfolgen und Mischkulturen im Gemüsegarten beugen zusätzlich einem Schädlingsbefall vor. Allen Bemühungen zum Trotz werden Schädlinge nicht aus dem Garten zu verbannen sein. 

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Mit Brennesseln kann man ganz ökoligsch Schädlinge bekämpfen.

Natürliche Mittel - selbst hergestellt und ökologisch unbedenklich - können helfen, gegen Blattläuse & Co. vorzugehen. Nutzen Sie beispielsweise die Wirkstoffe der Brennnessel. Sud und Jauche aus Brennnesseln stärken die Pflanzen und vertreiben unerwünschten Besuch. Die Herstellung ist einfach zu handhaben: Frische Brennnesseln in ein Gefäß füllen und mit Regenwasser aufgießen, für einen Sud 24 Stunden und für eine Jauche ein bis zwei Wochen abgedeckt wirken lassen.

Wichtig zu wissen: Das Gebräu kann bei längerem Ziehen extrem geruchsintensiv werden! Nach Wunsch abgießen, mit Wasser im Verhältnis 1:10 vorbeugend oder auf befallene Pflanzen aufbringen. Wer sich dieser Mühe nicht unterziehen möchte, findet im Handel eine Reihe natürlicher Pflanzenschutzmittel. Spinnmilben und Schildläuse können Sie durch Präparate mit natürlichen Fettsäuren bekämpfen. Ergänzend hält der Fachhandel Vliese und engmaschige Netze zur Abdeckung gegen Schädlingsbefall bereit.

Wassertriebe an Obstbäumen und Beerensträuchern stutzen

Mit dem Blattaustrieb können sich an Obstbäumen und Beerensträuchern senkrecht stehende dünne Triebe entwickeln. Sie werden als "Wassertrieb" oder "Wasserschoss" bezeichnet. Im Hinblick auf die Ausbildung von Früchten sind sie nutzlos. Hinderlich sind sie für den Lichteinfall. Zusätzlich binden sie Nährstoffe und Wasser, die Baum und Strauch anderweitig benötigen. Im Monat Mai sind die Triebe zart genug, um sie mit geringem Aufwand entfernen zu können.

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