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Gartenarbeiten im Juni: Das ist zum Sommeranfang im Garten zu tun
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Gartenarbeiten im Juni: Das ist zum Sommeranfang im Garten zu tun

Im Monat Juni ist Sommeranfang und uns erwartet der längste Tag des Jahres. Zeit, "Mittsommer" zu feiern und wo, wenn nicht im Garten, könnte er würdiger begangen werden? Allerdings gibt es für Gärtner vor und nach der Feier viel Arbeit im Beet und aufgrund reicher Ernte zu einem späteren Zeitpunkt in der Küche.

Apfelbäume im Blick behalten

"Da ist der Wurm drin" und das im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Wurm im Apfel handelt es sich um die Made des Apfelwicklers, ein unscheinbarer mottenartiger Schmetterling. Er zählt zu den am meisten verbreiteten Schädlingsarten. Der Apfelwickler überwintert als Puppe versteckt in der Baumrinde und an anderen geschützten Stellen. Um sein Eindringen in die Frucht zu verhindern, sollten Sie nach diesen Kokons suchen, sie sammeln und vernichten. Gelingt es Ihnen nicht, entwickeln sich Maden, die in einem ersten Schritt in den Apfel eindringen und ihn schädigen. Im zweiten Schritt entstehen aus den Maden Larven. Diese verlassen nach drei bis vier Wochen die Frucht und verpuppen sich erneut. In einem wiederkehrenden Kreislauf entstehen Populationen, die ohne Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln schwer zu beherrschen sind. 

Frühjahrsernte 

Gärtners Lohn für fleißige Arbeit von Februar bis Juni ist die Ernte von knackig frischem Gemüse. Kopfsalat, bunte Pflücksalate, beliebte krause Sorten wie Lollo Bianco und Lollo Rosso sind zu prachtvollen Exemplaren herangewachsen. Soeben geerntet und ohne Verzögerung auf den Teller gebracht, leistet selbst gezogener Salat einen wichtigen Beitrag zu Ihrer gesunden Ernährung. Dies gilt in gleichem Maß für Gemüsesorten wie Brokkoli und Erbsen, die Sie früh im Jahr als Saatgut in den Boden gebracht haben. Tipp: Ein Blick nach oben verrät, dass die Süßkirschen reif werden. Naschen erlaubt!

Letzte Spargelernten einholen

Spargel ist lecker, gesund und kalorienarm. Geerntet wurde er bei günstiger Witterung seit April. Im Monat Juni endet die Zeit der Spargelernte. Ab dem 24. Juni wird Spargel nicht mehr gestochen, um die Pflanzen zu schonen. Zwischen der letzten Ernte und dem ersten zu erwartenden Frost sollten 100 Tage liegen. Die Spargelpflanzen benötigen in dieser Zeit Ruhe, um ihr grünes Spargelkraut ausbilden zu können. Mithilfe der Fotosynthese sammelt die Pflanze Kraft und wird im kommenden Jahr in der Lage sein, erneut hohe Erträge hervorzubringen. 

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Stabtomaten Rankhilfe geben

Busch- und Stabtomaten wurden Mitte Mai ins Freiland gesetzt. Während die buschige Tomatenvariante zum Wachsen keinerlei Stützen braucht, benötigen die schlank nach oben wachsenden Stabtomaten Ihre Hilfe. Sie haben sich für Tomatenklassiker und Exoten entschieden, haben seitdem unerwünschte Seitentriebe sorgsam entfernt und für den Wuchs eines stabilen Haupttriebs gesorgt. Ihre Tomatenpflanzen brauchen nun eine Rankhilfe, um aufrecht stehen und mit viel Licht Fruchtstände ausbilden zu können. Stäbe, Spiralen und Türme dienen der Unterstützung dieses Prozesses. Der Fachhandel hält für Sie eine Auswahl praktischer Utensilien bereit. 

Was ist "Ausgeizen"?
Der Begriff "Ausgeizen" steht für das Entfernen der Tomatenseitentriebe. Zuerst entfernte Triebe können in die Erde gesteckt werden. Sie bilden Wurzeln und wachsen zu einer neuen Tomatenpflanze heran. 

Regelmäßige Rosenpflege 

Die Rosenblüte ist vom Verlauf der Witterung abhängig. Herrschen durchschnittliche Temperaturverhältnisse, setzen Rosen im Monat Juni zum ersten Flor an. Bei Trockenheit benötigen Ihre Rosen Gießwasser. Wählen sie größere Gießabstände und gießen sie kräftig. Diese Gießgewohnheit regt die Rosenpflanzen an, ihre Wurzeln tiefer in den Boden zu lenken. In trockeneren Phasen finden sie dort eigenständig Feuchtigkeit. Überdurchschnittlich hohe Temperaturen können dazu führen, dass die Rosenblüte bereits im Mai eingesetzt hatte und Sie sich im Juni um Verblühtes kümmern müssen. Welke Rosenblüten werden abgeschnitten. Dies dient nicht allein der Optik, sondern regt die Bildung neuer Blüten an. Nach der ersten Blüte freuen sich Ihre Rosen über eine moderate Düngung. Im Fachhandel finden sie speziellen Rosendünger. 

Lavendel ist der perfekte Nachbar für Rosen
Schön anzusehen und zugleich ein probates Mittel Blattläuse von Rosen fernzuhalten, ist das Pflanzen von Lavendel in Nachbarschaft Ihrer Rosen.
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