Garten im Herbst: 6 Tipps für die dritte Jahreszeit
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Garten im Herbst: 6 Tipps für die dritte Jahreszeit

Viele Hobbygärtner stellt der Garten im Herbst noch einmal vor die eine oder andere Aufgabe, bevor das heimische Grün in Winterruhe fällt. Vom Pflanzen der Blumenzwiebeln über das Entfernen von Laub bis hin zur Teichpflege steht viel an. Hier finden Sie sechs wertvolle Tipps für die Gartenpflege vorm Wintereinbruch.


1. Blumenzwiebeln setzen und markieren


Wer sich im Frühjahr an einem bunten Blütenmeer erfreuen möchte, muss den Garten im Herbst entsprechend vorbereiten. Tulpen, Krokusse und Co. kommen jetzt bereits ins Beet oder in den Rasen, damit sie schon im nächsten Frühling erblühen können. Als Faustregel gilt: Setzten Sie die Blumenzwiebeln ungefähr doppelt so tief in das Pflanzloch, wie die Zwiebel dick ist. Tipp: Markieren Sie die Pflanzstelle mit einem Stab, damit Sie im nächsten Frühjahr erkennen, ob und welche Zwiebeln ausgetrieben sind.


2. Garten im Herbst: Wurzelnackte Rosen pflanzen


Im Oktober bieten viele Gärtnereien wurzelnackte Rosen an, die zu dieser Zeit frisch vom Feld kommen und in den Garten gepflanzt werden können. Pflanztipp: Wässern Sie die Rosen vor dem Einsetzen ordentlich, sodass sich die Wurzelnackten vollsaugen können. Danach werden die Triebe um circa 20 Zentimeter zurückgeschnitten und abgestorbene oder kranke Wurzelteile entfernt.


Pflanzen Sie die Rosen nun in ein Pflanzloch, das groß genug ist. Da Rosen über lange, kräftige Wurzeln verfügen, sollte das Loch einen Durchmesser von rund 40 Zentimetern aufweisen. Anschließend gießen Sie kräftig und häufeln Erde an. Bis zum Frühjahrserblühen sollte ein etwa 15 Zentimeter hoher Erdhügel die Herbstbepflanzung schützen.


3. Herbstlaub entfernen,  Eichenlaub sammeln


Während der Garten im Herbst mit all dem gefallenen Laub für einige Pflanzen wie Bodendecker oder Waldstauden ein Segen ist, leidet der Rasen unter dem lichtnehmenden Blättermeer. Daher sollten Sie gefallenes Laub während der kalten Jahreszeit regelmäßig, am besten wöchentlich, mit einem Laubrechen vom Rasen entfernen. So vermeiden Sie kahle Stellen im Frühjahr.


Eichenlaub ist besonders reich an Gerbsäure und verrottet daher nur sehr langsam. Sammeln Sie das Eichenlaub vom Rasen und verwenden Sie es sinnvoll: Die aus Eichenblättern entstehende Humuserde hat einen niedrigen pH-Wert und eignet sich als Mulchschicht für Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen. Dazu gehörten unter anderen Azaleen, Rhododendren, Hortensien und Kamelien.


4. Teich winterfest machen – Laub entfernen


Der Garten im Herbst sorgt nicht nur für Laub auf dem Rasen, sondern auch auf der Wasseroberfläche des Gartenteichs. Die schwimmenden Blätter sollten Sie regelmäßig mithilfe eines Keschers entfernen, sodass diese nicht auf den Boden sinken und den Teich belasten. Auch sollten Sie bereits abgesetzten Schlamm vom Teichboden entfernen – hierfür empfiehlt sich ein Schöpfeimer. Ebenfalls wichtig für den Gartenteich im Herbst: Befreien Sie Teichpflanzen wie etwa Seerosen vor dem Winter von welken Blättern.


5. Garten im Herbst: Noch einmal Rasen mähen und Unkraut jäten


Bevor Schnee und Frost es unmöglich machen, sollten Sie Ihren Rasen im Herbst regelmäßig mähen. Das Gras sollte hoch genug bleiben, um einen Kälteschutz zu gewährleisten und niedrig genug, damit Schnee die Grashalme nicht nach unten drückt. Eine Schnitthöhe von circa fünf Zentimetern ist ideal für den Herbst. In der dritten Jahreszeit sollten Sie außerdem ein letztes Mal Unkraut jäten, sodass Ihr Garten im Herbst bis zum Frühling einen gepflegten Eindruck macht.


6. Gartengeräte winterfest machen: Säubern und einlagern


Ein Tipp für das Herbstende, wenn der Garten bereits winterfertig ist: Pflegen Sie Ihre Gartenwerkzeuge. Nachdem Heckenschere, Motorsäge und Co. ihren letzten Jahresdienst vor dem Winter erledigt haben, sollten Sie die Gartengeräte winterfest machen. Hier gilt vor allem: Säubern Sie die Werkzeuge, bevor Sie diese einlagern. Idealerweise montieren Sie die Klingen und Einzelteile der Geräte ab und reinigen diese – so können Sie auch den Schmutz entfernen, der sich über das Jahr in den nicht sichtbaren Ecken angesammelt hat. Verschmutzungen entfernen Sie zum Beispiel mit Waschbenzin oder Olivenöl. Gröbere Geräte wie Spaten und Schaufel reinigen Sie am besten mit Stahlwolle oder einer Drahtbürste.


Vergessen Sie außerdem nicht Ihren Rasenmäher. Hier starten Sie die Reinigungskur, indem Sie das Schneidwerk zunächst mithilfe eines Besens grob vom Dreck befreien. Säubern Sie es anschließend mit einem Lappen oder einer Bürste. Damit auch im nächsten Jahr alles geschmeidig läuft, sollten Sie die beweglichen Teile mit Öl behandeln – dies gilt nicht nur für den Rasenmäher, sondern für alle Gartenwerkzeuge. Tipp: Nutzen Sie die Gelegenheit außerdem dafür, stumpfe Klingen von Rasenmäher, Scheren und anderen Werkzeugen zu schleifen.


Lagern Sie die Gartengeräte den Winter über trocken, staubfrei und kühl, wobei der Standort frostfrei sein sollte. Diese Ansprüche können zum Beispiel ein Keller, ein Gartenhaus oder eine Garage erfüllen.

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Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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