Bilder arrangieren: So bringen Sie die Wanddeko richtig zur Geltung
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Bilder arrangieren: So bringen Sie die Wanddeko richtig zur Geltung

Durcheinander mit System oder lieber Minimalismus? Wenn Sie Ihre Bilder arrangieren wollen und dabei Wert auf einen schönen Gesamteindruck legen, gibt es viele Möglichkeiten. Hier geben wir Ihnen Tipps für eine besonders gelungene Wanddeko.

Klassiker: Bilder arrangieren in der Petersburger Hängung

Ob russische Zaren, Salongründer des 19. Jahrhunderts oder Medici-Mäzene – seitdem Kunst auf Leinwand gehandelt wird, arrangieren Sammler ihre Bilder in der sogenannten "Petersburger Hängung" oder "Salonhängung". Dabei werden viele Werke bunt durcheinander und dicht an dicht auf einer Wand positioniert, oft bis zur Decke hinauf. Wenn Sie sich für diese Form entscheiden, sollten Sie die Bilder jedoch nur an einer Wand so arrangieren und ansonsten in Sachen Wanddeko auf Zurückhaltung setzen, um den Raum nicht zu chaotisch wirken zu lassen. Wenn Sie alle Arbeiten einheitlich rahmen, sorgen Sie ebenfalls für etwas Struktur im Arrangement.

Eine gemäßigte Variante der Petersburger Hängung ist es, Ihre Bilder auf Kante zu hängen, sodass die Unterkanten eine gerade Linie bilden oder Bilder im gleichen Format in einer Gitternetz-Struktur in Reih und Glied zu arrangieren. Auch eine Gruppe dicht an dicht gehängter kleinformatiger Arbeiten, die mit einer Kommode, einem Tisch oder einem anderen dekorativen Möbelstück darunter korrespondiert, sorgt für einen tollen Raumeindruck.

Prunkstücke als Solitär inszenieren

Das Gegenstück zur Petersberger Hängung: Sie setzen auf ein großformatiges Bild, das ganz alleine auf einer Wand zur Geltung kommen darf. Hier lohnt es, sich in ein hochwertiges Kunstwerk oder einen edlen Kunstdruck zu investieren, und diesen entsprechend qualitätvoll rahmen zu lassen. Schließlich zieht das monumentale Bild alle Blicke auf sich. Idealerweise sind auch Möbel und Accessoires farblich auf das Kunstwerk abgestimmt.

Bilder flexibel arrangieren

Sie ziehen häufig um, ändern Ihren Geschmack öfters oder mögen einfach Vielseitigkeit? Dann denken Sie doch einmal über eine flexible Lösung für das Wandarrangement nach. Auf einer Bilderleiste oder einem schmalen Wandregal können Sie gerahmte Bilder zum Beispiel aufstellen und mit wenigen Handgriffen auswechseln, sobald Sie ein neues Stück erworben haben oder Ihnen ein Bild nicht mehr gefällt.

Es muss nicht immer der White Cube sein

Auch Wandfarben spielen eine Rolle, wenn Sie Bilder arrangieren. In Galerien wird Kunst immer noch mit Vorliebe im klassischen "White Cube" inszeniert: Das bedeutet, dass die Bilder an weißen Wänden hängen, sodass nichts von Farbe und Formsprache der Kunstwerke ablenkt. Geht es jedoch um die Deko für Ihre eigenen vier Wände, stehen Ihnen wesentlich mehr Optionen offen. Gerade wenn Sie ein teures Kunstwerk erwerben, das Ihre Wohnung langfristig zieren soll, lohnt es sich, eine besonders schöne Farbe aus dem Bild herauszusuchen und die Wand, an der das Werk hängt, entsprechend zu streichen. So bringen Sie die Farben des Bildes noch besser zur Geltung.

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Autor/-in
Sarah Berger
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