Balkon sanieren: Den Profi ranlassen
© Elena Elisseeva/iStock/Thinkstock
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Balkon sanieren: Den Profi ranlassen

Wenn die Witterungseinflüsse Ihrer privaten Oase im Freien zusetzen, kann es sein, dass Sie Ihren Balkon sanieren müssen. In diesem Fall gilt es Schäden am Beton, Rost am Geländer oder Risse in Fliesen auszubessern. Um einen Balkon richtig auf Vordermann zu bringen, sollten Sie einen Profi hinzuziehen.

Balkon sanieren: Bitte vom Fachmann

Ist der Balkon zum Schandfleck der Außenfassade verkommen? Liegen Teile der Bewehrung frei und zeigen Spuren von Rost? Wenn der Verfall fortgeschritten ist, hilft nur noch eine komplette Balkonsanierung. Da es sich teilweise um tragende Teile handelt, ist die Planung und Sanierung Aufgabe des Fachmanns. Vom Profi geplant und überwacht, vom Fachbetrieb ausgeführt – nur so ist ein nachhaltiger Erfolg der Sanierungsmaßnahme gewährleistet. Holen Sie am besten mehrere Angebote ein und lassen Sie sich ausführlich zu den Möglichkeiten beraten. Der Fachmann beurteilt vor Ort nicht nur die sichtbaren Schäden, sondern prüft das Baumaterial – in der Regel Beton –  und die gesamte Konstruktion auch auf weitere Schwachstellen. Seine Aufgabe ist es, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Nur so ist sichergestellt, dass die Sanierungsmaßnahme nicht in wenigen Jahren wiederholt werden muss. Auch hier ist davon abzuraten, selbst Hand anzulegen. Geeignete Firmen in Ihrer Nähe finden Sie unter diesem Artikel.

Insbesondere für Betonsanierungen ist in jedem Fall ein hohes Maß an Fachwissen erforderlich. Der Balkon ist einer der am meisten beanspruchten Bereiche am Haus oder der Wohnung, da er der Witterung besonders stark ausgesetzt ist. Um eine dauerhafte Sanierung zu gewährleisten, sollten Sie nur einen qualifizierten Betrieb beauftragen, denn nirgendwo macht sich Pfusch am Bau schneller und hässlicher bemerkbar als am Balkon. Das Vorgehen der Betonsanierung kann, je nachdem, wie der Handwerker den Balkon sanieren muss, zum Beispiel so ablaufen:

  • Untersuchung der Betonflächen, Schadstellen abstemmen und das angerostete Eisen freilegen.
  • Betonflächen reinigen und das angerostete Eisen nach DIN 55928 sandstrahlen.
  • Korrosionsschutzmittel aufbringen und Haftmörtel in die Ausbruchstellen einbürsten.
  • Grobmörtel zur Wiederherstellung der Ausgangsoptik aufbringen.
  • Dünnputz aufbringen als Ausgleichsspachtelung.

Temperaturunterschiede können Schaden anrichten

Wechselnde Witterung schädigt die Bausubstanz. Insbesondere außen liegende Bauteile wie Balkon und Terrasse müssen Hitze, Kälte und Feuchtigkeit widerstehen. Durch extreme Temperaturunterschiede ziehen sich die Baumaterialien zusammen bzw. dehnen sich aus. Die Folge: Risse entstehen, durch die Feuchtigkeit eindringen und Schaden anrichten kann.

Vorbeugende Maßnahmen – was tun, um den Bodenbelag zu schützen?

Eine professionell verlegte Drainage kann dauerhaften Schutz vor Wasserschäden bieten. Dabei ist jedoch die Entwässerung sicherzustellen – das Wasser muss abfließen können. Bei einem geschlossenen Balkon ist dafür ein Ablauf vorhanden und dieser muss frei von Verschmutzungen sein. Ist der Ablauf defekt, muss er vom Fachmann ersetzt werden. Die Konstruktion unter den Belägen ist vor Wasser zu schützen. Bei einem offenen Balkon ohne Ablauf sorgt bereits ein Gefälle von zwei Prozent für das Ableiten des Regenwassers.

Den Balkon gründlich abdichten

Der Laie sollte erst gar nicht versuchen, die eigene Terrasse oder den Balkon mit Fliesen oder Platten abzudichten. Denn das ist weder das geeignete Material noch die richtige Methode für eine dauerhafte Lösung. Durch die Fugen und witterungsbedingte Haarrisse im Material dringt Feuchtigkeit und schädigt den Belag und in der Folge den Untergrund.

Wird der Fachmann mit der Sanierung von Balkon oder Terrasse beauftragt, prüft er die Gegebenheiten vor Ort: Wo sind Risse oder Abplatzungen? Ist der Estrich bereits mit Feuchtigkeit vollgesogen? Vor der Abdichtung erfolgt eine gründliche Reinigung der Fläche. Der Handwerker verspachtelt Unebenheiten, entfernt ausgebrochene Betonteile und mauert Hohlstellen neu aus. Für die vollflächige Abdichtung verwendet er im nächsten Schritt hochelastischen Flüssigkunststoff. Der Vorteil: Dieser Grundbelag ist fugenfrei und funktioniert wie eine wasserundurchlässige Wanne. Auf dieser Fläche bringt der Fachmann im Anschluss den neuen Bodenbelag auf.

Balkon sanieren: Möglichkeiten der Oberflächengestaltung

Für die Oberflächengestaltung kommen verschiedene Materialien infrage. Beliebt sind strapazierfähige Platten aus Materialien wie Betonstein, Holz, Keramik oder Naturstein. Einige Hersteller bieten auch hochwertige Stecksysteme an, sodass die Verlegung einfach ist. Eine weitere pflegeleichte und haltbare Lösung ist beispielsweise die Quarzspachtelung. Durch die Kombination von Farben und Körnungsgrößen entstehen so individuelle Beläge. Über die verschiedenen Möglichkeiten informiert Sie der Fachmann ausführlich.

SM
Autor/-in
Simon Meyer
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