4 Fakten zur Wirkung der Pille im Körper

Sie ist so klein und hat doch eine so große Wirkung: Die Pille ist für Frauen noch immer Verhütungsmittel Nummer eins. Doch was genau passiert im Körper, damit der Storch Besuchsverbot hat? Und ist die Pille wirklich so schädlich, wie oft behauptet wird?

1. Die Pille beeinflusst den Zyklus der Frau

Die meisten Pillen-Varianten enthalten sogenannte Östrogene. Das sind weibliche Geschlechtshormone, die den Hormonhaushalt im Körper der Frau steuern. Ohne die Pille wandert sonst einmal im Monat eine Eizelle in die Eileiter, wo sie von Spermien befruchtet werden kann – diesen Vorgang bezeichnet man als Eisprung. Mit den Östrogenen der Pille bleibt der Eisprung aus. Die Spermien finden dann kein befruchtungsbereites Ei und die Frau kann nicht schwanger werden.

2. Die Pille versperrt Spermien den Weg

Im Falle einer Schwangerschaft bildet der Körper bestimmte Hormone, die den Schleim um den Gebärmuttermund verdicken, damit kein Keim eindringen und das befruchtete Ei gefährden kann. Aber nicht nur Krankheitserreger, auch Spermien kommen hier nicht durch. Zusätzlich zu Östrogenen enthalten die gängigen Pillen daher sogenannte Gestagene, das sind Hormone, die Schleim erzeugen, der den Spermien den Weg in die Gebärmutter verbaut.

3. Die Pille verändert die Gebärmutter

Während des monatlichen Zyklus, der zur Regelblutung führt, baut sich die Schleimhaut der Gebärmutter auf, damit ein befruchtetes Ei nach seiner Wanderung durch den Eileiter dort “andocken” kann. Die Pille unterdrückt diesen Schleimhautaufbau. Sollte also trotz der anderen Wirkungen der Pille ein Ei befruchtet worden sein, findet es in der Gebärmutter keinen Halt.

4. Die Pille hat auch Nebenwirkungen

Die Wirkung der Pille auf den Körper ist nicht zu unterschätzen. Das gilt nicht nur für den Menstruationszyklus, sondern auch für ihre Nebenwirkungen. Hauptrisiko: Die Pille kann die Entstehung von Blutgerinnseln fördern. Mediziner schätzen, dass eine von rund 3000 Frauen, die per Pille verhütet, eine Thrombose erleidet – etwa doppelt so viele Betroffene wie bei Frauen, die keine hormonellen Verhütungsmittel einnehmen.

Auch für Gewichtszunahme, Depressionen und nachlassende Lust auf Sex kann die Pille verantwortlich sein. Es ist daher wichtig, sich von seiner Frauenärztin auch über diese Risiken aufklären zu lassen, wenn man sich für die Pille als ansonsten sehr bequemes und zuverlässiges Verhütungsmittel entscheidet.