Gaslighting in der Beziehung: 5 Warnzeichen

Der Begriff "Gaslighting" stammt vom Theaterstück "Gaslight" von 1938. Dahinter verbirgt sich eine besonders perfide Art psychischer Gewalt: Der Täter manipuliert das Opfer, bis es seiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr traut. Diese Warnzeichen deuten auf Gaslighting in einer Beziehung hin.

1. Unterstellung von Hysterie

Sie fühlen sich verletzt, weil Ihr Schatz Sie unfair behandelt hat, und bekommen nur gesagt, dass Sie sich künstlich aufregen? Das ist Gaslighting durch Manipulation: Sie sollen Ihr eigenes Verhalten als kindisch und übertrieben empfinden.

2. Widerspruch

Sie erinnern sich genau an die Szene, über die Sie sprechen möchten. Die Antwort lautet jedoch: “Das war so nicht, das habe ich nie gesagt. Du täuschst dich.” Eigentlich sollte man annehmen, dass die Erinnerungen klar sind, doch wiederholter Widerspruch bringt diese Überzeugung ins Wanken. Bei Gaslighting spielt Psychologie eine große Rolle und die Wahrnehmung einer Person als falsch darzustellen, ist eine mächtige Waffe.

3. Lügengeschichten

Sie hören, wie Ihr/e Liebste/r eine Geschichte erzählt, die entweder ganz anders war oder einfach nicht stattgefunden hat. Weisen Sie darauf hin, folgt die Attacke: Der Gaslighter streitet es ab, die Unwahrheit gesagt zu haben, und bekräftigt die Geschichte noch zusätzlich. So überschattet Gaslighting die Beziehung: Ihre Intervention wird als Vertrauensmissbrauch und Angriff gewertet.

4. Unterstellungen

Gaslighting ist in einer Beziehung besonders leicht, weil Täter und Opfer sich sehr nahe sind. Auch in funktionierenden Beziehungen gibt es manchmal Probleme, wenn man ein Verhalten des anderen falsch interpretiert – Gaslighter erheben das aber zur hohen Kunst: Sie unterstellen dem/der Partner/in laufend negative Motive und sind mit Schuldzuweisungen schnell bei der Hand.

5. Selbstbewusstsein angreifen

“Sabine hat gesagt, du bist fett geworden” oder “Marco hält dich für dumm” – solche Aussagen tun weh. Gaslighter tätigen sie gern, um das Selbstbewusstsein des Opfers anzugreifen und zu untergraben. Häufig entbehren sie jeglicher Grundlage. Perfide daran ist aber, dass Sie kaum auf die Idee kommen, die Person zur Rede zu stellen: Viele Opfer schämen sich zu sehr dafür – und wem wollen Sie glauben, wenn die Person es abstreitet?