5 Food-Dokus, die jeder gesehen haben sollte

Diese Food-Dokus sollte jeder gesehen haben: Wo kommt unser Essen her? Wo geht es hin? Und was macht das mit uns? Mal sachlich-nüchtern, mal unterhaltsam zeigen Filmemacher das, wovor wir beim Essen sonst gern die Augen verschließen.

Die Auswirkungen von Fast Food: Super Size Me

Die Doku “Super Size Me” schlug bei ihrer Veröffentlichung 2004 hohe Wellen und hat bis heute nichts an Brisanz verloren. Der Produzent Morgan Spurlock wagte den Selbstversuch: 30 Tage lang nur Essen von McDonald’s. Was für europäische Ohren befremdlich klingen mag, ist in Amerika relativ normal: Fast Food ist dort nicht nur schneller, sondern oftmals auch billiger als eine gesunde Ernährung und das Kochen zu Hause. Der Film soll aufzeigen, welche Folgen derartiges Essverhalten haben kann. Für den Selbstversuch hat Spurlock folgende Regeln aufgestellt:

  • Er isst drei komplette Mahlzeiten pro Tag bei McDonald’s.
  • Während der 30 Tage muss er jedes Produkt von der Karte mindestens einmal bestellen.
  • Wann immer ihm eine Super-Size-Größe angeboten wird, nimmt er sie.
  • So wenig Bewegung wie der durchschnittliche Amerikaner: maximal 5.000 Schritte pro Tag.

Selbst eingefleischten Fast-Food-Fans dürfte an einigen Stellen der Appetit vergehen, wenn man beobachtet, wie Spurlock unter dem Essen leidet. Zwischendurch kommen immer wieder Ernährungsexperten zu Wort.

Das blutige Geschäft mit Trinkwasser: Bottled Life

Ansätze für die richtige Ernährung gibt es viele, doch eines ist unumstößlich: Wasser ist die Essenz des Lebens. Ohne Trinkwasser sterben wir. Erschreckend viele Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Noch verstörender wird das Ganze, wenn ein Schweizer Unternehmen den Menschen in Entwicklungsländern das Trinkwasser abgräbt und es in Flaschen abgefüllt dort verkauft – zu Preisen, die sich die Menschen gar nicht leisten können. Was klingt wie ein dystopischer Blockbuster, ist traurige Realität. Die Doku “Bottled Life” zeigt, wie aus normalem Trinkwasser ein Luxusprodukt wird und welchen Preis Menschen weltweit dafür zahlen.

 

Über Ursprung und Verschwendung von Essen: We Feed the World

Die österreichische Food-Doku “We Feed the World” zeigt ruhig und sachlich, was auf der Welt passiert, um die westliche Gier nach großer Auswahl im Supermarkt zu befriedigen: In Spanien werden die Wasserreserven knapp, weil damit tonnenweise Treibhaustomaten bewässert werden. In Brasilien hungern Menschen, weil die Ackerflächen für europäisches Viehfutter genutzt werden. Und auch das Hähnchenbrustfilet wächst nicht in der Kühltruhe, sondern war einmal ein Lebewesen. Wer sich nach diesem Film mehr mit dem Thema Lebensmittelverschwendung befassen will, dem sei noch “Taste the Waste” ans Herz gelegt.

 

Die bittere Wahrheit über Zucker: That Sugar Film

Menschen lieben Süßes – so sehr, dass heute kaum ein Fertigprodukt ohne Zucker auskommt. Welche Folgen das haben kann, zeigt “That Sugar Film” in sehenswerten quietschig-bunten Farben. Das kann allerdings nicht über den durchaus dunklen Inhalt hinwegtäuschen, wenn der Hauptdarsteller im zuckerlastigen Selbstversuch schon nach kurzer Zeit Anzeichen einer gefährlichen Fettlebererkrankung entwickelt. Inhaltlich schwere Kost, aber zuckersüß und leicht bekömmlich aufbereitet.

 

Mehr als nur ein bisschen Süßkram: More Than Honey

Die Formel ist simpel: Stirbt die Biene, stirbt auch der Mensch – denn ohne sie ist eine Bestäubung von Obst- und Gemüsepflanzen fast unmöglich. Nun könnte man meinen, dass die Honigproduktion dazu führt, dass mehr Bienen gehalten werden, was ja gut wäre. Doch wie so oft, wenn es um Massenproduktion und viel Geld geht, ist die Antwort komplizierter. “More Than Honey” erklärt, wie die industrielle Produktion von Honig funktioniert und warum sie teilweise so gefährlich ist. Dabei kommen industrielle Großimker aus den USA ebenso wie Bienenzüchter und ein Traditionsimker aus den Alpen zu Wort. Am Ende dieses Films bringt man den kleinen Insekten definitiv mehr Dankbarkeit entgegen.