Östrogenmangel beheben: 5 Therapiemöglichkeiten

Um einen Östrogenmangel beheben zu können, müssen zunächst die Ursachen abgeklärt und entsprechend behandelt werden. Um den Mangel selbst zu kompensieren, ist eine Hormonersatztherapie nötig. Einige der Symptome hingegen lassen sich auch auf andere Weise bekämpfen.

1. Wechseljahre: Hormonersatztherapie gegen den Östrogenmangel

In den Wechseljahren fällt der Östrogenspiegel ganz natürlich ab. Da es für den so entstehenden Östrogenmangel keine anderen Ursachen gibt, die sich behandeln lassen, können die Hormone nur direkt ersetzt werden, etwa durch Tabletten oder Pflaster. Eine solche Therapie ist aber nicht immer möglich – Brustkrebspatientinnen zum Beispiel dürfen keine zusätzlichen Östrogene einnehmen.

Östrogen ist das wichtigste weibliche Sexualhormon. Es wird vor allem von den Eierstöcken und zu einem kleinen Teil von den Nebennieren gebildet.

Östrogen ist das wichtigste weibliche Sexualhormon. Es wird vor allem von den Eierstöcken und zu einem kleinen Teil von den Nebennieren gebildet.

2. Pflanzliche Arzneimittel statt Hormonersatztherapie

Wie stark die Beschwerden sind, wenn es dem Körper am weiblichen Geschlechtshormon mangelt, ist sehr unterschiedlich. Wenn die Symptome nicht allzu gravierend sind, ist eine Behandlung des Östrogenmangels mit pflanzlichen Arzneimitteln wie Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze möglich. Wenngleich diese Arzneimittel frei verkäuflich sind, sollten Sie diese Präparate nur in Absprache mit Ihrem Frauenarzt oder Endokrinologen verwenden, da es sonst zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann. Mit Homöopathie hingegen lässt sich der Östrogenmangel nicht beheben, da die Wirkstoffmenge schlicht zu gering ist.

3. Östrogensalbe und -zäpfchen gegen vaginale Trockenheit

Eine häufige Folge des Östrogenmangels ist die vaginale Trockenheit, die sich mit östrogenhaltigen Vaginalzäpfchen und Cremes gut lokal behandeln lässt. Um Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zu verhindern, helfen zusätzlich Gleitgele, die Sie sowohl in der Drogerie als auch in den meisten Apotheken bekommen.

4. Ausdauersport gegen die Folgen des Östrogenmangels

Zu den klassischen Symptomen eines Östrogenmangels gehören depressive Verstimmungen, Nervosität, Schlafprobleme und Herzrhythmusstörungen. All diesen Problemen können sie gut mit körperlicher Betätigung entgegenwirken. Mit Ausdauersport zum Beispiel behandeln Sie zwar nicht den Hormonmangel selbst, können aber aktiv etwas gegen die Beschwerden tun, die er verursacht.

5. Wechsel des Verhütungsmittels, um Östrogenmangel zu beheben

Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille unterdrücken die körpereigene Produktion von Östrogen und führen stattdessen künstliches Östrogen zu. Enthält das gewählte Präparat aber zu wenig der weiblichen Geschlechtshormone, kann ein Mangel entstehen. Ein Wechsel auf eine andere Pille ist dann eine Möglichkeit, um den Östrogenmangel zu behandeln.