Lümmeln erlaubt: 3 effektive Tipps gegen Rückenschmerzen

Unter Rückenschmerzen leiden etwa 85 Prozent der Deutschen mindestens einmal in ihrem Leben. Besonders häufig betroffen sind Menschen, die am Schreibtisch arbeiten. Langes, unbewegtes Sitzen ist für den Rücken belastend. Die Muskeln sind dauerhaft angespannt und können verkrampfen. Drei effektive Tipps gegen Rückenschmerzen.

Rückenschmerz-Tipp 1: Lümmeln im Büro erlaubt

Auch wenn die aufrechte Haltung der natürlichen S-Form des Rückens entspricht: Zu lange sollten Sie am Schreibtisch nicht gerade sitzen. Um die Position halten zu können, sind die Muskeln im Rücken dauerhaft angespannt. Doch nicht bei jedem ist die Stützmuskulatur ausreichend gestärkt, um dieser Belastung über längere Zeit hinweg standhalten zu können. Verkrampfen die Muskeln, sind Rückenschmerzen die Folge.

Rückenschmerzen vorbeugen können Sie, indem Sie zwischendurch immer wieder mal auf dem Bürostuhl lümmeln:

  • Machen Sie einen Buckel: Das dehnt und lockert die Rückenmuskulatur.
  • Lehnen Sie sich entspannt zurück und strecken Sie die Beine nach vorne: Das entlastet die Wirbelsäule.
  • Räkeln und  strecken Sie sich ausgiebig: Das lockert und dehnt Rücken und Nacken.

Die richtige Sitzposition gibt es nicht

Orthopäden betonen immer wieder: Die richtige Sitzposition gibt es nicht. Abwechslung heißt das Zauberwort. Wechseln Sie zwischendurch immer wieder die Sitzhaltung. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) empfehlen für das Büro die 1-3-5-Regel: Pro Stunde sollte man bis zu drei Mal fünf Minuten aktiv sein. Neben kleinen Dehn- und Lockerungsübungen zählt auch Aufstehen dazu. 

Rückenschmerz-Tipp 2: Bei akuten Rückenschmerzen nicht schonen

Nach Angaben der Deutschen Schmerzliga e.V. leiden 90 Prozent aller Rücken-Patienten unter sogenannten nicht-spezifischen Rückenschmerzen. Die Beschwerden sind auf Störungen im komplexen System aus Muskeln, Gelenken und Bändern des Rückens zurückführen.

 

„Manche Muskeln sind überfordert, andere unterfordert, sie verhärten und verkürzen sich. Schuld daran sind häufig Bewegungsmangel, Fehlhaltungen, zu wenig Entspannung oder Stress in der Familie und am Arbeitsplatz."

Deutsche Schmerzliga e.V.

 

Bei nicht-spezifischen Rückenschmerzen ist Schonen falsch. Der Rücken braucht Bewegung, damit Muskeln und Sehnen gelockert und gestärkt werden. Fragen Sie Ihren Arzt, welches Training für Ihren Rücken am besten geeignet ist – und ob und in welcher Dosierung Sie in der Akutphase Schmerzmittel einnehmen dürfen. Das erleichtert die Bewegung.

Zu viel ausruhen schadet!

Wer sich zu viel im Bett ausruht, läuft Gefahr, dass sich aufgrund der einseitigen Schonhaltung andere Muskelgruppen verspannen – und an anderer Stelle Schmerzen auftreten.

 

Rückenschmerz-Tipp 3: Checken Sie Ihre Matratze

Eine falsche Matratze kann ebenfalls schuld an Ihren Rückenschmerzen sein. Wichtig ist, dass das Modell weder zu weich noch zu hart ist. Bei einer zu weichen Unterlage biegt sich die Wirbelsäule durch und es kommt zu einer Fehlhaltung. Ist die Unterlage zu hart, kann sie sich nicht ausreichend an die natürliche Form des Rückens anpassen. Am besten lassen Sie sich beim Kauf beraten. Und liegen Sie Probe. Bequem sollte die Matratze nämlich auch sein.

Tipp: Nach fünf bis sieben Jahren sollten Sie eine neue Matratze kaufen. Dann ist die alte durchgelegen.

Bei andauernden Rückenschmerzen zum Arzt

Wenn sich Ihre Rückenschmerzen trotz Lümmeln, ausreichend Bewegung und der passenden Matratze nicht verbessern, sollten Sie zum Arzt gehen. Keine Zeit sollten Sie verlieren, wenn

  • Ihre Schmerzen deutlich schlimmer werden,
  • Ihre Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt ist,
  • Lähmungserscheinungen bei Ihnen auftreten,
  • Sie Taubheitsgefühle wahrnehmen.

 

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