Naturheilkunde: Wirken pflanzliche Mittel gegen Bluthochdruck?

Allein pflanzliche Mittel gegen Bluthochdruck anzuwenden, genügt in schweren Fällen zwar nicht, doch können sie eine medikamentöse Therapie unterstützen. Darüber hinaus kann eine Ernährungsumstellung mit mehr pflanzlicher Kost helfen, den Blutdruck zu senken.

Pflanzliche Mittel gegen Bluthochdruck zur Vorbeugung

Damit es gar nicht erst zu ernsthaften Herz-Kreislauf-Problemen kommt, können Sie einem zu hohen Blutdruck mit Naturheilkunde vorbeugen. Pflanzliche Mittel gegen Bluthochdruck können zum Beispiel sogenannte Superfoods sein, denen eine gesundheitsfördernde Wirkung in Bezug auf das Herz nachgesagt wird. Dazu gehören Grüner Tee, Rote-Bete-Saft, Walnüsse, Leinsamen, Leinöl und Granatapfelsaft, aber auch Beerenfrüchte, Hibiskustee und dunkle Schokolade. Außerdem gilt Sojaeiweiß als gut für die Herzgesundheit, zum Beispiel in Form von Tofu und Kurkuma, das Sie als Gewürz verwenden können. Es ist zudem in der Regel in Curry-Gewürzmischungen enthalten.

Mit Naturheilkunde die schulmedizinische Therapie unterstützen

Wenn Sie bereits zu hohen Bluthochdruck oder andere Probleme mit dem Herzen haben, reichen pflanzliche Mittel gegen Bluthochdruck als alleinige Therapie nicht aus. Sie können Ihre schulmedizinische Behandlung jedoch mit den genannten Superfoods und Naturheilkunde unterstützen. So kann eine Ernährungsumstellung oder eine gelegentliche Heilfastenkur den Blutdruck immerhin so weit senken, dass Sie weniger Medikamente benötigen. Wichtig dabei ist, dass Sie nur unter ärztlicher Aufsicht heilfasten und keine Nulldiät machen. Diese kann Herzrhythmusstörungen auslösen.

Eine Methode ist das Buchinger-Saftfasten: Dabei nehmen Sie über sieben Tage hinweg nur Gemüsebrühe und Säfte zu sich, bei Magenproblemen eventuell noch Reis- oder Haferschleim. Dadurch soll der Stoffwechsel verbessert und der Zucker- und Cholesterinspiegel im Blut gesenkt werden. Infolgedessen sinkt auch der Blutdruck, die Darmflora wird verbessert und das Immunsystem gestärkt.

Im Anschluss an die Heilfastenkur können Sie Ihren Blutdruck durch die richtige Ernährung senken. Für die Herzgesundheit empfiehlt sich eine Ernährung mit wenig Salz und wenig Alkohol, dafür aber mit viel Obst und Gemüse. Auch gesunde pflanzliche Fette und ungesättigte Fettsäuren wie Lein- oder Olivenöl und Nüsse sollten auf dem Speiseplan stehen. Mit tierischen Fetten und tierischem Eiweiß sollten Sie sparsam umgehen – wenn Sie Fleisch oder Milchprodukte zu sich nehmen, bevorzugen Sie die mageren, fettarmen Varianten. Alternativ zu Fleisch können Sie auch ab und zu Fisch essen.

Was Sie sonst noch gegen Bluthochdruck tun können

Sie können pflanzliche Mittel gegen Bluthochdruck aber auch beim Kochen in Ihren Speiseplan einbauen. Das funktioniert zum Beispiel, indem Sie vermehrt Kräuter und Gewürze verwenden, um Ihrem Essen Geschmack zu verleihen. Auf diese Weise sparen Sie Salz, was sich sonst negativ auf die Herzgesundheit auswirken könnte.

Außerdem können Sie mit Ihrem Arzt ein angemessenes Sportprogramm planen, um Ihren Gesundheitszustand zu verbessern. In der Regel eignen sich Sportarten wie Joggen, Wandern, Radfahren und Schwimmen am besten, da sie den Körper ausdauernd, aber nur mäßig belasten. Ideal ist es, wenn Sie einen solchen Ausdauersport mit leichtem Krafttraining kombinieren. Suchen Sie hierzu am besten Unterstützung bei einem Physiotherapeuten, der Ihnen zeigen kann, wie Sie so trainieren, dass Ihr Herz keinesfalls zusätzlich belastet wird – die richtige Atmung ist dabei zum Beispiel unerlässlich. Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden Sie direkt unter diesem Text. Ebenfalls wichtig: Starten Sie langsam, zum Beispiel mit Trainingseinheiten von nur fünf Minuten, und steigern Sie die Länge ihrer Workouts über mehrere Wochen. Im Idealfall kommen Sie am Ende auf 30-minütige Trainingseinheiten an drei bis fünf Tagen in der Woche.

Gegen zu hohen Blutdruck helfen überdies Entspannungstechniken wie Achtsamkeitstraining oder die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson.