Online-Shopping: Diese Fallen können Sie vermeiden

Schnell mal was im Internet gekauft, und schon ist die Enttäuschung groß: Die Ware wird zu spät geliefert, es entstehen unvorhergesehene Lieferkosten oder die Ware entspricht überhaupt nicht den eigenen Vorstellungen. Vermeiden Sie die größeren und kleineren Fallen beim Online-Kauf – wir erklären, wie.

Vertragspartner überprüfen

Egal, auf welcher Seite Sie einkaufen, ob bei Amazon oder in einem kleinen Online-Shop des Anbieters: Überprüfen Sie immer, mit wem Sie den Kaufvertrag eingehen. Dafür suchen Sie sich das Impressum der Webseite. Ist es nicht auffindbar, sollten Sie stutzig werden. Die Alarmglocken sollten ebenso schrillen, wenn das Impressum keine Telefonnummer enthält oder gar nur ein Postfach als Anschrift angegeben ist. Adresse und Ansprechpartner sollten immer schnell auffindbar sein.

Lieferzeiten transparent?

Lieferzeiten sollten immer angegeben sein. In der Regel liefern Onlineshops innerhalb der nächsten zwei bis drei Werktage. Beachten Sie Sonn- und Feiertage, wenn Sie eine Ware dringend benötigen. Dann sollten Sie vielleicht doch im Laden kaufen. Stellen Sie sich auf längere Lieferzeiten ein, wenn Sie aus dem Ausland bestellen. Aber auch die längeren Lieferzeiten müssen immer angegeben sein. Es gilt nämlich: Stehen keine Lieferzeiten dabei, muss der Verkäufer sofort liefern.

Sichere Zahlungsarten beachten

Die sicherste Zahlungsart ist immer noch die Rechnung. Dann müssen Sie nämlich keine sensiblen Bankdaten im Netz hinterlegen, wo sie theoretisch ausspioniert werden können. Leider bieten nur noch die wenigsten Onlineshops die Zahlung auf Rechnung an. Achten Sie daher auf eine sichere, verschlüsselte Zahlungsweise, wenn Sie per Kreditkarte zahlen. Sie erkennen eine verschlüsselte Datenübertragung am Kürzel „https“ vor dem Domainnamen der Internetseite. Gleichzeitig ist bei einer verschlüsselten Webseite ein Schloss- oder Schlüsselsymbol links an der Browser-Suchzeile zu sehen. Die Zahlung per PayPal ist zum Beispiel auch sicherer, weil Sie dann Ihre Zahlungsdaten nur einmal hinterlegen, nämlich bei PayPal, und nicht in vielen verschiedenen Shops.

Augen auf beim Schnäppchenkauf

Auch bei Rabattaktionen kann man auf die Nase fallen. Der Endpreis einer Ware muss immer aufgelistet sein, wenn Sie den Kauf abschließen. Ein seriöser Anbieter stellt Ihnen alle Rechnungsdaten auf einem Formular zusammen. Auch Versand- und Zusatzkosten müssen dabeistehen, damit Sie als Kunde wissen, worauf Sie sich einlassen.

Bei Fehlkauf: Vom Widerrufsrecht Gebrauch machen

Sollten Sie mit der gelieferten Ware nicht zufrieden sein, können Sie immer Ihr Widerrufsrecht gültig machen. Bei jedem Internetkauf haben Sie ein Widerrufsrecht. Sie müssen nur die Frist beachten, bis wann Sie den Widerruf erklären müssen. Die Widerrufsfrist ist 14 Tage lang und beginnt an dem Tag, nach dem die Ware geliefert wurde. Der Händler muss Sie aber klar und deutlich beim Kaufprozess über Ihr Widerrufsrecht informieren. Meist geschieht das in der Bestätigungs-Mail nach dem Abschluss des Kaufs. Geschieht dies nicht, so haben Sie sogar ein Jahr und 14 Tage Zeit, gemessen ab dem Tag nach der Lieferung, um Ihr Widerrufsrecht zu erklären. Grundsätzlich können Sie innerhalb des Widerrufsrechts immer ohne Angabe von Gründen vom Kaufvertrag zurücktreten.

Achtung, Fälschung! Nicht jede positive Bewertung ist echt

Gerade weil der Käufer die Ware vorher nicht begutachten kann (außer auf Fotos), sind die Bewertungen anderer Kunden umso wichtiger. Das haben Online-Händler natürlich längst begriffen. Seien Sie deshalb vorsichtig. Es kursieren zum Beispiel auf Amazon viel eingekaufte 5-Sterne-Bewertungen. Sie erkennen gefälschte Bewertungen manchmal am unnatürlichen, exzessiv positiven Tonfall und daran, dass der Produktname oft und jedes Mal vollständig genannt wird. Erst im November 2016 wurden angeblich 500.000 gekaufte Bewertungen von Amazon gelöscht.

Zusatzkosten bei Auslands-Einkauf

Vermeiden Sie auch Überraschungen beim Einkauf, indem Sie darauf achten, von wo Sie Ihr Produkt bestellen. Kommt die Ware aus dem Nicht-EU-Ausland, fallen zusätzliche Kosten für den Zoll sowie für den Transport an.

Gütesiegel geben Sicherheit

TÜV-geprüfte Onlineshops sind mit dem „s@fer shopping“-Symbol gekennzeichnet. Der TÜV SÜD prüft den Shop auf Qualitätsmanagement, IT-Sicherheit, Umweltmanagement und vieles mehr. Bei einem derart zertifizierten Händler können Sie sich darauf verlassen, dass Sie bei Problemen vom Kundenservice beraten werden und dass der Zahlungsvorgang sicher abgewickelt wird.