Pool im Garten: Varianten, Tipps und Kosten – was Sie bei der Auswahl beachten sollten

Spätestens, wenn das Thermometer die 30-Grad-Marke überschreitet, steigt auch der Wunsch nach einem Pool im Garten. Aber ist der Sprung ins eigene kühle Nass nicht viel zu teuer? Welche Kosten ein Pool verursacht, welche Möglichkeiten Sie haben sowie relevante Tipps für die Planung, lesen Sie hier.

Pool im Garten: Vorüberlegungen

Sie möchten Ihrem Nachbarn nicht länger beim Planschen in seinem Schwimmbecken zusehen, sondern selbst in den Genuss eines Pools kommen? Bevor Sie nun Hals über Kopf ein Investment tätigen, das womöglich Ihr Budget sprengt, lohnt ein genauerer Blick auf das Projekt. Stellen Sie sich zu Beginn folgende Fragen:

  • Wie viel Geld steht Ihnen zur Verfügung? Und wie viel können Sie gegebenenfalls für die Instandhaltung des Pools aufbringen?
  • Welches Modell passt zu Ihnen?
  • Haben Sie ausreichend Platz für einen Pool im Garten?
  • Wie viel Zeit und Arbeit können und wollen Sie in das Projekt investieren?
  • Benötigen Sie unter Umständen einen Experten an Ihrer Seite?

Ein Einbaupool, in dem Sie Ihre morgendlichen Bahnen ziehen, ist planungsaufwendiger als ein einfaches Planschbecken für die Kinder. Machen Sie sich bewusst, welche Kriterien Sie bei der Pool-Wahl priorisieren möchten.

Pool-Varianten und Kosten

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die verschiedenen Pool-Modelle. Der direkte Vergleich hilft Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

Die verschiedenen Möglichkeiten und Kosten im Überblick:

  • Aufstellbecken mit Metallrahmen. Dieses Pool-Modell wird schnell zum neuen Garten-Highlight, da es als Fertigbausatz im Fachhandel erhältlich ist. Mithilfe der Bedienungsanleitung können Heimwerker das Set problemlos selber aufbauen. Üblicherweise sind die Becken circa 1,30 Meter tief und haben einen Durchmesser von etwa 3,60 Meter – ausreichend Platz für eine ordentliche Erfrischung also. Achten Sie beim Kauf auf einen stabilen Mantel, am besten aus Stahl. Unter Umständen sind Vorarbeiten notwendig, um für einen idealen Untergrund zu sorgen.Kosten: ab 130 Euro aufwärts. Luxusmodelle sind teilweise für deutlich über 2.000 Euro zu haben.
  • Einbaupool. Im Gegensatz zum Aufstellbecken ist der Einbaupool unterirdisch konstruiert. Wer den Pool im Garten selber bauen möchte, muss schon ein versierter Heimwerker sein. Besser noch ist es, die Arbeit einen Profi erledigen zu lassen. Zum Ausgraben der Erde ist ein Minibagger notwendig. Den gibt es beispielsweise beim Werkzeugverleih im Baumarkt. Außerdem muss der Boden begradigt, Betonbodenplatten müssen gegossen, Bodenschutzvlies ausgelegt und natürlich der Pool selbst samt Filteranlage versenkt beziehungsweise eingebaut werden. Größe und Ausstattung richten sich nach dem Modell. Durchschnittlich sind die Becken etwa 1,40 Meter tief.Kosten: je nach Variante zwischen 500 und 20.000 Euro.
  • Quick-Up-Pool. Mit diesem Modell kommen Sie mit deutlich weniger Aufwand an Ihren Traum vom kleinen Pool im Garten. Das Becken aus Folie macht sich die physikalischen Gesetze des Auftriebs zunutze: Der obere, mit luftgefüllte Beckenring schwimmt auf der Wasseroberfläche, wenn der Pool mit Wasser gefüllt wird. Auf diese Weise wird das Becken Stück für Stück aufgerichtet. Für Wassersportambitionierte ist diese Variante wenig geeignet. Für den Badespaß mit der ganzen Familie reicht das aufblasbare Becken aber allemal. Noch ein Vorteil: Im Herbst ist der Pool ratzfatz wieder abgebaut.Kosten: zwischen 50 und 500 Euro.

Ein Einbaupool im Garten sieht schön aus, ist allerdings auch mit vielen zusätzlichen Kosten verbunden.

Pool für den Garten kaufen: Weitere Tipps

Je nach Modell, Ausstattung und Benutzung kommen weitere Kosten für den Unterhalt des Pools auf Sie zu. Insbesondere die Stromkosten sollten Sie einberechnen, vor allem bei einem Einbaupool. Hier kommen auch Heizkosten auf Sie als Betreiber hinzu. Merke: Je größer das Becken, je wärmer das Wasser und je länger Sie den Pool nutzen wollen, desto höher sind die Kosten für das Badevergnügen.

Messen Sie Ihr Grundstück genau ab, bevor Sie sich auf die Suche nach einem Pool begeben, damit der Platz definitiv ausreicht. Und berücksichtigen Sie den Untergrund. Auch wenn dieser gerade aussieht, kann ein leichtes Gefälle vorliegen, das erst beim Befüllen des Pools auffällt. Eine Wasserwaage schafft Klarheit.

Kaufen Sie außerdem eine schwere Plane, mit der Sie den Pool bedecken, wenn Sie ihn nicht nutzen. Zum einen bleibt das Becken bei schlechtem Wetter sauber, zum anderen machen Sie es auf diese Weise ein gutes Stück kindersicherer.