Stromverbrauch im Blick dank Smart Meter

Wann wird im Haus wie viel Strom verbraucht? Ein Smart Meter zeichnet diese Daten ganz genau auf und ermöglicht es so, Stromfresser zu erkennen und den Energieverbrauch zu optimieren. Lesen Sie hier, wie der kluge Stromzähler funktioniert.

Was bedeutet Smart Metering?

Wissen Sie immer ganz genau über den Energieverbrauch Ihres Haushalts Bescheid? Die wenigsten Stromkunden können diese Frage wohl bejahen. Nur wer genau über seinen Stromverbrauch informiert ist, kann seine Energienutzung auch zielsicher steuern und Stromfresser aus dem Haushalt verbannen. Herkömmliche Drehscheiben-Stromzähler sind für eine genaue Energiebilanz nicht geeignet. Die Lösung heißt Smart Metering.

“Smart Meter” bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie “schlauer Zähler”. Ein Smart Meter leistet tatsächlich einiges. Statt den Energieverbrauch lediglich zu summieren, wie es bei herkömmlichen Drehscheiben-Stromzählern üblich ist, wird beim Smart Metering der Stromverbrauch in Echtzeit ermittelt und in kurzen Intervallen in einem geschützten Bereich auf dem Server des jeweiligen Stromanbieters gespeichert. Der Kunde kann diesen Bereich jederzeit via Internet aufrufen und nach Eingabe eines Passworts seine persönlichen Stromverbrauchsdaten ansehen. Selbstverständlich werden die Daten des intelligenten Zählers zudem verschlüsselt übertragen, sodass der Datenschutz jederzeit gewährleistet ist.

Wie funktioniert ein Smart Meter genau?

Um einen derartigen intelligenten Zähler nutzen zu können, muss der Haushalt über eine DSL-Verbindung verfügen. Über diese Verbindung wird der Stromzähler an das Internet angeschlossen. Der Stromanbieter wiederum muss über sogenannte “Smart Grids” verfügen. Dies sind Netzwerke, die ähnlich wie das Internet strukturiert sind und eine gezielte Steuerung des Stromverbrauchs, der Stromerzeugung und des Netzbetriebs ermöglichen. Für den Stromversorger haben diese Smart Grids den Vorteil, dass die Stromlieferungen an den Kunden rund um die Uhr überwacht werden können.

Der intelligente Zähler kann auch für den Sektor Gas genutzt werden. Seit Beginn des Jahres 2010 existiert sogar eine gesetzliche Verpflichtung, die digitalen Zähler in alle Häuser einzubauen, die neu errichtet oder in denen größere Renovierungen vorgenommen werden. Am besten lassen Sie die intelligenten Zähler direkt von einem Fachmann einbauen. Ihr Strom- oder Gasanbieter hilft Ihnen gerne weiter.

Vorteile des Smart Metering

Die Vorteile des Smart Metering sind enorm, was eine entsprechende Umrüstung auch für ältere Immobilien sinnvoll macht. Mit einem intelligenten Zähler haben Sie den Stromverbrauch Ihres Haushaltes jederzeit im Blick. Sie können stromfressende Geräte ersetzen oder Ihren Stromtarif an den tatsächlichen Verbrauch anpassen. Smart Metering hat auch einen erzieherischen Effekt: Viele Verbraucher passen nach Abruf der Daten ihr Verbrauchsverhalten an. So lassen sie beispielsweise die Waschmaschine nicht mehr zu sogenannten Lastspitzen laufen, zu denen viele Menschen Strom verbrauchen und diesen somit verteuern. Moderne Elektrogeräte lassen sich entsprechend programmieren.

Ein weiterer Vorteil: Das durch Smart Metering ermöglichte effiziente Energiemanagement entlastet Geldbeutel und Umwelt. Darüber hinaus steigt die Sicherheit: Die meisten Smart-Metering-Systeme verfügen über eine Alarmfunktion, die beispielsweise erkennt, wenn der Herd dauerhaft eingeschaltet ist. Wer Smart Metering dann noch mit günstigen Ökostromangeboten oder einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach kombiniert, der ist für die Energiewende auch finanziell optimal gerüstet.