Chlamydien: Inkubationszeit bis zum Ausbruch der Erkrankung

Eine Chlamydien-Infektion wird meist durch ungeschützten Verkehr übertragen. Die Chlamydien-Inkubationszeit, also die Phase zwischen Ansteckung und Ausbruch der Geschlechtskrankheit, dauert teils mehrere Wochen.

Chlamydien: Übertragung der Erreger

Streng genommen gibt es mehrere unterschiedliche Erreger, die als Chlamydien bezeichnet werden. Sie lösen verschiedene Erkrankungen aus und haben teilweise eine unterschiedlich lange Inkubationszeit. Meistens sind jedoch die Erreger “Chlamydia trachomatis (Serotyp D-K)” gemeint, wenn von Chlamydien die Rede ist – sie befallen die Harnwege und Geschlechtsorgane.

Die Übertragung der Bakterien erfolgt durch ungeschützten Geschlechtsverkehr – sowohl Vaginal- als auch Anal- und Oralverkehr – sowie über Schmierinfektionen, etwa durch gemeinsam genutztes, verunreinigtes Sexspielzeug. Darüber hinaus kann eine infizierte Mutter ihr Kind bei der Geburt anstecken.

Dauer der Chlamydien-Inkubationszeit

Nach der Ansteckung mit Chlamydien dauert es ungefähr eine bis drei Wochen, bis die Geschlechtskrankheit ausbricht. Die Chlamydien-Inkubationszeit für die anderen Erregerarten beträgt vier bis sechs Wochen. Ob Betroffene während der Inkubationszeit schon ansteckend sind oder nicht, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Chlamydien-Infektionen zeigen nicht immer Symptome und werden oft erst spät erkannt – die Forschungslage zur Ansteckungsfähigkeit mit den Bakterien ist daher noch zu dünn.

Mögliche Anfangssymptome einer Chlamydien-Infektion

Bei 80 Prozent der Frauen verläuft eine Chlamydien-Infektion auch nach der Inkubationszeit symptomlos. Bei anderen kann es zu blutig-eitrigem Vaginalausfluss kommen sowie zu Blutungsstörungen wie Schmierblutungen. Erst später kommen Symptome, die denen einer Grippe ähneln, hinzu: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Schwäche. Bei Männern kommt es meist schon kurz nach Ausbruch der Infektion zu einer Harnröhrenentzündung. Sollten nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr irgendwelche Auffälligkeiten beim Wasserlassen oder – bei Frauen – bezüglich ihrer Blutungen aufkommen, empfiehlt sich vorsichtshalber ein Arztbesuch, um die Symptome abklären zu lassen.