Dramen im Doppelbett: 5 Dinge, die Paarschlaf zur Hölle machen

Das gemeinsame Bett mit dem Partner: Hort der trauten Zweisamkeit, Schauplatz erotischer Stelldicheins? Von wegen! Die Hölle, das ist das Doppelbett. Warum die Nachtruhe so oft zum Nahkampf ausartet, lesen Sie hier:

1. Matratzen-Tetris

In vielen Betten herrscht Stellungskrieg. Nur leider nicht in Form gemeinsamer Kamasutra-Experimente. Stattdessen prallen inkompatible Schlafpositionen aufeinander. Der eine liegt am liebsten auf dem Rücken, streckt alle Gliedmaßen seesternförmig von sich und nimmt die maximale Bettfläche ein. Der andere quetscht sich derweil seitlich irgendwie daneben, klemmt sich ein Kissen unter den Arm und winkelt das Knie so an, dass es sich möglichst spitz in seine Rippen bohrt.

  • Das Ergebnis? Blaue Flecken und dunkle Augenringe für beide.
  • Die Lösung? Ein Kingsize-Bett von mindestens zwei Meter Breite!

2. Akkordarbeit im Sägewerk

Hat der WWF schon einmal ausgerechnet, wie viele Quadratkilometer Wald jede Nacht in Form von Schnarchgeräuschen aus bundesdeutsche Betten abgeholzt werden? Da können wir noch so viel Krombacher trinken, der Regenwald wird so wohl nicht mehr gerettet. Und das Gemeinste: Die selig schnarchende Person merkt nicht einmal, welche Qualen ihr Partner erleidet, wenn im nächtlichen Sägewerk wieder die Maschinen angeworfen werden.

  • Das Ergebnis: Ehekrach und Tinnitus.
  • Die Lösung: Ohrenstöpsel. Oder technischer Beistand in Form von Nasenpflaster, Tennisbällen im Pyjama oder einer Schnarch-OP.

3. Das eiskalte Füßchen

Man hat sich gerade so schön unter die warme Decke gekuschelt und will es sich richtig gemütlich machen. Und dann kommt der Partner dazu – aber unterhalb seiner Waden herrscht Eiszeit! Und all die beklagenswerten Zeitgenossen, die mit einer regen Durchblutung gesegnet sind, wissen, was jetzt folgt: Die arktisch temperierten Gliedmaßen wollen aufgewärmt werden – an den eigenen warmen Füßen – aaaaarrrrrggggh!

  • Das Ergebnis: Lautes Kreischen und traumatisierte Nachbarn.
  • Die Lösung: Warme Wollsocken.

4. Kuscheldecken-Krieg

Manche Menschen werden im Verlauf der Nacht gar zu Verbrechern: Da legt man sich ins Bett, jeder wickelt sich in seine Decke und beide gleiten sanft ins Traumland. Und weit nach Mitternacht wacht einer plötzlich bibbernd auf. Schon wieder ist der Partner zum Deckendieb mutiert und schlummert jetzt selig in eine doppelte Schicht warmer Daunen gehüllt vor sich hin! Und am nächsten Morgen will er von nichts wissen: “Ein Decken-Ninja? Ich doch nicht!”

  • Das Ergebnis: Erkältungsgefahr an allen Enden.
  • Die Lösung: Neben dem Bett eine Ersatzdecke bunkern. Oder einen Schlafsack.

5. Leseratten vs. Licht-aus-Fanatiker

Der eine legt sich ins Bett und knipst sofort das Licht aus, der andere möchte vor dem Einschlafen noch “Krieg und Frieden” zu Ende lesen – oder noch schlimmer: ausgiebig netflixen! Manchmal unterscheiden sich die Einschlafrituale wie Tag und Nacht, Tolstoi und Dan Brown, Walter White und Daenerys Targaryen.

  • Das Ergebnis: Kalter Serienentzug und klaffende Bildungslücken,
  • Die Lösung: Unterschiedliche Zubettgehzeiten. Oder Schlafbrille, Kopfhörer und Mini-Leselämpchen.