Gesunde Frühstücksalternativen

Das Frühstück ist die erste und leider oft ungesündeste Mahlzeit des Tages. Süß zu frühstücken ist immer noch sehr beliebt und so landen auf dem morgendlichen Frühstückstisch oft Lebensmittel mit einer hohen glykämischen Last, wie z.B. helle Brötchen mit Nuss-Nougat-Creme, Marmeladentoast, Kuchen, Kekse, gezuckerte Müslis und so weiter.

Diese Lebensmittel treiben Ihren Blutzuckerspiegel in die Höhe. Sobald er abfällt, kehrt das Hungergefühl sehr schnell zurück. Das führt dann dazu, dass nicht wenige zu einem zweiten Frühstück am Arbeitsplatz greifen. Andernfalls führt die Unterzuckerung unter anderem zu Konzentrationsstörungen und einer Dauermüdigkeit. Auch ich konnte diese Symptome vor meiner Ernährungsumstellung immer wieder beobachten.

Da ich ein absoluter Morgenmuffel bin, bleibt mir unter der Woche keine Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Und so machte ich mich auf die Suche nach gesunden, leckeren Rezepten, die schnell zubereitet sind.

Bei diesen fünf Frühstücksalternativen können Marmeladenbrote ganz schnell einpacken:

Porridge – die Oat Cuisine für kalte Wintermorgen

In der kalten Jahreszeit greife ich am liebsten zu Porridge. Der aus Schottland stammende Haferbrei erlebte in den letzten Jahren ein regelrechtes Revival in der Foodie-Szene und das völlig zu recht. Durch die enthaltenen Hafer- oder Dinkelflocken enthält er viele wichtige Ballaststoffe, die Ihrem Körper einen gesunden Start in den Tag ermöglichen. Des Weiteren versorgt er Sie mit Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen. Porridge wird klassisch in Milch (ich empfehle euch Pflanzenmilch) aufgekocht. Ich verfeinere meinen Brei am liebsten mit Zimt, der den Insulinspiegel positiv beeinflusst. Ansonsten sind Ihrer Kreativität hinsichtlich der Toppings keine Grenzen gesetzt. Mit ein paar Früchten garniert, haben Sie so innerhalb von 5 Minuten ein gesundes und leckeres Frühstück gezaubert, das Sie von Innen wärmt und lange satt hält.

Für diejenigen unter Ihnen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, gibt es alternativ Mischungen aus Buchweizen und Braunhirse.Vorsicht bei Fertigmischungen im Supermarkt, hier lohnt sich der Blick auf die Inhaltsstoffe, da viele Produkte mit einer ordentlichen Ladung Zucker versetzt sind.

Acai Bowl – holen Sie sich den Sommer nach Hause

(Bild: Simon Hecht)

Die Acai Beere hat ihren großen Durchbruch der US-Talkerin Oprah Winfrey zu verdanken. Diese lobte sie als wahres Wunderelixier für eine tolle Figur und ewige Jugend und schon rissen sich alle um die dunkelblaue Beere aus Brasilien. Auch ich lernte die Beere auf einer Messe kennen und war von ihrem Geschmack begeistert. In Südamerika ist Acai, ähnlich wie unsere heimische Heidelbeere, ein gewöhnliches Nahrungsmittel, das überall erhältlich ist. Acai wird nach der Ernte entkernt, püriert und muss anschließend schnell weiterverarbeitet oder verkauft werden. Nach 2-3 Tagen ist das Püree nicht mehr essbar. Aus diesem Grund ist sie bei uns häufig in Pulverform erhältlich. Aber lässt uns dieses Wundermittel tatsächlich zur nächsten Adriana Lima werden?

Laut meiner Recherche leider nicht. Acai fängt genau, wie alle farbintensiven Obst und Gemüsesorten freie Radikale im Körper ab, dies schützt uns vor schweren entzündlichen Erkrankungen und kann auch helfen den Alterungsprozess unseres Körpers zu verlangsamen. Damit kann sie aber nicht mehr und nicht weniger als unsere heimische Heidelbeere. Für die Acai-Bowl spricht jedoch ihre kurze Vorbereitungszeit (ca. 5 Minuten) und ihr göttlicher Geschmack. Durch verschiedene Toppings können Sie Ihrem Frühstück immer einen neuen Touch verleihen, so wird es nie langweilig. Auf Grund ihres exotischen Geschmacks lässt sie uns mit jeder Menge gute Laune in den Tag starten. Hier geht’s zum Rezept.

Raw Cacao Shake – ein rohvegane Alternative

Dieses Rezept ist für all diejenigen etwas, die sich ihre Mahlzeit mit auf den Weg zur Arbeit nehmen wollen. Cremig, voller Superfoods und super sättigend.

Der Vorteil bei diesem Shake ist, dass man zwischen trink- und löffelfertig variieren kann, je nachdem worauf Sie gerade Lust haben. Hier geht’s zum Rezept.

Granola – selbstgemachtes Knuspermüsli

Ich liebe die Knuspermüslis aus meiner Kindheit, leider handelt es sich dabei oft um wahre Zuckerbomben. Deshalb müssen Sie aber nicht auf Ihr Granola verzichten. Indem Sie es einfach selber zubereiten, können Sie ganz einfach auf viele industrielle Füllstoffe verzichten. Außerdem können Sie hierbei die Zusammensetzung je nach Gusto immer wieder anpassen. Hier finden Sie eins meiner Lieblingsrezepte. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass Ihre Wohnung, während des Backvorgangs wunderbar duftet.

Ich backe mir immer direkt einen Wochenvorrat, den ich mit Kokosyoghurt und frischem Obst genieße.Selbstgemachtes Granola ist übrigens auch eine tolle Geschenkidee, die immer wieder gut ankommt.

Süßkartoffeltoast – krosser, glutenfreier Brotersatz

Ein Hoch auf die Kreativität der Foodblogger-Szene. Dank der Bloggerin Kelsey wurde der Süßkartoffeltoast bekannt. Die geniale Idee entstand mal wieder aus der Not heraus, denn Kelsey fehlt der Toast für ihr geliebtes Avocadobrot. Und so kam sie auf die Idee dünngeschnittene Süßkartoffeln ca. 10 min. zu toasten und anschließend zu belegen. Damit löste sie einen regelrechten Hype aus. Inzwischen gibt es zahlreiche Kreationen für süße, aber auch herzhafte Varianten.

Meine Frühstücksfavoriten:

Süße Variante mit Mandel-Tonka-Creme, Zimt und Bananenscheiben & Heidelbeeren

Herzhafte Variante mit Avocado-Scheiben, geräuchertem Lachs, Ei, Salz & Pfeffer

Süßkartoffel-Toast ist nicht nur reicher an Nährstoffen als „normales" Toast, sondern zudem kalorienärmer und auch glutenfrei und somit auch für Menschen mit Zöliakie geeignet. So lässt sich das frühe Aufstehen wenigstens etwas erträglicher gestalten.

Corinna Slawitschka

Corinnna Slawitschka befasst sich seit mehreren Jahren intensiv mit diversen Ernährungslehren, Mikronährstoffen und der Bedeutung von seelischer Gesundheit. Basierend auf diesen Erkenntnissen hat sie den idealen Lifestyle für den modernen, gestressten Menschen entwickelt, den sie selbst seit Jahren erfolgreich umsetzt. Gemeinsam mit Julia Krake gründete sie Ende 2014 die Rethinker Community, um dieses Wissen zu teilen und zu erweitern.

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