Depression mit App behandeln: Diese Möglichkeiten gibt es

Bei einer Depression kann eine App Betroffenen helfen, besser mit ihrer psychischen Erkrankung umzugehen. Dabei gibt es unterschiedliche Apps, die bei verschiedenen Ausprägungen und Schweregraden des seelischen Leidens unterstützend wirken können. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

App hilft, Depression zu erkennen

Sie fühlen sich in letzter Zeit häufiger niedergeschlagen, ohne zu wissen warum? Oder leiden Sie vermehrt an Antriebslosigkeit, verlieren Ihr Interesse an Hobbys oder sozialen Kontakten? Das kann eine vorübergehende Phase sein, aber möglicherweise auch der Beginn einer Depression.

Um das genauer zu bestimmen, gibt es beispielsweise eine Depressions-App, die den Nutzern Fragen zu ihrem Wohlbefinden stellt und die Antworten über einen bestimmten Zeitraum sammelt. Anhand der Ergebnisse wird der psychische Zustand eingeschätzt und es besteht die Möglichkeit, mit einem Psychologen zu telefonieren oder mithilfe der App einen Therapeuten in der Nähe zu finden. Das kann sinnvoll sein für Menschen, die Hemmungen haben, sich psychologische Hilfe zu suchen.

Hilfreiche Apps – nicht nur bei Depressionen

Andere Apps unterstützen Patienten, die bereits in Behandlung sind, im Alltag. Mithilfe eines Stimmungsprotokolls und eines Tagebuchs können Betroffene zum Beispiel ermitteln, welche Aktivitäten ihnen guttun und was ihnen eher schadet. Schließlich gibt es auch Apps, die an Medikamente erinnern, Gesundheitsdaten speichern und somit für chronisch Kranke allgemein sinnvoll sind und nicht nur für Depressionskranke.

Passende App bei Depression finden

Eine im Kampf gegen Depressionen unterstützende App zu finden, ist nicht schwierig – eine Suchanfrage im entsprechenden App-Store genügt bereits, um verschiedene Angebote zu bekommen. Einige Apps sind kostenlos, andere gebührenpflichtig. Bei der Frage, welche die richtige für Sie ist, sollten Sie aufmerksam sein. Um Abzocke und unseriöse Anbieter zu vermeiden, achten Sie am besten auf die folgenden Kriterien, die eine seriöse App im Bereich Depressionen kennzeichnen:

  • Ist das Impressum schnell zu finden?
  • Sind Finanzierungsquellen und Werbepolitik verständlich und klar?
  • Sind die Datenschutzrichtlinien in Ordnung?
  • Sind die App-Autoren kompetent im Bereich Depressionen?
  • Werden Datenquellen angegeben und sind diese seriös und aktuell?
  • Gibt es einen Ansprechpartner für Fragen zur App?

Wenn Sie diese Fragen mit “Ja” beantworten können, sind Sie auf der sicheren Seite. Sind Sie bereits in Behandlung, kann Ihnen Ihr Therapeut außerdem mit Rat und Tat beistehen und sich die App Ihrer Wahl einmal anschauen – oder Ihnen eine empfehlen.

Wichtig ist in jedem Fall, sich bei einer Depression ärztlich behandeln zu lassen. Die App kann die Therapie unterstützen oder vorbereiten, aber nicht ersetzen.