Die 4 wichtigsten Akupunkturpunkte am Kopf

Wo immer sich nach der Traditionellen Chinesischen Medizin Energiebahnen kreuzen, können Nadelstiche medizinisch wirken. So finden sich Akupunkturpunkte am Kopf genauso wie am Körper oder an Füßen und Beinen. Was die Nadeln an den Kopf-Meridianen bewirken sollen, erfahren Sie hier.

1. Der wichtigste aller Akupunkturpunkte am Kopf: Baihue

Der Baihue gilt als der wichtigste aller Akupunkturpunkte am Kopf, da bei ihm alle Leitbahnen zusammentreffen. Der Punkt befindet sich in der Mitte des Schädels, auf einer gedachten Verbindungslinie zwischen den höchsten Punkten der Ohrmuschel. Er ist der zwanzigste Punkt des Lenkergefäßes (abgekürzt LG20), das nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) das Yang stärken soll. Ihn zu stimulieren hilft bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen sowie bei Gedächtnisschwäche. Auch bei Schnupfen, innerer Unruhe, Tinnitus und Schwindelgefühlen wird er akupunktiert.

2. Jingming

Hier kreuzen sich die Energiebahnen von Blase, Dünndarm und Magen. Laut der TCM kann eine Akupunktur des Jingming “Winde vertreiben, Augen klären, Wind zerstreuen, Hitze kühlen, Netzbahnen freimachen, Sicht klären”. Der Jingming-Punkt (oder auch Punkt B1) befindet sich an der Nasenwurzel, direkt in der Delle neben dem der Nase zugewandten Augenwinkel.

3. Quanjiao (oder Quanliao)

Der Quanjiao liegt in Höhe des Nasenunterrandes, senkrecht unter dem äußeren Augenrand unter dem Jochbein. Er ist der 18. Punkt auf dem sogenannten Dünndarm-Meridian und trägt deshalb die Bezeichnung Dü18. Der Quanjiao ist laut TCM geeignet bei Hautproblemen aller Art im Gesicht wie zum Beispiel Akne.

4. Tinggong

Dieser Punkt liegt auf dem gleichen Meridian wie der Quanjiao, trägt entsprechend die Nummer Dü19 und wird häufig bei Ohrensausen verwendet (Tinggong ist der “Palast des Gehörs”) sowie bei Gehörstörungen aller Art. Er liegt direkt mittig vor dem Eingang ins Ohr in Höhe des Jochbeins.