Welche Rechte und Pflichten kommen auf dich in der Ausbildung zu?

Was darf ich als Auszubildender tun bzw. nicht tun, und welche Rechte habe ich eigentlich? Die Antworten zu diesen Fragen findest du in den einschlägigen Gesetzen, die da wären: das Berufsbildungsgesetz BBiG, die Handwerksordnung, das Jugendarbeitsschutzgesetz und die Ausbilder- und Eignungsverordnung. Damit du nicht alles nachschlagen musst, habe ich dir das wichtigste zusammengefasst:

Pflichten eines Azubis

Die Hauptpflicht eines jeden Auszubildenden ist die Lernpflicht. Das heißt, dass du dich während deiner Ausbildung bemühen und Fleiß zeigen sollst. Unter der Sorgfaltspflicht versteht man zum einen das gründliche Durchführen von Aufgaben, aber auch das regelmäßige Führen schriftlicher Ausbildungsnachweise, die überwiegend alle Ausbildungsordnungen vorschreiben. Den Berufsschulunterricht musst du regelmäßig besuchen. Du bist zudem dazu verpflichtet, den Weisungen zu Folgen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass du die Betriebsordnung einhältst. Das kann z.B. ein Rauchverbot sein, aber auch das Tragen von Schutzkleidung. Genauso ist es wichtig, dass du die Werkzeuge, Maschinen und sonstigen Einrichtungen pfleglich behandelst. Das gilt auch für Werkzeuge und Werkstoffe, die du kostenlos für die Zwischen- und Abschlussprüfung zur Verfügung gestellt bekommst. Bei Krankheit musst du Deinen Betrieb und deine Berufsschule unverzüglich von deiner Krankmeldung informieren und ab dem dritten Tag eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Als Auszubildender bist du dazu verpflichtet, Stillschweigen über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse zu bewahren.

Rechte eines Azubis

Als Auszubildender hast du das Recht auf eine Vergütung, die auch für die Zeit in der Berufsschule gilt. Die Ausbildungsmittel müssen dir kostenlos zur Verfügung gestellt werden, also vor allem Werkzeuge und Werkstoffe, eventuell Sicherheitsausrüstung. Dies gilt auch für Zwischen- und Abschlussprüfungen. Außerdem muss der Betrieb dich für die Berufsschule freistellen.

Das gilt auch für schulische Aktivitäten außerhalb der Unterrichtszeit wie z.B. Betriebsbesichtigungen. Die dir erteilten Aufgaben müssen immer ausbildungsrelevant sein. Ausbildungsfremde Aufgaben musst du nicht ausführen. Du hast das Recht, Aufgaben wie z.B. Ersatzarbeit für einen fehlenden Mitarbeiter abzulehnen. Wenn du die Ausbildung beenden möchtest oder du dich für einen anderen Beruf entschieden hast, kann das Ausbildungsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen gekündigt werden. Du hast darüber hinaus am Ende Deiner Ausbildung Anspruch auf ein Zeugnis.

Profilbild von Adelina Mvuama
Adelina Mvuama

Mein Name ist Adelina Mvuama und ich habe im September 2015 meine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation bei der BFB BestMedia4Berlin GmbH begonnen. Mein Abitur habe ich im Jahr 2013 erfolgreich absolviert. Anschließend entschied ich mich für ein BWL-Studium.

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