Branchenranking 2017: Wie sich die Branche auf das Gehalt auswirkt

Euer Gehalt setzt sich aus verschiedenen Parametern zusammen. Dazu zählt neben beispielsweise dem Standort und der Berufserfahrung auch die Branche. Wie sehr sich aber die Branche wirklich auf euer Einkommen auswirkt, haben wir in einer aktuellen Auswertung ermittelt. Hierfür haben wir alle Faktoren ausgeklammert und können ein bereinigtes Branchenranking angeben.

Die prozentualen Angaben zeigen, in welchen Branchen vergleichsweise mehr beziehungsweise weniger gezahlt wird. Wir haben ausschließlich durchschnittliche Bruttojahresgehälter analysiert.

Top-Branchen: Hier gibt es die höchsten Gehälter

Der Wirtschaftszweig Maschinenbau geht als Gewinner aus unserem Branchenranking. Im Vergleich zum Durchschnitt aller Branchen liegt das Gehalt hier um rund 25 Prozent darüber. Es folgen Investitionsgüter (23,87 Prozent). Auch die Medizintechnik (23,26 Prozent), Unternehmen aus der Branche Software (23,12 Prozent) sowie der Anlagenbau (22,75 Prozent) und die Pharmazie (22,54 Prozent) zählen zu den besser bezahlenden Branchen.

Die hohen Gehälter in diesen Branchen lassen sich vor allem mit dem hohen Kapital in diesen Unternehmen erklären. Gewinnbringende und lukrative Wirtschaftszweige haben in der Regel auch ein sehr hohes Personalbudget.

Eine Übersicht über die Top-Branchen bietet die nachfolgende Tabelle:

Flop-Branchen: Branchen mit niedriger Lohnstruktur

Neben den Branchen, die einen positiven Einfluss auf das monatliche Einkommen von Beschäftigten haben, muss es auch das passende Gegenstück dazu geben: Wirtschaftszweige, die einen Negativ-Einfluss aufweisen.

Den größten negativen Einfluss hat die Call Center Branche. Beschäftigte verdienen hier im Vergleich bis zu 35,8 Prozent weniger. Diese Branche führt damit unser Flop-Ranking an. Auf den weiteren Plätzen folgen Zeitarbeitsfirmen (-22,91 Prozent), Krankenhäuser (-17,63 Prozent) sowie Dienstleistungen (-16,05 Prozent).

Eine Übersicht über die Flop-Branchen bietet die nachfolgende Tabelle:

Was heißt das jetzt?

Die Differenz zwischen der bestbezahlten und der schlechtbezahlten Branche beträgt insgesamt fast 61 Prozent. Das heißt, ein Buchhalter, der in der Maschinenbaubranche arbeitet, kann mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von rund 56.000 Euro rechnen. Der Kollege, der den gleichen Job in einem Call Center macht, erhält dagegen nur knapp 35.000 Euro im Jahr. Ein Branchenwechsel kann sich also durchaus lohnen.

Dennoch solltet ihr die Branche nicht als einziges Kriterium bei der Job- und Branchenwahl heranziehen. Persönliches Interesse am Themenfeld ist immer noch wichtiger als der finanzielle Aspekt.

Zur Methodik:

Die Auswertung haben unsere Vergütungsanalysten von Compensation Partner durchgeführt. Hierfür wurden 148.000 Gehaltsdaten von 17 branchenübergreifenden Berufsgruppen aus den letzten 12 Monaten untersucht. Die Voraussetzung für die Analyse war, dass jeder Beruf in allen Branchen vorhanden sein muss. Dazu gehören beispielsweise Personalleiter, aber auch Netzwerkadministratoren.

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Berit Kreyenborg

Ich heiße Berit Kreyenborg und arbeite als Junior PR Managerin bei PersonalMarkt in Hamburg. Dort sorge ich in der Abteilung „PR und Kommunikation“ dafür, dass unsere Produkte Gehalt.de und Compensation Partner mit aktuellen Studien zu Gehalts- und Karrierethemen die Online- und Offline-Medien erreichen. Ich bin außerdem für die interne Kommunikation im Unternehmen zuständig.

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