Zum Jahreswechsel: Das ändert sich 2018
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Zum Jahreswechsel: Das ändert sich 2018

Der Jahreswechsel 2017/18 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen mit sich. Gleich mehrere Verbesserungen gibt es im Bereich Löhne, Steuern und Finanzen. Davon dürfte fast jeder profitieren.

Ein Überblick der wichtigsten Gesetzesänderungen, die ab Januar 2018 in Kraft treten:

Änderungen 2018: Steuererklärung & Steuern

Für die Abgabe der Steuererklärung gewährt der Fiskus ab dem Veranlagungsjahr 2018 mehr Zeit. Die Frist verlängert sich dann auf Ende Juli des Folgejahres. Die Steuererklärung für 2017 muss letztmalig bis Ende Mai 2018 eingereicht werden.

Das Procedere wird bereits mit der Steuerklärung 2018 erleichtert, da künftig das Einreichen von Belegen entfällt. Die entsprechenden Nachweise müssen allerdings aufbewahrt werden. Noch bis zu einem Jahr nach der Bekanntgabe des Steuerbescheids sind die Quittungen dem Finanzamt auf Verlangen vorzulegen.

Auch mit einer realen Steuerersparnis darf 2018 gerechnet werden. So erhöht sich bei der Einkommenssteuer der Grundfreibetrag für Ledige von 8.820 auf 9.000 Euro, für Paare beträgt er dann 18.000 Euro. Familien profitieren zusätzlich durch das Anheben des Kinderfreibetrags. Er steigt um 72 Euro auf 7.428 Euro.

Und noch eine Ersparnis betrifft Familien: Das Kindergeld wird um zwei Euro pro Monat erhöht. Damit werden künftig für das erste und zweite Kind monatlich je 194 Euro gezahlt, für das dritte Kind gibt es 200 Euro, für jedes weitere 225 Euro. Außerdem wurde die „Düsseldorfer Tabelle“ angepasst, wodurch sich einige Euro mehr an Unterhalt für Trennungskinder ergeben.

Hinweis: Anträge auf Kindergeld können ab 2018 rückwirkend nur noch für sechs Monate gestellt werden.

Riester-Rente: Staatliche Zuschüsse

Riester-Sparen lohnt sich künftig etwas mehr. Die jährliche Zulage steigt ab 2018 von 154 auf 175 Euro. Dafür müssen jedoch mindestens vier Prozent der eigenen Einkünfte in den Riester-Vertrag eingezahlt werden. Das Maximum liegt bei 2.100 Euro im Jahr.

Auch bei den Auszahlungsmodalitäten gibt es Änderungen. Während bisher Kleinbetragsrenten im ersten Jahr der Rentenauszahlung als Einmalbetrag zur Ausschüttung kamen und voll versteuert werden mussten, kann nun eine ermäßigte Besteuerung in Anspruch genommen werden.

Für neue Riester-Produkte ist im Falle einer Einmalzahlung ab sofort ein Wahlrecht des Sparers vorgeschrieben: Die Ausschüttung kann wie bisher direkt zu Beginn der Auszahlungsphase erfolgen, aber auch auf das Folgejahr verschoben werden, was meist Steuern spart. 

Löhne

Der Mindestlohn für Pflegekräfte erhöht sich 2018 auf 10,05 Euro in den neuen Bundesländern (bisher: 9,50 Euro). In den alten Bundesländern und Berlin beträgt er nun 10,55 Euro (bisher: 10,20 Euro). Im Elektrohandwerk gilt künftig gleicher Mindestlohn für alle. Hier sind 10,95 Euro verpflichtend.

Für Unternehmer interessant ist die verbesserte Möglichkeit zur Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter. Ab 2018 sind Sofortabschreibungen bis 800 Euro möglich. Die bisherige Höchstgrenze betrug 410 Euro.

Ebenfalls ab Januar 2018, ab dem 06.01., gilt der neue Auskunftsanspruch über Lohnzahlungen für gleichartige Tätigkeiten. Dadurch werden Arbeitgeber verpflichtet, bei Nachfragen von Arbeitnehmern entsprechend Auskunft zu geben. Hintergrund ist der Wille, das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern weiter zu minimieren. Allerdings betrifft die Regelung zunächst nur Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern.  

Das ändert sich 2018 für Krankenversicherungen

Wer als Selbständiger freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist und unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, zahlt künftig Beiträge nach seinem tatsächlichen Einkommen. Die Höhe ergibt aus dem Einkommenssteuerbescheid. Zunächst werden die Beiträge auf Basis der erwarteten Einkünfte nur vorläufig gezahlt. Später kann es dann zu Erstattungen oder Nachzahlungen kommen.

Finanzgeschäfte

Bei einem Missbrauch von Geldkarten, Kreditkarten und Bankkarten sinkt das Haftungsrisiko für den Kunden ab dem 13. Januar von 150 auf 50 Euro. Ausnahme: Bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz gilt nach wie vor eine unbeschränkte Haftung.

Zustimmungspflichtig wird ab 2018 die gängige Praxis von Autovermietungen oder Hotels, einen bestimmten Betrag auf der Kreditkarte des Kunden zu blockieren. Künftig muss der Kunde den Vorgang autorisieren, bevor die Bank die entsprechende Rückstellung bilden kann.

Autofahrer

Strengere Regelungen gelten ab 2018 für neue Winterreifen. So wird das M+S-Symbol durch das sogenannte Alpine-Symbol (Schneeflocke) ersetzt, für das strengere Vorschriften gelten. Bereits vorhandene Winterreifen (M+S) dürfen aber noch bis Oktober 2024 gefahren werden. 

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