Wieso sich E-Autos nach wie vor schleppend verkaufen, und wie sich das in Zukunft ändern kann
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Wieso sich E-Autos nach wie vor schleppend verkaufen, und wie sich das in Zukunft ändern kann

Auch wenn sich die Neuanmeldungen von Elektroautos von 2014 auf 2015 um 45 Prozent erhöht haben, sind bisher nur circa 12.300 E-Autos auf deutschen Straßen unterwegs. Das ist ein Marktanteil von gerade mal 0,3 Prozent. Die von der Bundesregierung angepeilten eine Million E-Autos bis 2020 sind so wahrlich nicht erreichbar. Trotzdem einwickelt sich die Branche immer weiter. Wieso das Elektromobilitätszeitalter in naher Zukunft nun wirklich beginnen könnte, erklärt dieser Artikel.

Elektroautos werden in Zukunft günstiger werden

E-Autos sind in erster Linie aufgrund der hohen Batteriekosten teuer. Besonders die rohstoffintensiven Zellen schlagen hier zu Buche. Analysten gehen nun aber davon aus, dass der Preis von 300 kWh ab 2017 auf 180 Euro sinkt. Möglich ist dies durch neue Produktionsstätten für Batterien und damit einhergehend höhere Stückzahlen.

Des Weiteren wird im Moment daran gearbeitet, alte Batterien, welche für E-Autos zu schwach geworden sind, an andere Stelle wiederzuverwenden. Auch dies führt zu deutlich günstigeren Anschaffungspreisen.

Zudem werden bis 2020 die Angebote in jeglichen Klassen stark ausgebaut und viele neue Modelle hinzukommen.

Immer sicher und mobil bleiben

Die Reichweite der E-Autos wird deutlich steigen

Bisher sind die meisten E-Autos lediglich für kurze Stecken brauchbar. Urlaubsreisen beispielsweise schaffen die Batterien bisher nicht. Dies soll sich 2020 deutlich ändern! Durch technische Verbesserungen und den Einsatz neuer Technologien soll die Energiedichte, welche die Reichweite bestimmt, von bisher 85 Wattstunden je Kilogramm auf 400 Wh/kg erhöhen.

Die Infrastruktur von Ladestellen wird endlich aufgebaut

Während die Bundesregierung lange Zeit davon ausging, dass E-Autos meist zu Hause oder am Arbeitsplatz aufgeladen werden, beginnt nun ein Umdenken: Bis Ende 2017 sollen rund 400 Säulen an strategisch logischen Punkten (zum Beispiel Autobahnraststätten) installiert werden. Mit diesen neuen Ladestationen wird es möglich sein, eine 100-km-Reichweite innerhalb weniger Minuten zu laden.

Zusätzlich werden im Moment Ladeplatten zur Induktivladung in der heimischen Garage getestet. Mit diesen wird das lästige Einstöpseln überflüssig und die Aufladung um ein Vielfaches komfortabler. Angebote in diesem Bereich werden ab 2020 erwartet.

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