Wenn Internetnutzer spenden: 3 Crowdfunding-Projekte
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Wenn Internetnutzer spenden: 3 Crowdfunding-Projekte

Eine 360-Grad-Kamera, eine neue Zeichentrickserie und eine Universität für Flüchtlinge – diese Projekte könnten demnächst so richtig durchstarten. Sie haben mithilfe von Crowdfunding Geld gesammelt: Internetnutzer konnten online für die Unternehmer aus Deutschland spenden.

Eine Kamera für jeden Winkel

Alpenpanorama, Fußballstadion, Geburtstagfeier – die Kamera Panono lichtet jeden Winkel ab. Ihre Kugelform erfüllt dabei nicht nur Designansprüche, sondern hat auch eine Funktion. 36 einzelne Kameralinsen richten sich nach außen und schießen 360-Grad-Bilder. Diese werden daraufhin in einer eigenen Panono-Cloud gespeichert, die man wiederum mit einer eigenen App downloaden, teilen und bearbeiten kann. Ausgedacht haben sich das Konzept drei Berliner. Sie sammelten fast 920.000 Euro auf dem Crowdfunding-Portal Indiegogo. Die Kamera gibt es mittlerweile online zu bestellen. Irgendwann soll sie einmal um die 600 Euro kosten, derzeit muss man noch knapp das Vierfache bezahlen.

Comicportal wird zur Zeichentrickserie

Die Internetseite „Nichtlustig.de“ hat seit ihrem Start viele Fans sammeln können. Dahinter steht Joscha Sauer aus Frankfurt am Main, der seit 15 Jahren Cartoons zeichnet. Mittlerweile gibt es Nichtlustig auf Facebook, als Kartenspiel oder in Comicbüchern. Der Macher möchte nun eine Zeichentrickserie gestalten und bat auf dem Portal Kickstarter um Unterstützung. Dort kamen 386.422 Euro zusammen. Die erste Folge gibt es schon im Internet. Allerdings haben bislang nur Unterstützer darauf Zugriff.

Eine Universität für Flüchtlinge

Die „Kiron University“ ist ein soziales Startup-Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin. Es soll Flüchtlingen dabei helfen, ein Studium zu beginnen – auch wenn ihr Aufenthaltsstatus noch ungeklärt ist. Weil Zeugnisse nicht anerkannt werden oder ganz fehlen, sehen sich Flüchtlinge bei der Aus- oder Weiterbildung häufig mit Problemen konfrontiert. Per Kooperation mit Hochschulen will das Start-up solche Hürden abbauen. Das Studium beginnt mit Onlinekursen und wird an ausgewählten Partneruniversitäten abgeschlossen. Über Crowdfunding auf dem Portal Startnext sammelten die sozial Engagierten mehr als 500.000 Euro ein. Rund 1.500 Flüchtlinge betreut die Kiron University mittlerweile. Weitere Zweige in Frankreich oder Jordanien sind im Aufbau. Auch die Bundesregierung unterstützt das Projekt.

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