Unerlaubte Spritztour: Acht Jahre Haft für brasilianischen Richter
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Unerlaubte Spritztour: Acht Jahre Haft für brasilianischen Richter

Der Bundesgerichtshof in Rio de Janeiro hat einen Richter zu acht Jahren Haft verurteilt, der beschlagnahmte Luxus-Güter für sich behalten hatte. Erwischt wurde der Staatsdiener bei einer Tour im Porsche Cayenne, der zuvor in einem Prozess eingezogen wurde.

Die Durchsuchung des richterlichen Appartements förderte gleich noch weitere Luxusgüter zu Tage, die aus Beschlagnahmungen stammten. Darunter befanden sich zum Beispiel Uhren von Luxusmarken wie Rolex und Bulgari.

„Geborgt“ vom reichsten Mann Brasiliens

Wie das Online-Portal „O Globo“ berichtet, sollen die beschlagnahmten Gegenstände früher im Besitz des Deutsch-Brasilianers Eike Batista gewesen sein. Er galt bis 2012 als reichster Mann Brasiliens und zählte damit zugleich zur Top 10 der reichsten Menschen der Erde. Durch den rapiden Verfall von Börsenwerten und mehrere skandalträchtige Prozesse verlor Batista jedoch in wenigen Monaten fast sein gesamtes Vermögen.

Treffen unter anderen Umständen?

Batista selbst sitzt seit Beginn 2017 in Untersuchungshaft. Ihm wird die millionenschwere Bestechung eines Politikers zur Last gelegt. In den Skandal rund um den Ölkonzern Petrobras sollen noch viele weitere Politik-Größen und Wirtschaftsbosse verwickelt sein.

Es ist damit möglich, dass sich der Ex-Milliardär und sein Richter im Gefängnis von Rio de Janeiro wiedersehen. Allerdings gilt hier eine Trennung nach Bildungsgrad – und zumindest Batista soll kein Diplom besitzen.

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