Sparen lernen: So landet Geld auf der hohen Kante
© vegefox.com/fotolia.com
(637)

Sparen lernen: So landet Geld auf der hohen Kante

Geld ausgeben ist kinderleicht, Geld sparen fällt vielen Menschen dagegen ungemein schwer. Aber: Sparen lernen ist ganz einfach. Hier finden Sie Tricks, mit denen Sie am Ende des Jahres ein hübsches Sümmchen in der Hand halten können.

Warum fällt Geld sparen so schwer?

Zum einen sorgt die Werbung auf allen Medienkanälen dafür, dass im Menschen ständig Wünsche geweckt werden. Um diese zu erfüllen, wird der Gedanke ans Sparen immer wieder verdrängt und ausgebremst. Zum anderen benötigt Sparen die Macht der Gewohnheit, in anderen Worten: Sparen kann man lernen. Wer sich regelmäßige Verhaltensweisen angewöhnt – wie zum Beispiel die Dauerüberweisung auf ein Tagesgeldkonto – macht es sich um einiges leichter. 

Geld sparen lernen mit dem Wochentrick

Sparen heißt manchmal auch, sich selbst zu überlisten. So auch bei dem simplen Wochen-Spartrick, mit dem Sie sich in gleich zwei Aspekten selbst ein Schnippchen schlagen. Zum einen fängt das Sparen mit ganz kleinen Beträgen an und ist somit locker zu verschmerzen. Zum anderen sorgt die Regelmäßigkeit dafür, dass Sie dranbleiben und nicht aufgeben.

Sie benötigen für den Spartrick ein Gefäß, in das genügend Kleingeld und Scheine hineinpassen. Am besten nehmen Sie ein durchsichtiges Glas, damit Sie Ihre Ersparnisse wachsen sehen können. Legen Sie in der ersten Woche einen Euro in das Glas. Diesen Betrag steigern Sie nun Woche für Woche um einen Euro. Das heißt nach einem Jahr für Woche 52, dass Sie 52 Euro in das Glas legen.

Viele werden sich wundern, welcher Betrag herauskommt, wenn sie die Sparbüchse nach Ablauf des Jahres öffnen und das Geld zählen: 1.378 Euro.

Schon kleine Sparbeträge summieren sich nach gewisser Zeit auf ein hübsches Sümmchen.
© Wellnhofer Designs/fotolia.com

Schon kleine Sparbeträge summieren sich nach gewisser Zeit auf ein hübsches Sümmchen.

Geld sparen durch Verzicht auf unnötige Ausgaben

Falls Sie Bedenken haben, in den späteren Wochen Ihres „Sparjahres“ nicht über ausreichend Reserven zu verfügen, um die stetig wachsenden Beträge zurücklegen zu können, machen Sie sich vorher Gedanken, wo es Sparpotenzial gibt. 

Sparen lernen heißt auch, Gewohnheiten zu ändern: Kaufen Sie sich beispielsweise jeden Tag vor der Arbeit ein belegtes Brötchen beim Bäcker? Natürlich ist das bequem, aber wenn Sie diese Routine nur einen Monat unterbrechen und sich Ihr Brötchen stattdessen bei der Arbeit selbst belegen, können Sie allein mit dieser Maßnahme schon rund 50 Euro in einem Monat sparen. 

Andere Möglichkeiten: 

  • Ersetzen Sie Taxifahrten für einen gewissen Zeitraum durch öffentliche Verkehrsmittel oder nutzen Sie stattdessen Carsharing
  • Trinken Sie Leitungswasser anstelle von Mineralwasser.
  • Verzichten Sie für ein paar Wochen auf Süßigkeiten. 

Die Unannehmlichkeiten dieser Maßnahmen halten sich in Grenzen, dafür haben Sie am Ende aber ein hübsches Sümmchen angespart.

Verzichten Sie auf Einkäufe mit der Kreditkarte – bei Barzahlung behalten Sie besser den Überblick.
© kerkezz/fotolia.com

Verzichten Sie auf Einkäufe mit der Kreditkarte – bei Barzahlung behalten Sie besser den Überblick.

Weitere Tipps, um Sparen zu lernen

  • Überblicken Sie Ihre Ausgaben: Führen Sie Buch, wofür Sie Ihr Geld ausgeben – entweder handschriftlich oder über eine App. So lassen sich unnötige Posten herausfinden und vermeiden.
  • Sparen Sie am Anfang des Monats: Legen Sie zu Beginn eines Monats Geld zur Seite, wenn Sie gerade Ihr Gehalt bekommen haben. Am Ende des Monats wird sonst oft nicht mehr genug dafür auf dem Konto sein.
  • Zahlen Sie mehr bar: Wer viel mit EC- oder Kreditkarte zahlt, verliert schnell den Überblick. Wenn Sie aber Münzen oder Scheine beim Einkauf verwenden, bleibt Ihnen bewusster, was Sie wofür ausgeben.
Wie finden Sie diesen Artikel?