Kein erfüllter Sex: Frau scheitert mit Klage gegen Impotenz
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Kein erfüllter Sex: Frau scheitert mit Klage gegen Impotenz

Kein Sex wie in früheren Tagen: In Hamm ist eine Ehefrau auch in zweiter Instanz mit ihrer Klage gegen eine Klinik gescheitert. Sie hatte geltend gemacht, dass Fehler bei der ärztlichen Behandlung ihres Mannes zur Impotenz geführt hätten. Sie forderte Schadenersatz für ihr unerfülltes Sexualleben.

Die zuständigen Richter folgten dem nicht. Der teilweise Verlust des erfüllten Sexuallebens stelle, so die Begründung, keine Verletzung „ihres Körpers, ihrer Gesundheit oder ihres Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung“ dar. Schmerzensgeld bei dieser Klage gegen Impotenz komme daher nicht in Betracht.

Schmerzensgeld für Partner: bislang ohne Beispiel

In der Klinik, gegen die die Frau geklagt hatte, war ihr Mann zuvor mehrfach an der Wirbelsäule behandelt worden. Die Ehefrau hatte behauptet, dass es dabei zu einer Schädigung der Nervenbahnen gekommen sei, die für die Misere bei der Potenz ihres Mannes verantwortlich sei. Sie forderte 20.000 Euro Schmerzensgeld.

Die Richter am Oberlandesgericht Hamm verwiesen darauf, dass – selbst wenn die Beeinträchtigung beim Ehemann durch ärztliche Fehler verursacht worden sein sollte – keine körperlichen oder psychischen Folgeschäden bei der Klägerin erkennbar seien. Auch gebe es keinen „vollständigen Verlust der ehelichen Sexualität“. Die Richter stellten zugleich fest, dass Ihnen kein einziger Fall bekannt sei, in dem Schmerzensgeld wegen der sexuellen Beeinträchtigung eines Partners gezahlt worden sei.

Klage gegen Impotenz ohne Erfolg

Die Ehefrau war bereits in erster Instanz vor dem Landgericht Hagen gescheitert. Das OLG Hamm stellte als höhere Instanz gleich klar (Az.: 3 U 42/17), dass es der Klage keine Erfolgsaussichten einräumt. Die Geschädigte zog ihre Klage daraufhin zurück.

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