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In Kryptowährungen investieren - so gehts
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In Kryptowährungen investieren - so geht's

In den Zeiten der Niedrigzinsen suchen viele Anleger nach einer Alternative zu den herkömmlichen Anlageformen. Durch ihre immensen Wertsteigerungen haben auch Kryptowährungen für Privatanleger eine gewisse Anziehkraft gewonnen. Kryptowährungen eignen sich weniger als langfristige Geldanlage, jedoch wer rechtzeitig auf den Krypto-Zug aufspringt oder eine clevere Anlagestrategie besitzt, kann auch mit den Digitalwährungen sein Vermögen vermehren. Welche Arten es gibt um in Digitalwährungen zu invesiteren erfahren Sie in unserem Gelbe Seiten Kryptoratgeber.

Direkt in Kryptowährungen investieren

Eine Investition in Kryptowährungen kann grob in zwei Arten aufgeteilt werde. Entweder sie investieren direkt in eine von Ihnen ausgewählte Währung, oder sie partizipieren an der Wertentwickliung des digitalen Geldes. Eine direkte Investition in die Ditgitalwährungen kann zum einen auf einschlägigen Marktplätzen oder auch an einer der zahlreichen Kryptobörsen stattfinden. Eine indirekte Investition ist durch Zertifikate oder CFDs möglich. 

An der Kryptobörse

Wie auch Fiatwährungen können die Digitalwährungen an der Börse gehandelt werden. An zahlreichen Kryptobörsen können die unterschiedlichen Token, wie Bitcoin, Ripple, Ethereum und Co. erworben werden. Die Preise an den jeweiligen Kryptobörsen unterscheiden sich jedoch teilweise immens. Bekannte Kryptobörsen sind unter anderm Bitfinex, Bitstamp und Paymium. Nach der Eröffnung eines Kontos bei der jeweiligen Krypto-Börse können US-Dollar oder Euro gegen die Bitcoins getauscht werden. An der Kryptobörse werden die Trades manuell ausgeführt. Das bedeutet, sollten Sie Bitcoins erwerben wollen, müssen sie lediglich den Zeitpunkt, die Anzahl der Token sowie den Wert, bei welchem sie einen Bitcoin oder eine andere Digitalwährung erwerben möchten definieren. Der Trade wird dann zum passenden Zeitpunkt für Sie ausgeführt. Ebenso können Sie auch Verkaufspunkte im Voraus definieren und somit ihren möglichen Verlust bereits zuvor eingrenzen. Die Gebühren für eine Depoteröffnung und die Transaktionen können je Anbieter variieren.  

Am Kryptomarktplatz 

Während die Trades an der Krypto-Börse automatisiert abgewickelt werden, müssen Anleger auf den Krypto-Marktplätzen, wie beispielsweise Bitcoin.de, die Trades manuell ausführen. Das bedeutet, dass Sie sich im Falle einer Investition auf einem Krypto-Marktplatz, selbst um den Kauf und Verkauf Ihrer Token kümmern müssen und sich so auf die Suche nach dem richtigen Angebot machen müssen. Durch den direkten Krypto-Handel zwischen Nutzern bestimmen Angebot und Nachfrage auf den Krypto-Marktplätzen den Preis der jeweiligen Token. Die Verkäufer der Token stellen ihre Bitcoins zum Verkauf und diese können so direkt im Anschluss von anderen gekauft werden. Wird ein Angebot akzeptiert, kommt die Transaktion direkt zu Stande. Die Token werden in das Wallet transferiert. Die Gebühren für die jeweiligen Transaktionen sind von der Plattform abhängig. 

An der Kursentwicklung der digitalen Token teilhaben

Sollten Sie nicht direkt einen digitalen Token erwerben wollen, aber dennoch an der Wertentwicklung der jeweiligen Digitalwährunge teilhaben möchten, gibt es die Möglichkeit dies durch Zertifikate oder CFDs zu tun.

Krypto-CFDs

Bei CFDs (Contracts for Difference oder Differenzkontrakte) handelt es sich um hochspekulative Derviate, die zwar mit erhöhten Chancen, aber auch erhöhten Risiken verbunden sind. Diese Anlageform eignet sich indes im Besonderen für erfahrene Anleger. Der Kurs der CFDs leitet sich von dem jeweiligen Basiswert, im Falle der Kryptowährungen dem Kosten der Token, ab. Über die CFDs können Sie sowohl an steigenden als auch fallenden Kursen der Kryptowährung partizipieren und mit Einsatz von verhältnismäßig geringem Kapital mit Hilfe von Hebeln größere Gewinne zu erzielen. 

Um via CFD an der Entwicklung der Kryptokurse teilnehmen zu können, müssen Sie ein Konto bei einem CFD-Broker Ihrer Wahl eröffnen. Ein Vorteil des Handels mit Differenzkontrakten ist die Möglichkeit der schnellen Auszahlung. Denn hier gibt es bei Krypto-Börsen und -Marktplätzen  häufiger Obergrenzen für eine tägliche Auszahlungssumme. 

Krypto-Zertifikate

Neben den CFDs gibt es ebenfalls die Möglichkeit durch ein Zertifikat an der Entwicklung der Kryptowährungen teilzuhaben. Hier wird lediglich ein Wertpapierdepot benötigt. Durch die Wertpapiernummer können bestimmte Zertifikate gefunden werden. Patizipationszertifikate ermöglichen eine 1:1-Partizipation an den Kursgewinnen und -verlusten. Um ein Bitcoin-, Ripple- oder Ethereum-Zertifikat zu erwerben benötigen sie lediglich ein Wertpapierdepot. 

Blockchain-ETFs

Wer nicht in eine Digitalwährung direkt oder via Fonds investieren will, sondern die Technologie dahinter als interessante Geldanlage betrachtet, kann durch ein ETF auch an der Blockchain partizipieren. Mit Hilfe der Blockchain-Fonds können Sie in Unternehmen investieren, die wiederum die Blockchain-Technologie verwenden oder auch an ihr forschen.

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