Ihre Fotos im Internet wurden „geklaut“? Das kann man dagegen tun
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Ihre Fotos im Internet wurden „geklaut“? Das kann man dagegen tun

Nicht alle Internetnutzer beachten das Urheberrecht. Fotos werden ohne Lizenz verwendet und widerrechtlich in Blogs und den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Gefallen lassen müssen sich die Besitzer der Rechte das jedoch nicht.

Die Betreiber von Facebook, Instagram und Co. stellen standardisierte Prozesse bereit, um Urheberrechtsverletzungen zu unterbinden. Hat der Einspruch Erfolg, werden die nicht-lizensierten Fotos von fremden Seiten gelöscht oder der Account des Täters gesperrt. Alternativ kann ein spezialisierter Rechtsanwalt eingeschaltet werden, der zur Unterlassung des Rechtsbruchs auffordert und Schadenersatz geltend macht.


Melden Sie die Urheberrechtsverletzung


Urheberrechtsverletzungen kommen bei Facebook, YouTube und anderen Netzwerken täglich vor. Die Betreiber versuchen, Beschwerden schnell zu erfassen und zeitnah zu bearbeiten. Hier einige konkrete Beispiele:


Facebook: Über ein Formular im Hilfebereich können Verstöße gegen das Urheber- oder Markenrecht gemeldet werden. Daneben verweist Facebook auf die Möglichkeit, zunächst selbst mit dem User in Kontakt zu treten, der den Verstoß (vielleicht aus Unwissenheit) begeht. Wenn Sie einen Verstoß melden, müssen Sie die Urheberrechte auch besitzen und dies eidesstattlich bestätigen.


Twitter: Einen Verstoß melden Sie zum Beispiel unter copyright@twitter.com. Twitter kontaktiert dann den Account-Inhaber und droht im Wiederholungsfall mit einer Sperrung. 


Google+ und Instagram: Verletzungen des Urheberrechts können direkt zum konkreten Bild gemeldet werden (unter „Optionen“ oder „…“ am Foto).   


Eine Abmahnung senden


Viele Anwaltskanzleien sind auf Urheberrechtsverletzungen spezialisiert, nicht nur im Namen der Prominenz. Sie senden eine Abmahnung und fordern dabei zur Unterlassung des Rechtsbruchs auf. Zugleich wird Schadenersatz gefordert, was die eigenen Honorare einschließt. Erst wenn das nicht wirkt, sollte der Klageweg erwogen werden.

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