Fake Online Shops: Was tun gegen Betrug?
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Fake Online Shops: Was tun gegen Betrug?

Die Zahl der Online-Betrugsfälle steigt. Im Zuge des Weihnachtsgeschäfts 2017 warnte die Polizei noch einmal eindringlich vor sogenannten Fake Online Shops. Hier müssen Käufer zahlen, erhalten jedoch keine oder nur minderwertige Ware. Lässt sich im Betrugsfall noch etwas tun?

Betrogene Käufer haben eine Chance, ihr Geld zurück zu erhalten. Je mehr Zeit vergeht, desto geringer werden allerdings die Möglichkeiten. Wichtigstes Kriterium für eine mögliche Rückabwicklung ist das gewählte Zahlverfahren – gerade wenn der betrügerische Händler auf Anfragen nicht reagiert.  

Zahlung per Überweisung

Eine einmal ausgeführte Überweisung kann nicht widerrufen werden. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn Ihnen der Fehler unmittelbar nach der Transaktion bewusst wird. In diesem Fall sollten Sie ohne Zeitverzug Ihre Bank kontaktieren und den Betrugsfall schildern.

Zahlung per Kreditkarte

Sie können einzelnen Buchungen beim zuständigen Kreditkarteninstitut widersprechen. Die Frist liegt meist bei acht, gelegentlich auch bei sechs Wochen. Die monatliche Kreditkartenabrechnung sollte daher genau geprüft werden.

Eine achtwöchige Möglichkeit der Rücknahme besteht auch beim Lastschriftverfahren.

Zahlung per PayPal

PayPal garantiert den Nutzern bei den meisten Einkäufen Schutz. Kommt die Ware nicht an, lässt sich die Zahlung stornieren. Prüfen Sie aber, ob es für Ihren Einkauf Einschränkungen beim Käuferschutz gibt.  

Maßnahmen vor und nach einem Betrugsfall

Sind Sie Opfer eines Online-Betruges geworden, sollten Sie immer Anzeige bei der Polizei erstatten. Das erhöht Ihre Chancen auf Rückzahlung und bewahrt eventuell andere Käufer vor derselben Falle.  Haben Sie Ihre Kreditkarten-Daten im Fake Online Shop hinterlassen, lassen Sie sie sperren.

Prävention

Allzu verlockende Angebote sind immer ein Grund zur Skepsis. Nehmen Sie daher folgende Überprüfungen vor – auch wenn Sie den Shop kennen, denn er könnte dupliziert worden sein:

  • Wird im Browser eine „https:“-Verbindung mit Schloss-Symbol ausgewiesen?
  • Werden mehrere Zahlungsarten angeboten? (zum Beispiel PayPal setzt einen Sicherheitscheck des Shops voraus)
  • Ist das Impressum vorhanden und glaubwürdig?
  • Gibt es bereits negative Meldungen zum Unternehmen bei Google?   
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