„Einspruch, euer Ehren“: Die besten Justizfilme
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„Einspruch, euer Ehren“: Die besten Justizfilme

An den Kinokassen sind zumeist Actionfilme die großen Abräumer. Doch es gibt ein Genre, das seit eh und je auf Monster, Superhelden und Spezialeffekte verzichtet – und trotzdem immer wieder erstklassige Unterhaltung liefert: Justizfilme. Wenn clevere Anwälte versuchen, ihre nicht immer unschuldigen Klienten vor einer Verurteilung zu bewahren, wenn mit brillanten Dialogen intelligente Geschichten erzählt werden, bringt das Kino immer wieder echte Meilensteine hervor!

Unsere Auswahl der besten Justizfilme aller Zeiten, in chronologischer Reihenfolge:

 

  • Die zwölf Geschworenen (USA 1957, Regie: Sidney Lumet, mit Henry Fonda. Nominiert für drei Oscars). Elf Geschworene sind sich schnell einig: schuldig. Nur Juror Nummer acht (Henry Fonda) verlangt, alle Beweise noch einmal in Frage zu stellen. Ein bahnbrechendes Meisterwerk, das auch heute noch fesselt.

 

  • Anatomie eines Mordes (USA 1959, Regie: Otto Preminger, mit James Stewart. Nominiert für sieben Oscars). Leutnant Manson hat in einer Bar einen Mann erschossen. Sein Anwalt Paul Biegler (James Stewart) versucht zu beweisen, dass er ein relevantes Motiv hatte. Es entwickelt sich ein intensives Duell mit dem Ankläger Claude Dancer (George C. Scott).

 

  • Wer den Wind sät (USA 1960, Regie: Stanley Kramer, mit Spencer Tracy, Gene Kelly. Nominiert für vier Oscars). Der Lehrer Bertram Cates unterrichtet 1925 in Tennessee seine Schüler in der Evolutionstheorie nach Charles Darwin. Die bibeltreue Gemeinde läuft Sturm. Anwalt Henry Drummond (Spencer Tracy) verteidigt Cates im Kampf gegen Rückständigkeit und Intoleranz.

 

  • Das Urteil von Nürnberg (USA 1961, Regie Stanley Kramer, mit Spencer Tracy. Zwei Oscars, nominiert für neun weitere). 1961 drehten Kramer und Tracy einen weiteren Meilenstein des Genres, basierend auf einem wahren Fall: Tracy verkörpert hier den US-Richter Haywood, der 1947 in Nürnberg einen Prozess gegen führende NS-Juristen leiten soll.

 

  • Wer die Nachtigall stört (USA 1962, Regie: Robert Mulligan, mit Gregory Peck. Drei Oscars, nominiert für fünf weitere). 1932 wird ein junger Farbiger beschuldigt, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben. Anwalt Finch (Gregory Peck) kämpft für die Wahrheit und gegen Rassismus. Kinodebüt von Robert Duvall.

 

  • Kramer gegen Kramer (USA 1979, Regie: Robert Benton, mit Dustin Hoffman, Meryl Streep. Fünf Oscars, nominiert für vier weitere). Ein Sorgerechtsstreit mit zwei großartigen Hauptdarstellern, die beide völlig zu Recht einen Oscar verliehen bekamen.

 

  • Philadelphia (USA 1993, Regie: Jonathan Demme, mit Tom Hanks, Denzel Washington. Zwei Oscars, nominiert für drei weitere). Oscarprämierte Meisterleistung von Tom Hanks, der den AIDS-kranken Anwalt Andrew Beckett spielt. Als seine Kanzlei ihn nach seiner Erkrankung entlässt, zieht Beckett vor Gericht.
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