Sie kommen nach Hause und dann der Schock: Es wurde eingebrochen. Der Schreck sitzt tief, aber dennoch gilt es jetzt, ruhig zu bleiben. Wie Sie nach einem Einbruch am besten tun sollten, lesen Sie hier. ​​​​​​​
Ratgeber: Einbruch

Was tun nach einem Wohnungseinbruch?

Sie kommen nach Hause und dann der Schock: Es wurde eingebrochen. Der Schreck sitzt tief, aber dennoch gilt es jetzt, ruhig zu bleiben. Wie Sie nach einem Einbruch am besten tun sollten, lesen Sie hier. 

Was tun nach Einbruch? Polizei anrufen und Fotos machen

Was Sie als Erstes nach einem Einbruch tun sollten, ist Als Erstes sollten Sie nach einem Wohnungseinbruch die Polizei (110) anrufen. Lassen Sie den Tatort genau so, wie Sie ihn vorgefunden haben. Widerstehen Sie dem Impuls, die Unordnung, die der Einbrecher hinterlassen hat, aufzuräumen.

Machen Sie nach dem Einbruch am besten Fotos der entstandenen Schäden – das hilft der Polizei später, den Einbruch zu rekonstruieren. Außerdem können Sie Ihrer Versicherung anhand der Bilder nachweisen, was durch die Einbrecher zerstört oder entwendet wurde. Fangen Sie erst an, die Schäden zu beseitigen, wenn die Polizei den Tatort dafür freigibt.

Rufen Sie nach einem Einbruch als erstes die Polizei.

Rufen Sie nach einem Einbruch als erstes die Polizei.

Was tun nach Einbruch? Versicherung nach Einbruch informieren

Informieren Sie außerdem schnellstmöglich Ihre Hausratsversicherung über den Einbruch. Sie kommt für die entstandenen Schäden auf, sofern Sie es den Einbrechern nicht durch grobe Fahrlässigkeit zu leicht gemacht haben.

So können zum Beispiel eine nur zugezogene, aber nicht abgeschlossene Wohnungstür oder ein gekipptes Fenster im Erdgeschoss dazu führen, dass Ihre Versicherung weniger zahlt. Möglicherweise schickt Ihre Versicherung noch einen Gutachter bei Ihnen vorbei, der sich den Tatort ansieht und die entstandenen Schäden genau dokumentiert.

Was tun nach Einbruch? Polizei und Versicherung Stehlgutliste aushändigen

Idealerweise haben Sie im Vorfeld eine Wertgegenstandsliste erstellt– also eine Aufzählung all Ihrer Wertsachen. So können nach einem Einbruch schnell überprüfen, welche Gegenstände von der Liste fehlen und diese auf einer sogenannten Stehlgutliste notieren. Diese Stehlgutliste geben Sie sowohl der Polizei als auch Ihrer Versicherung. Sie haben dafür eine Woche Zeit.

Die Polizei versucht einerseits, das Diebesgut wiederzufinden, andererseits, über die gestohlenen Wertgegenstände eine Spur zum Täter zu finden und ihn zu verhaften. Die Versicherung erstattet Ihnen den Wert der gestohlenen Gegenstände. Sie müssen allerdings nachweisen können, dass sich diese wirklich vor dem Einbruch in Ihrem Besitz befanden.

Als Beweis können Kaufbelege und Fotos vorgelegt werden. Bisweilen sind auch eidesstattliche Versicherungen von Zeugen – also Menschen, die Ihren Haushalt sehr gut kennen – als Nachweis ausreichend.

Was tun nach Einbruch? EC-Karten, Handy und Co. sperren lassen

Die Einbrecher haben auch EC- und Kreditkarten, Sparbücher oder Ihr Handy gestohlen? Dann lassen Sie nach einem Einbruch alles umgehend sperren, um Missbrauch zu verhindern. Gleiches gilt, wenn Sie einen Personalausweis mit „Online-Ausweisfunktion“ besitzen.

Ihren Ausweis, Sparbücher sowie Ihre EC- und Kreditkarten können Sie unter der kostenlosen Notrufnummer 116116 sperren lassen. Gestohlene Personalausweise (auch ohne „Online-Ausweisfunktion“) müssen Sie außerdem Ihrem zuständigen Bürgerbüro melden.

Ihr Handy oder Smartphone können Sie bei Ihrem Anbieter sperren lassen. Wenn Sie der Polizei die sogenannte IMEI-Nummer Ihres Telefons mitteilen, können die Beamten danach fahnden – und das Gerät möglicherweise wiederfinden. Die 15-stellige Nummer können Sie über die Tastenkombination *#06# auf Ihrem Telefon herausfinden.

Notieren Sie sich am besten Ihre IMEI-Nummer – so kann Ihr Handy oder Smartphone im Falle eines Diebstahls leichter gefunden werden.

Notieren Sie sich am besten Ihre IMEI-Nummer – so kann Ihr Handy oder Smartphone im Falle eines Diebstahls leichter gefunden werden.

Psychologische Folgen nach Einbruch überwinden

Ein Wohnungseinbruch kann eine traumatische Erfahrung für die Bewohner sein. Möglicherweise fühlen Sie sich in Ihrem eigenen Zuhause nach dem Vorfall nicht mehr sicher oder Sie fühlen sich mit den Behördengängen überfordert.

In diesem Fall können Sie sich an die Opferberatung Weißer Ringwenden. Die Mitarbeiter dort begleiten Sie zum Beispiel zu Gerichtsterminen oder helfen Ihnen, die richtigen Behörden zu finden und aufzusuchen. Außerdem können Sie dort einen sogenannten Hilfescheck erhalten, um kostenlos eine psychotraumatologische oder anwaltliche Erstberatung aufzusuchen.

Wie Sie Einbrecher abschrecken und Ihre Wohnung schützen können, erfahren Sie hier.

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