Fenster eingeschlagen, Schubladen durchwühlt, Wertsachen weg: Ein Einbruch ist der Albtraum eines jeden Wohnungs- oder Hausbesitzers. Hier finden Sie 8 Maßnahmen, um Ihr Heim vor einem Einbruch zu schützen.
Ratgeber: Einbruch

Von Einbruchsicherung bis Wachhund: 8 Tipps, um Einbrecher abzuschrecken

Fenster eingeschlagen, Schubladen durchwühlt, Wertsachen weg: Ein Einbruch ist der Albtraum eines jeden Wohnungs- oder Hausbesitzers. Hier finden Sie 8 Maßnahmen, um Ihr Heim vor einem Einbruch zu schützen.

1. Wachsamer Nachbar: Der beste Schutz vor Einbruch wohnt nebenan

Ein besonders wirksamer – und zudem kostenloser – Schutz vor Einbrechern sind Ihre hilfsbereiten Nachbarn. Pflegen Sie also ein gutes Verhältnis zu den Menschen in Ihrer Nachbarschaft, zum Beispiel indem Sie sich gegenseitig helfen. Dann kümmern sich die Nachbarn in Ihrer Abwesenheit nicht nur gern um Post und Blumen, sondern haben auch sonst ein Auge auf Ihr Haus oder Ihre Wohnung.

Per Aufkleber mit der Aufschrift „Wachsamer Nachbar“ – erhältlich bei der Polizei – können Sie potenzielle Einbrecher sogar darüber informieren.

Ein wachsamer Nachbar ist Gold wert: Wenn sich Nachbarn gut verstehen, passen sie besonders auf, wenn Unbekannte ums Haus schleichen.

Ein wachsamer Nachbar ist Gold wert: Wenn sich Nachbarn gut verstehen, passen sie besonders auf, wenn Unbekannte ums Haus schleichen.

Achtung: Wenn Sie für eine längere Zeit in Urlaub fahren, sollten Sie dies nur nahestehenden Menschen mitteilen – und diese Nachricht oder aktuelle Urlaubsbilder auch bitte nicht öffentlich auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken ausposaunen. Denn das kann Langfinger erst auf die Idee bringen, dass Ihr Haus gerade leer steht.

2. Einbruchsicherung am Fenster: Gitter – aber sicher montiert!

Es gibt viele Möglichkeiten, Fenster gegen Einbruch zu sichern. Bei Kellerfenstern oder leicht zugänglichen Fenstern in den unteren Etagen bietet sich ein Gitter an. Die Stäbe sollten nach Empfehlung der Polizei mindestens 18 Millimeter dick sein und nicht weiter als 12 Zentimeter auseinanderliegen.

Zudem sollten die Berührungspunkte der Gitterstäbe verschweißt und das Gitter an mehr als vier Punkten massiv an der Wand befestigt sein, damit Einbrecher das Gitter nicht einfach abmontieren können.

Vergitterte Fenster sind vor allem im Souterrain oder im Erdgeschoss eine sinnvolle Maßnahme, um Einbrechern den Einstieg zu erschweren.

Vergitterte Fenster sind vor allem im Souterrain oder im Erdgeschoss eine sinnvolle Maßnahme, um Einbrechern den Einstieg zu erschweren.

3. Fenstergriffe und Schrauben: Einbruchshemmende Helfer

Auch abschließbare Fenstergriffe erschweren Einbrechern das Eindringen ins Haus deutlich. Zudem empfiehlt die Polizei als Schutz gegen das Aufhebeln von Fenstern zertifizierte Pilzkopfzargenbeschläge oder Aufschraubsicherungen. Als weitere Ergänzungen können einbruchhemmende Sicherheitsfolien oder einbruchhemmende Verglasung verwendet werden.

Aufgepasst:Wer seine Wohnung oder sein Haus verlässt, sollte die Fenster schließen und die Tür nicht nur zuziehen, sondern unbedingt abschließen. Ansonsten kann es nach einem Einbruch Probleme mit der Versicherung geben.

4. Rollläden als Einbruchschutz: Aber nur in Bewegung

Heruntergelassene Rollläden können zwar für potenzielle Einbrecher ein Signal sein, dass niemand zu Hause ist. Doch Sie können Rollläden auch nutzen, um Ihre Anwesenheit zu simulieren. Sie können zum Beispiel elektrische Rollläden per Zeitschaltuhr bedienen.

Alternativ können Sie auch Ihre Nachbarn bitten, in Ihrer Abwesenheit die Rollläden zu bewegen. Ansonsten lassen sich Rollläden auch mit einem bestimmten Einbruchschutz gegen Hochschieben sichern. Dieser lässt sich auch bei alten Rollladenmodellen nachrüsten.

Rollläden per se sind kein Schutz vor Einbrechern, sie lassen sich aber mit einem Einbruchschutz ausstatten.

Rollläden per se sind kein Schutz vor Einbrechern, sie lassen sich aber mit einem Einbruchschutz ausstatten.

5. Überwachungskamera gegen Einbrecher: Abschreckende Maßnahme     

Überwachungskameras sind eine sinnvolle Maßnahme, um Einbrecher von vorherein abzuschrecken. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang allerdings auch den Datenschutz. Denn längst nicht alles, was technisch möglich ist, ist rechtlich zulässig.

So müssen Sie beispielsweise deutlich sichtbar auf Ihre Videoüberwachung hinweisen. Um Gesetzesverstöße aus Unwissenheit zu vermeiden, erkundigen Sie sich am besten im Vorfeld über die genaue Rechtslage zur Videotechnik.

Videokameras sind eine Möglichkeit, Einbrecher abzuschrecken. Achten Sie jedoch auch auf den Datenschutz, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. 

Videokameras sind eine Möglichkeit, Einbrecher abzuschrecken. Achten Sie jedoch auch auf den Datenschutz, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. 

6. Warnung vor dem Hund: Einbrecher „verbellen“

„Cave canem“ hieß es schon im alten Rom: Hüte dich vor dem Hund! Der beste Freund der Hausbewohner ist einer der schlimmsten Feinde der Einbrecher: Knurrende oder bellende Hunde schrecken viele Diebe ab.

Auch ein Hinweisschild kann helfen, Diebe fernzuhalten. Allerdings sind auch noch so zuverlässige Wachhunde keine Garantie dafür, dass nicht doch jemand ins Haus eindringt. Denn auch Hunde können abgelenkt sein oder schlafen.

Mit einem Wachhund legt sich kein Einbrecher gern an.

Mit einem Wachhund legt sich kein Einbrecher gern an.

7. Smart Home erhöht die Sicherheit: „Schlaues Heim“ als Einbruchschutz

Eine neue technische Option zum Schutz vor Einbruch sind Smart-Home-Systeme. Dank ihrer Hilfe können viele Geräte im Haus aus der Entfernung mittels Smartphone, PC oder Tablet gesteuert werden.

Sie können sogar verschiedene Abläufe programmieren, um vorzutäuschen, dass jemand zu Hause ist: Über das Smart-Home-System lassen sich beispielsweise zu bestimmten Zeiten Licht und Fernseher an- und ausschalten oder elektrische Rollläden bewegen.

Über Smart-Home-Systeme lassen sich aus der Entfernung Licht oder Rollläden steuern, um Anwesenheit zu simulieren.

Über Smart-Home-Systeme lassen sich aus der Entfernung Licht oder Rollläden steuern, um Anwesenheit zu simulieren.

8. Lampen gegen Einbrecher: Mit Licht ungebetene Gäste verscheuchen

Wo Licht brennt, halten sich in der Regel Menschen auf. Daher ist es eine sinnvolle Maßnahme, in einigen Räumen das Licht angeschaltet zu lassen, auch wenn man selbst nicht daheim ist. Dies lässt sich auch über eine Zeitschaltuhr arrangieren.

Falls Sie in einem Haus wohnen, ist es eine gute Idee, das Grundstück an einigen Stellen zu beleuchten oder Bewegungsmelder einzubauen. So fällt es schwer, unerkannt im Dunkeln herumzuschleichen.

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